Offenburg - Rammersweier

Winzer rechnen mit sehr differenziertem Jahrgang

Autor: 
Christl Mai, Tanja Proisl
Lesezeit 3 Minuten
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24. August 2017

Solaris-Lese bei strahlendem Wetter in den Reben von Meinrad Hurst, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Rammersweier: die fleißigen Helfer mit Meinrad Hurst (mit Strohhut) und Geschäftsführer Georg Lehmann (hinten, rotes Shirt) und Kellermeister Siegfried Kiefer (vorne, rotes Shirt). ©Gisela Fischer

Mit der Ernte der Sorte Solaris begann gestern in Rammersweier die Weinlese. Auch im restlichen Rebland geht es bald los. Während es in manchen Reben gut aussieht, gibt es in anderen Schäden durch Frost und Hagel zu beklagen. 

Mit dem Einbringen von rund 6000 Kilo Solaris-Trauben in den Reben des WG-Vorstandsvorsitzenden Meinrad Hurst sowie der WG-Winzer Johann Falk, Markus Kiefer und Jürgen Walter hat gestern, zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr, die Weinlese in Rammersweier begonnen. Die Trauben dieser frühreifen Rebsorte Solaris lieferten bereits zu diesem frühen Erntezeitpunkt ein Mostgewicht von über 90 Grad Oechsle. 

Kellermeister Siegfried Kiefer und Geschäftsführer Georg Lehmann freuen sich über die gute Qualität der geernteten Trauben. Wie jedes Jahr wird die Sorte Solaris zum Wein ausgebaut und bereits in einigen Wochen auf den Markt gebracht. 
Ende August geht es mit der Lese in Rammersweier weiter. Findling- und Müller-Thurgau-Trauben aus Junganlagen liefern den ersten neuen Wein der Saison. Voraussichtlich ab Donnerstag, 7. September, ist der neue »Süße« bei der Winzergenossenschaft Rammersweier erhältlich. Mit dem Beginn der Hauptlese der Rebsorte Müller-Thurgau wird ab 11. September gerechnet. 

Findling wird geerntet

Auch bei der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg steht man in den Startlöchern.  Kommenden Donnerstag, 31. August, wollen die Winzer in Zell-Weierbach mit der Lese der früh reifenden Rebsorte Findling beginnen. Aus den Trauben wird neuer Wein. Anfang September, berichtet Kellermeister Philipp Milke, sind dann Müller-Thurgau, Regent und Cabernet Dorsa an der Reihe. »Außerdem startet dann vermutlich auch die Sektlese«, sagt Milke. 

Die Weinlese beginnt dieses Jahr früher als gedacht und müsse je nach Wetterlage auch zügig vonstattengehen, erzählt der Kellermeister der Weinmanufaktur Gengenbach–Offenburg. Fäulnis oder die Kirschessigfliege sind Faktoren, die die Winzer berücksichtigen müssen. Was optimal wäre? »Am besten geht die Lese bis in den Oktober hinein«, sagt Milke. Den Abschluss machen Riesling, Aromasorten, Sauvignon blanc und Spätburgunder. 

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Mal so, mal so

Milkes Einschätzung: »Es wird ein sehr differenzierter Jahrgang. Es gibt tolle Anlagen mit gutem Behang, es gibt aber auch Reben mit Frostschäden.« Auch Alfred Männle, Kellermeister bei der Winzergenossenschaft Durbach, rechnet mit einem differenzierten Jahrgang. Frost und Hagel, jüngst jener vor zwei Wochen, haben ihre Spuren hinterlassen. Frost sei auch für unterschiedliche Reifephasen an einem Stock verantwortlich. Das erfordere eine Lese von Hand, möglicherweise sei in den betroffenen Anlagen eine zweite Lese nötig, so Männle. 

Hoffen auf Sonne

Die Durbacher Winzergenossenschaft plant laut Männle kommenden Montag Trauben für neuen Wein zu ernten. »In den ersten zwei Septemberwochen wollen wir dann richtig loslegen. Und zwar mit der Lese von Müller-Thurgau und frühreifen Rotweinsorten«, sagt er. Der genaue Ablauf hänge natürlich vom Wetter ab – die Trauben müssen reif sein. 

Männle rechnet mit einer Lese bis Mitte Oktober und hofft auf Sonnenschein. »Der ist das Wichtigste, Regen hatten wir genug. Ein trockener Herbst wäre schön«, sagt der Kellermeister mit Blick auf die bevorstehende Weinlese. 

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