Erst Bagel, jetzt Aufbackbrötchen

Wieder Nadel in Discounter-Produkt gefunden

28. Dezember 2017
&copy dpa

Wieder hat ein Kunde des Offenburger Discounters Kaufland eine Nadel in einem Teigprodukt gefunden. Dieses Mal war es ein Aufbackbrötchen, vor wenigen Tagen hatte eine Frau in einem Bagel eine Stecknadel gefunden. Die Polizei ermittelt, die Unternehmenskommunikation von Kaufland hat Warnhinweise herausgegeben.

Als eine junge Frau aus Offenburg am 18. Dezember zum Frühstück in einen Bagel gebissen hatte, staunte sie nicht schlecht. Im Teiggebäck fand sind eine Stecknadel. Die Betroffene machte ein Bild vom Bagel, postete es auf Facebook und fast 1000 Menschen teilten diesen Beitrag. Auch Baden Online berichtete vom Vorfall. Die Polizei ging damals von einem Einzelfall aus, die Unternehmenskommunikation von Kaufland äußerte sich aufgrund laufender Ermittlungen nicht weiter - bis Donnerstag.

Der Grund dafür: Laut Angaben der Polizei hat sich ein weiterer Kunde des Offenburger Supermarkts am Dienstag gemeldet. In seinen Aufbackbrötchen fand er ebenfalls eine Nadel. Die beiden Backwaren wurden nach ersten Ermittlungen am 16. Dezember aus ein und demselben Regal entnommen. Verletzt sei bislang niemand worden.

Warnhinweis

Die Unternehmenskommuniktaion von Kaufland reagierte am Donnerstag mit einer Warnung. In dieser steht, dass Kaufland in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden stehe und die betroffene Ware umgehend aus den Regalen entfernt habe. Weitere Stecknadeln oder andere Fremdkörper seien, wie Kaufland auf Anfrage von Baden Online bekanntgab, nicht gefunden worden. 

Außerdem werde die im Verkauf befindliche neue Ware täglich geprüft. Kaufland versicherte auf Anfrage, dass jede einzelne Packung von Mitarbeitern genau geprüft werde - zum Beispiel auf Unversehrtheit der Verpackung.

Das sind die betroffenen Produkte

Kunden, die vor dem 17.Dezember die Produkte Yummie Bakery Bagels Natur, Hersteller MaBu Bakery, EAN-Nr. 4049921122992 und Gemischte Brötchen, Hersteller Harry Brot, EAN-Nr. 4071800044750 gekauft haben, können diese ohne Vorlage des Kassenbons in jeder Kaufland-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis werde erstattet.

Die Beamten des Fachbereichs Gewerbe und Umwelt haben die Ermittlungen nach Polizeiangaben wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und stehen im Austausch mit den Fachleuten der Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Ortenaukreis sowie den Kaufland-Verantwortlichen.

Weitere Produkte im Umlauf?

Die betroffenen Produkte seien korrekt ausgeliefert worden und könnten erst im Markt manipuliert worden sein. Das bestätigte die Überprüfung der Lebensmittelkontrolleure. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere manipulierte Produkte im Umlauf befänden. Sicherheitsmaßnahmen seien von Seiten des Supermarkts in enger Absprache mit Polizei und Landratsamt eingeleitet worden. Von einem Erpresser geht die Polizei nicht aus.

Autor:
red/Matthias Jundt

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