Ampel steht in drei Bereichen auf rot

Wo am Friedhof in Bühl noch nachjustiert werden muss

Autor: 
Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
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10. Juni 2021
Bei einem Ortsterminauf dem Friedhof wurden die Probleme angerissen, links Hans-Jürgen Jäger, rechts Ortsvorsteher Georg Schrempp.

Bei einem Ortsterminauf dem Friedhof wurden die Probleme angerissen, links Hans-Jürgen Jäger, rechts Ortsvorsteher Georg Schrempp. ©Martin Röderer

Entwicklungskonzept Ortsteilfriedhöfe: Der Bühler Friedhof weist genügend Bestattungsfläche auf. Die alte Sandsteinmauer und die Wegeeinfassungen stehen im Fokus, ein Parkcharakter soll das Ziel sein.

Bereits im November 2020, als die Friedhofsgebühren neu festgelegt wurden, hatte Hans-Jürgen Jäger, Abteilungsleiter Friedhöfe bei den Technischen Betrieben Offenburg (TBO), im Bühler Rat angekündigt, im Frühjahr eine Beratungsrunde über die Entwicklung der Ortsteilfriedhöfe zu starten. Um im Juli im Technischen Ausschuss berichten zu können, war deshalb eine Vorberatung im Bühler Ortschaftsrat erforderlich.

Bei einem Termin vor Ort sowie bei der anschließenden Sitzung stellte Jäger das Entwicklungskonzept vor. Der 1840 außerhalb der Ortsgrenzen angelegte Friedhof weist 0,2 Hektar auf und hat 192 Grabstellen. Im vergangenen Jahr wurden bereits mehrere Maßnahmen ausgeführt, das Gesamtbild konnte hiermit deutlich verbessert werden. Bei den historischen Grabdenkmälern wurden Stauden-Baumgräber angelegt, ein Teil der Mauer zwischen dem alten und neuen Friedhof wurde saniert.

Dass der Friedhof auch im sozialen Bereich eine große Bedeutung aufweist, zeigte sich beim Ortstermin: Man trifft sich zum Gießen, hält ein Schwätzchen. „Die Freiflächen in Bühl sind ausreichend für zukünftige Bestattungen, unser Ziel ist ein einheitliches Grabangebot auf allen Friedhöfen“, blickte Jäger in die Zukunft. Auch wenn in Bühl im vergangenen Jahr lediglich zehn Bestattungen vorgenommen wurden, dies entspricht auf die gesamtstädtischen 664 Bestattungen 1,5 Prozent, wird in den Friedhof anteilmäßig mehr investiert.
Nicht alles sei jedoch sofort machbar. „Wir müssen uns ein bisschen vom Perfektionismus verabschieden, 100 Prozent sind nicht erreichbar.“ So wurde auch deutlich, dass keine Grabverschiebungen durchgeführt werden, um die Wege zu begradigen. „Mit Feuerbestattungsmöglichkeiten ist Bühl gut aufgestellt, die Tendenz geht eindeutig in diese Richtung, inzwischen sind wir gesamtstädtisch gesehen bei 70 Prozent angelangt“, erklärte Jäger.

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In der Bewertungsmatrix stehe die Ampel in drei Bereichen auf dem Bühler Friedhof auf Rot, ansonsten größtenteils auf Grün. So weise ein Teil der Einfriedung, bestehend aus Naturstein, eine Schräglage auf. „Nur weil die Mauer schräg verläuft, wird nicht zwingend ein Handlungsbedarf daraus“, so Jäger. Selbstverständlich werde bei Gefahrenlagen zeitnah reagiert.

Fahrradabstellbügel

Die zweite „Rotphase“ leuchtet im Bereich der Wege auf, es handelt sich um wassergebundene Wege ohne Einfassungen. Wunsch des Ortschaftsrats war, hier kurzfristig Verbesserungen herbeizuführen, auch durch das Setzen von Kantensteinen. Hier musste Jäger auf den Zeitraum ab 2024 vertrösten, dort erfolge eine Nachsteuerung der gesamten Maßnahmen. „Fahrradabstellbügel nicht vorhanden“, so lautet der dritte Roteintrag auf der Bewertungsmatrix. Hier war man sich einig, dass dies alsbald zu erledigen wäre, der Standort ist neben dem Abfallbereich am Rande des Parks vorgesehen.

„Eine Symmetrie und eine klare Struktur im Bereich der Wege sollte vorhanden sein“, wies Ortsvorsteher Georg Schrempp auf den Hauptwunsch der Räte hin. Einig war man sich auch, dass sich der Gottesacker immer mehr zu einem Friedhof mit einem Parkcharakter entwickeln sollte.

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