Konzert

"Willkommen im Dschungel" hieß es im Schiller-Gymnasium Offenburg

red/lr
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20. Mai 2024
„Welcome To The Jungle“ lautete das Motto des Konzertabends am Schiller-Gymnasium. Bei „Empire State Of Mind“ hatte Alexandru Ursi seinen großen Auftritt. 

„Welcome To The Jungle“ lautete das Motto des Konzertabends am Schiller-Gymnasium. Bei „Empire State Of Mind“ hatte Alexandru Ursi seinen großen Auftritt.  ©Christoph Keppler

Bigband und "Großer Chor" haben den Zuhörern bei einem Konzert gezeigt, dass der Schiller-Musik-Dschungel vielfältig, groß und unglaublich faszinierend ist.

Die Schiller-Musikfachschaft hat laut einer Pressemitteilung in den vergangenen Jahren im Konzert-Portfolio eine Reihe von Änderungen vorgenommen. Statt an einzelnen Abenden treten Bigband und „Großer Chor“ nunmehr gemeinsam an, um eine abendfüllende Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das gewählte Motto des diesjährigen Konzertabends („Welcome To The Jungle“) bezog sich unter anderem auf den Opener, einem Stück der Hardrock-Spezialisten Guns N’ Roses (ins Bigband-Format gebracht von Paul Murtha).

Bigbandtauglich

Gemünzt auf die Millionen-Metropole Los Angeles reflektieren „Welcome To The Jungle“ Sänger Axl Rose und Gitarrist Slash raue und bisweilen betrübliche Großstadt-Erfahrungen. Die Adaption ließ das Rustikale, das dem Original mit seinen Gitarrenwänden anhaftet, bewusst abblättern und legte dabei ein musikalisches Gerüst frei, das außerordentlich bigbandtauglich daherkam und von den einzelnen Stimmgruppen geradezu gut gelaunt dargeboten wurde.

Vom Jungle zu den Roots des Jazz ging es mit dem wunderbar gesetzten „Georgia In My Mind“, einem Standard, der bereits seit 1930 zum Repertoire von Musikgrößen wie Ray Charles oder Willie Neslon gehört. Mit Levi Mackes ausgereiftem Spiel am Saxofon und dem satten Fundament von Blech, Holzbläsern, Schlagwerk und Piano (Jakob Steinhausen) gelang den Interpreten eine schöne Adaption, an der man sich schlechterdings nicht satthören konnte.

Zu Beginn des dritten Stücks „Virtual Insanity“, das schon seit einiger Zeit im Repertoire ist, wurden sämtliche Musizierende in charmanter Weise von Sina Kretschmann (Querflötistin) präsentiert.

Enorme Bühnenpräsenz

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„Empire State Of Mind“, eine ursprünglich von Jay-Z gerappte und von Thorsten Maß kunstvoll in ein Bigband-Arrangement verwandelte Nummer, bot Alexandru Ursi die große Bühne. Bereits im Vorspiel des Musik-LKs konnte sich das Publikum von dessen enormer Bühnenpräsenz und seiner erstaunlichen Wandlungsfähigkeit überzeugen.

Im Geiste von Motown und Soul bot die letzte Solistin des Konzertabends, Katharina Lehmann, „Treasure“ (Bruno Mars, arrangiert von Paul Murtha) dar. Die Abiturientin interagierte hervorragend mit dem Orchester, was auch ein Verdienst Simon Schullers war, einem im besten Sinne leitenden, integrierenden und gelegentlich auch mal höflich in den Hintergrund tretenden Bigband-Leader.

Nach einer kurzen Pause trat der Große Chor auf die Bühne. Gleich zwei Stücke des A-cappella-Quartetts „Maybebop“ wurden von der Chorleiterin Teresa Grebenstein ins Programm aufgenommen. Die Kombination von traditionsbewussten Kompositionen und humorvollen Texten mit eingebauter Pseudo-Tragik (Hadern mit dem Verkauf von Weihnachtsschokolade schon im Spätsommer und W-Lan-Suche als Sinn des Lebens) machen die Stücke von „Maybebop“ unverwechselbar. Diese mit einem von Teresa Grebenstein hervorragend eingestimmten Großen Chor zu hören, war ein klangliches Erlebnis.

Verliebt in Lehrerin

Humorvoll ging es weiter mit der ,,Deutschlehrerin“ aus der Feder der „Wiseguys“. David Mathes, als Solist in der Rolle eines in seine Deutschlehrerin verliebten Schülers, hatte mit seinem andächtig schmachtenden Bariton die Lacher auf seiner Seite. Mit Cameo-Auftritten sorgten Verena Huber als unwiderstehliche Deutschlehrerin und Michael Kolinski als nebenbuhlender Mathelehrer derweil für ein wenig Spektakel, aber vor allem dafür, dass am Ende wieder alles seine Ordnung hatte.

Mit einem großartigen Finale – ein tänzerisch performtes Africa-Medley aus ,,Circle of Life’’ (Elton John, arrangiert von Mark Brymer) beschloss man das Konzert unter vielen Beifallsbekundungen.

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