Gengenbach

Windpark bei Gengenbach nimmt Konturen an

Autor: 
Marc Faltin
Lesezeit 2 Minuten
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21. November 2016

(Bild 1/2) Windkraftanlagen benötigen Platz: Der künftige Windrad-Standort von oben aus der Sicht einer Drohne. ©endura kommunal

Der geplante Windpark »Rauhkasten/Steinfirst« bei Gengenbach soll ab Sommer 2017 Strom für 7700 Haushalte liefern. Inzwischen wurde begonnen, die Baugruben für die je 3500 Tonnen schweren Betonfundamente für die vier Windenergieanlagen auszuheben.
 

 Der Bau der insgesamt vier Windenergieanlagen soll im Januar 2017 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Juli vorgesehen. Die Anlagen sparen pro Jahr voraussichtlich über 13 800 Tonnen CO2-Emissionen ein und haben zusammen eine installierte Leistung von zwölf Megawatt. »Das entspricht der Leistung von rund 1800 durchschnittlich großen Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern«, so Gengenbachs Bürgermeister Thorsten Erny: »Mit dem Windpark wird die Stadt mehr Strom produzieren als ihre Einwohner verbrauchen.«

Die Nabenhöhe der Windräder beträgt 149 Meter, inklusive Rotoren erreichen sie eine Gesamthöhe von rund 206 Metern. Zwei Windräder werden auf dem »Steinfirst« stationiert, zwei nördlich des Rauhkasten-Gipfels. Da dadurch die Gemarkungen der Nachbargemeinden Friesenheim und Hohberg berührt werden, bekommen beide Kommunen einen Anteil an der aufkommenden Gewerbesteuer. Die Anlagen sind laut Projektentwickler durch »das gute Windaufkommen von durchschnittlich 6,2 Metern pro Sekunde wirtschaftlich«. Dies ergab eine einjährige Messung mit einem 140 Meter hohen Windmessmast.

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Millionen-Projekt

»Die Stadt Gengenbach und interessierte Bürger können künftig 50 Prozent der zu erwartenden Gewinne aus den Windrädern ausgezahlt bekommen«, erklärt die Freiburger Beratungsfirma endura kommunal, von der Stadt beauftragt und vor Beginn an Begleiterin des 21-Millionen-Euro-Projekts. Die andere Hälfte gehöre dem Windanlagenhersteller und Projektentwickler Enercon. Für die Stadt ist die Projektentwicklung risikolos, die Kosten von rund 600 000 Euro übernimmt der Projektentwickler. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland viele Windparks entstanden. Kommunen können laut endura kommunal aufgrund der Gewerbesteuer und eventueller Pachtzahlungen auch finanziell von der Energiewende vor Ort profitieren.

 »Auf die Idee, sich einen größeren Anteil der Wertschöpfung zu sichern, kommen jedoch nur wenige Städte und Gemeinden. Das Vorgehen in Gengenbach kann ein Modell für viele Kommunen sein, die sich aktiv in die vor Ort befindlichen Windprojekte einschalten und das wirtschaftliche Potenzial stärker nutzen wollen«, so Rolf Pfeifer von endura kommunal und Referent bei etlichen Ratssitzungen und Info-Veranstaltungen.
Am Dienstag, 29. November, gibt es in Fußbachs Gemeindehalle einen weiteren Informationsabend über den Windpark und die aktuellen Belange. Beginn ist um 20 Uhr.

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