Neuried

Zahlenwerk des Verbandes

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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20. November 2020

Sauber kalkuliert hat Verbandsrechner Roman Schäffer sowohl den Jahresabschluss 2019, als auch den Wirtschaftsplan 2021. ©IWO

Die Vertreter des Abwasserverbandes Neuried/Schutterwald nahmen den Jahresabschluss 2019 und den Wirtschaftsplan 2021. Verbandsrechner Roman Schäffer präsentierte die Zahlen.

Zahlen bildeten einen wesentlichen Bestandteil der aktuellen Sitzung des Abwasserverbands Neuried/Schutterwald am Montag. Behandelt wurden einmal der Jahresabschluss 2019 und der Wirtschaftsplan 2021. Verbandsrechner Roman Schäffer zog zunächst Bilanz für 2019. 

Die Bilanzsumme lag bei 3,34 Millionen Euro, unter dem Strich stand ein Verlust in Höhe von rund 0,301 Millionen Euro (kalkuliert waren rund 0,30 Millionen), der über eine Sonderabschreibung der Sonderposten ausgeglichen wurde. Das Eigenkapital des Verbands lag bei 2,07 Millionen (Vorjahr: 2,20 Millionen), die Verbindlichkeiten lagen bei rund 1,27 Mio. Euro. (Vorjahr: 1,43 Millionen).

Größere Posten

Markante Posten auf der Einnahmenseite waren Betriebskostenumlagen (rund eine Million Euro), Abwasserabgaben-Erstattungen (rund 34 000 Euro) und Stromverkaufserlöse (rund 18 700 Euro). Die endgültigen Betriebskosten- und Zinsumlagen lagen 2019 bei rund 1,08 Millionen, im Planansatz waren sie mit rund 1,03 Millionen kalkuliert worden. Die Ausgabenseite (Gesamtumfang: rund 1,38 Millionen) wies als größte Posten Personalkosten (rund 0,39 Millionen), Abschreibungen (rund 0,38 Millionen) sowie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (rund 0,29 Millionen) aus.

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Schäffer merkte in seinen begleitenden Bemerkungen an, „dass gutes Personal Geld kostet“. Die Mitarbeiter seien unter anderem in Sachen Aus- und Fortbildung auf beständig aktuellem Stand. An baulichen Maßnahmen wurde der kalkulierte Ansatz von rund 0,36 Millionen am Ende mit rund 0,17 Millionen nicht ausgeschöpft. Umgesetzt wurden unter anderem die Dachsanierung des Betriebsgebäudes (0,11 Millionen) und bauliche Maßnahmen rund um die Belebungsbecken (0,03 Millionen). 

Während die Tilgung (0,04 Millionen) nahezu planmäßig ausfiel, führte der Verbandsrechner aus, dass die Verbandsgemeinden im Zeitraum zwischen 1978 und 2019 einen Umlagen-Betrag von insgesamt rund 37,5 Millionen Euro an den Verband gezahlt hätten. „Insgesamt ist der Abwasserverband finanziell gut aufgestellt“, bilanzierte Roman Schäffer. Konstant vorzunehmende Abschreibungen würden jedoch dafür sorgen, dass auch in den kommenden Jahren immer wieder Verluste anfallen würden. 

Vorausgeschaut wurde anschließend mit den Zahlen des Wirtschaftsplans 2021. Der Verbandsrechner stellte dar, dass mit Erträgen von 1,12 Millionen und Aufwendungen von 1,40 Millionen sowie einem Jahresverlust von 0,29 Millionen kalkuliert werde. Die Betriebskostenumlage bleibt die wichtigste Finanzierungsquelle des Erfolgsplans, teilt sich auch 2021 in Zins- (17 000 Euro) und Betriebskostenumlage (1,03 Millionen) auf. Der Aufwand steige laut Schäffer weiter an, vor allem wegen notwendiger Unterhaltungsarbeiten, zum Beispiel auf der Kläranlage.

Der Vermögensplan wird mit 0,72 Millionen kalkuliert, unter anderem aufgeteilt in Abschreibungen (0,34 Millionen) und Investitionen (0,38 Millionen). Baulich soll vor allem im Bereich Sammler und Hebewerksbereich (0,11 Millionen) einiges getan werden. Schulden sollen, da keine Kreditaufnahme geplant ist, von rund 1,171 Mio. auf 1,126 Millionen weiter abgebaut werden. Die Verbandsversammlung nahm Jahresbilanz 2019 und Wirtschaftsplan 2021 jeweils einhellig zustimmend zur Kenntnis.

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