Beste Vorbereitung fürs Studium

Wie Sascha Tschiggfrei seine Zeit am TG Offenburg erlebte

Autor: 
Michael Haß
Lesezeit 3 Minuten
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10. Oktober 2019

Sascha Tschiggfrei hat die Zeit am TG genossen, nur vor einem Fach hat es ihm gegraust. ©Privat

Zum 50-jährigen Bestehen des Technischen Gymnasiums in Offenburg stellt das Offenburger Tageblatt in einer sechsteiligen Serie einige Absolventen vor. Heute: Sascha Tschiggfrei. Der 54-Jährige hat 1984 das Abitur am TG absolviert und leitet heute als Geschäftsführer das Unternehmen WTO in Ohlsbach.
 

Der Wechsel nach der zehnten Klasse­ vom Schiller-Gymnasium zum Technischen Gymnasium Offenburg war seinem Interesse für Technik geschuldet. »Elektrotechnik war ein Hobby von mir. Zudem wollte ich Diplom-Ingenieur der Nachrichtentechnik werden und an der Hochschule Offenburg studieren«, erzählt Sascha Tschiggfrei. 

Feilen, Bohren, Fräsen

Da konnte eine solide technische Grundbildung nichts schaden. Das Schwerpunktfach »Technik« am TG bestand damals aus den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau. Ein Teil des Unterrichts in Mechanik bestand aus einer intensiven praktischen Ausbildung in der Lehrwerkstatt der Gewerbeschule. Sascha Tschiggfrei erinnert sich noch gut an die Zeit mit Feilen, Bohren, Fräsen und Drehen. »Die Lehrer haben uns fundierte theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt, welche für mich als Geschäftsführer von WTO noch heute sehr nützlich sind.«

Seine Lieblingsfächer waren Elektrotechnik, Chemie und Geschichte. Gegraut hat’s ihm vor Englisch. »Das lag am Lehrer.«
Auch nach über drei Jahrzehnten erinnert er sich noch gerne an das Landschulheim in der elften Klasse in Südtirol. Die Studienfahrt in der 13. Klasse nach Berlin wurde der gesamten Stufe ersatzlos gestrichen. »Die Mehrheit der Schüler kam unmittelbar nach der schriftlichen Abiturprüfung nicht mehr in die Schule«, erinnert er sich lachend.

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Und wie ging’s nach der Schulzeit weiter? Nach dem Studium der Nachrichtentechnik an der Hochschule Offenburg mit der Fachrichtung »Regelungstechnik« und dem Zusatzschwerpunkt »Angewandte Informatik« stieg Sascha Tschiggfrei im elterlichen Unternehmen WTO ein und war von 1991 bis 1994 als Projektleiter mit der Einführung von CAD (computerunterstütze Technologie für Konstruktion und Fertigung) verantwortlich. Zudem kümmerte er sich darum, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik im Sinne des Unternehmenszwecks rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. 

Von 1995 bis 1999 war Tschiggfrei als stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens zuständig für den Aufbau des Vertriebsnetzes im Ausland und gründete 1995 die WTO USA. Seit 2000 leitet Sascha Tschiggfrei WTO als Geschäftsführer. Das Unternehmen ist Weltmarktführer und größter Hersteller von Präzisionswerkzeughaltern für Drehzentren. 300 Beschäftigte hat das Unternehmen in Ohlsbach − darunter 30 Auszubildende. 

Neigung zur Technik

Auf den 1998, vor dem Umzug von Offenburg nach Ohlsbach, erstellten Neubau, mit rund 2500 Quadratmetern für Büro und Produktion, folgten bereits drei Erweiterungen der Produktionshalle − darunter eine Verdreifachung und Verdopplung der Flächen auf aktuell 11 200 Quadratmeter. Derzeit investiert WTO 40 Millionen Euro am Standort Ohlsbach für die modernste „Smart Factory“ in der Region und ein Bürogebäude mit Schlossblick, wie sich der Unternehmer freut.

Ob Sascha Tschiggfrei das Technische Gymnasium weiter empfehlen kann? »Ich empfehle das TG allen, die eine Neigung zur Technik haben und ein technisches Studium anstreben.«

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