Mit dem Porsche auf der Eisbahn

»Winter-Challenge«: Oldtimer auf ungewohntem Terrain 

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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11. Januar 2019
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(Bild 1/2) ©Ulrich Marx

Mit 40 Teams hat gestern die zweite Auflage der »Schwarzwald Winter-Challenge« begonnen. Bis Samstag müssen zahlreiche Fahrprüfungen absolviert werden. Auch ein Parcours in der Eishalle stand auf dem Programm. Derweil führten Schneechaos und Sperrungen auf der Schwarzwaldhochstraße zu Änderungen.

Für Rennsportlegende Walter Röhrl war die erste Auflage der »Schwarzwald Winter-Challenge« im Januar 2018 eine »Mordsgaudi«, und auch für die anderen 39 Fahrerteams gestaltete sich die dreitägige Rallye durch den Schwarzwald und die Vorbergzone zu einer unvergesslichen Veranstaltung. Grund genug für Organisator und Hotel-Ritter-Chef Dominic Müller, mit seinem Vorbereitungsteam eine zweite­ Auflage auf die Beine zu stellen. 
Und: »Das gibt es bei nur sehr wenigen Rallyes, dass 80 Prozent der Teilnehmer vom vergangenen Jahr erneut dabei sind«, betonte jemand, der die Leidenschaft zu Oldtimern und Youngtimern zum Beruf gemacht hat: der ehemalige Rennfahrer und heutige Fernsehproduzent Martin Utberg aus den Niederlanden. 

»Im vergangenen Jahr drehten wir eine Doku aus Sicht der Fahrer über die Rallye. Der Film lief bei ›Sport 1‹ sowie beim Spartensender ›Motorvision‹ und im Netz. Auch dieses Jahr werden wir wieder eine Doku drehen«, verriet Utberg. Seit gestern Nachmittag sind 36 Teams aus ganz Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden mit ihren historischen Fahrzeugen unterwegs, um den Schwarzwald, aber auch die Rheinebene bei Schnee und Eis kennenzulernen. 550 Kilometer verläuft die auf drei Renntage aufgeteilte Route. 

»Die meisten Teams sind am Mittwoch schon angereist«, berichtete der Chef des Hotel Ritter, Dominic Müller. Wie seine Mitstreiter hat Müller Benzin im Blut und in den vergangenen Jahren schon einige Rallyes organisiert. 

Warum im Winter?

Warum gerade eine solche Ausfahrt mit wertvollen Fahrzeugen im Winter? »Das hat einen guten Grund. Es gibt immer mehr solche Fahrten während der wärmeren Jahreszeiten. Wegen der Masse des Angebots haben immer mehr Veranstalter das Problem, ihre Tour vollzubekommen«, erklärt Müller. Darüber hinaus ist es auch immer schwerer, während der Hauptsaison­ Übernachtungsplätze für die Teilnehmer zu bekommen. »Im Januar ist die Lage deutlich entspannter und es ist für die Teilnehmer auch mal spannend und aufregend, das eigene Fahrzeug bei Eis und Schnee zu erleben und kennenzulernen«, so Müller weiter. 

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Während diese im vergangenen Jahr nur Schnee und Eis in den Höhenlagen des Schwarzwaldes erblicken konnten, dürfen sie in diesem Jahr den Winter mit all seinen Erscheinungen live erleben. »Normalerweise hatten wir geplant, mit den Fahrzeugen die Skipiste Seibelseckle heraufzufahren. Aber wegen der teilweisen Sperrung der Schwarzwaldhochstraße mussten wir umdisponieren. Wir haben wegen der Witterung übrigens für jede Strecke auch einen Plan B parat«, so Müller. 

Die meisten Oldtimer-Rallyes beschränken sich auf wenige Prüfungen. »Wir haben hier deshalb extra sehr viele­ unterschiedliche Prüfungen während der drei Tage vorbereitet«, ergänzte Rennleiter Karlheinz Schott. So stehen Sollzeit-, aber auch Gleichmäßigeitsprüfungen sowe Geschicklichkeits- und Richtzeitprüfungen auf dem Programm. »Auch eine Spaßprüfung haben wir vorbereitet, bei der die Fahrer eine abgesteckte Strecke mit einer Papiertüte auf dem Kopf absolvieren müssen, während die Beifahrer die Befehle geben«, so der langjährige Rennfahrer und Schauinsland-Sieger Mario Ketterer. 

Viele Edelmarken

Ein Porsche 356 aus dem Jahre 1955 geht als ältestes Fahrzeug an den Start. Neben vielen Edelmarken wie Porsche, Mercedes und Ferrari sind auch Kultfahrzeuge wie VW Käfer, NSU oder 3er-BMW mit am Start. Gestern standen zwei Geschicklichkeitsprüfungen auf dem Gelände der Messe Offenburg auf dem Programm. Ein Parcours auf der Eisfläche in der Eishalle war zu bewältigen und eine Zeitfahrt auf dem Freigelände. 

Nach den jeweiligen Tages­etappen wird im Gourmetrestaurant Ritter oder beim Waldspeckgrillen auf Schloss Staufenberg gefeiert. 

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