Offenburger Kneipen-Kompass

Zauberflöte-Bar: Hipstertum und Vintage-Eleganz

Marc Mudrak
Lesezeit 2 Minuten
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02. April 2016

(Bild 1/14) ©Lukas Habura

Der erste Eindruck in der Zauberflöten-Bar kurz nach Mitternacht: schick-schummrig. Was taugt das Lokal mit seinem Anflug von Hipsterstum und Vintage-Eleganz? Jedenfalls zu mehr als nur für einen stilvollen Absacker.

Mitternacht ist schon vorbei. Die Offenburger Straßen sind in schummriges Nachtdunkel getaucht und so müssen sich die Augen dessen kaum umgewöhnen, der um diese Uhrzeit die Bar der Zauberflöte betritt. Der Weg dorthin führt über einen Seiteneingang. Von oben dringt Lachen in das Treppenhaus.

Vor dem Eingang der Bar stehen einige Gäste, geschätzt Mitte 20, die Gläser in den Händen und fröhlichen Plauderton auf den Lippen. In der Bar ist das Licht gedämpft, die Wände dunkelgrün, die Sofas mit dunklem, elegantem Leder überzogen. Der Bass der Barmusik wummert, ohne aufdringlich zu sein. Der erste Eindruck: schick-schummrig.

Der Blick fällt nach dem Öffnen der Tür auf die Theke. Dahinter steht der Barkeeper der Zauberlöte. Er ist Anfang 20, trägt Bart, das schwarze Haupthaar streng nach hinten gekämmt, hat Hosenträger, Hemd und Schürze. Klassisch-elegant. Und das ist Absicht. »Meine Vorbilder sind die Barkeeper von früher«, sagt der junge Mann, der zwischen dem Mixen der Getränke immer wieder einen Plausch mit Gästen hält. Man kennt sich.

Satire auf den Schwarzwald-Kitsch

Das Bier kommt, und beim Trinken können sich die Gäste locker unterhalten. Die kleinen Gruppen, aus denen sich das Publikum in dieser Nacht zusammensetzt, bleiben unter sich. Dabei ist die Stimmung entspannt, die meisten Ausgänger sind locker, sommerlich gekleidet, irgendwas zwischen schick und hip. Einige sitzen auf den Barhockern an der Theke, andere stehen an der Bar oder lehnen entspannt, die Arme ausgebreitet, auf den Ledersofas.

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Durch die Bar weht ein Hauch von Berlin. Ein Anflug von Hipstertum und Vintage-Eleganz, wobei Letzteres schnell ironisch gebrochen wird. Die gelbstrahlende Kuckucksuhr an der Wand ist geziert mit kleinen Engelchen – sowie einem weißen Totenschädel und Knochen aus Holz. Eine Satire auf den Schwarzwald-Kitsch.

Außerdem wäre es in Berlin dreckiger, wilder. Die Zauberflöte ist nach Mitternacht ein entspannter, gediegener, fröhlicher Ort.

Hier geht es zurück zur Gesamtübersicht über den Offenburger Kneipen-Kompass .

 

Info

Schnellcheck

Name: Zauberflöte Bar

Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 19 - 3 Uhr, Freitag - Samstag 19 - 5 Uhr

Getränke: Bier 4,50 Euro, Gin Tonic 8 Euro

Stil: lässig-elegant, stilvoll-alternativ

Publikum: gemischt, eher unter 40

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