Neuried

Zehn Gemeinden und der Verkehr

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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14. Februar 2020

Beim Workshop zum Thema Verkehr ging es vor allem um Teamarbeit. ©Hans Weide

Das Handy liegt näher als der Autoschlüssel: Wie zehn Kommunen den Nahverkehr zwischen sich optimieren wollen.

„Mobilität endet nicht an der Gemarkungsgrenze“, unter diesem Motto haben sich zehn Ortenauer Kommunen (siehe Hintergrund) zu einem Mobilitätsnetzwerk Ortenau zusammengeschlossen. Sie wollen den Nahverkehr in und zwischen den Gemeinden verbessern und optimieren. Am Dienstag fand ein zweiter Beteiligungsworkshop für Vertreter der entsprechenden Gemeinden im Regenbogensaal der Kita Altenheim statt. Referenten waren Otmar Seckinger und Michael Beyer vom Büro „insertEFFECT aus Nürnberg. 

Erstes Projekt

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Friesenheims Bürgermeister Erik Weide – einer der drei Geschäftsführer des Netzwerks, der den Gastgeber, Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer, vertrat. Unter anderem sagte er, dass das Projekt bundesweit das erste seiner Art sei und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert werde. Im Hinblick auf die gemeinsamen Themen arbeite man außerdem mit dem Büro „Endura kommunal“ zusammen. Dazu begrüßte Weide die Vertreterin des Projektes Mona Stammer. 

Weide umriss noch einmal die Ziele des Mobilitätsnetzwerkes in einer kurzen Zusammenfassung. Dazu gehören: 

◼ Durch regelmäßigen Austausch die Zusammenarbeit der Kommunen optimieren;

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◼ mit Fördermitteln Wissensaufbau vorantreiben (drei  Fachbüros);

◼ den Gesamtaufwand für die interkommunalen Mobilitätsprojekte minimieren. Dazu gehören Daten sammeln und aufbereiten, und dem Landrat für die Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Mit multimodalen Systemen, gemeindeübergreifendem Radverkehr und Vernetzung der Mobiliätsangebote in einer App habe das Netzwerk bereits drei Themenschwerpunkte bearbeitet. Das Thema des heutigen Workshops sei „Vernetzung der Mobilitätsangebote in einer App“. Nachdem seine Ausführungen von Mathias Kassel von der Stabsstelle „Mobilität und Zukunft“ aus der Sicht der Stadt Offenburg ergänzt wurden, stiegen, nach einer entsprechenden Einführung durch die Referenten, die an acht Tischen verteilten in die Arbeit ein.

Auf dem Programm standen: Fragestellung und Personas. Wo wird Mobilität benötigt? Wie kann eine App helfen? Erstellung einer App. Dazu gab es eine Power-Point-Präsentation und viel Arbeitsmaterial.

Über die Vorstellung hinaus wurde bereits auf Anregung der Referenten der jeweilige Kenntnisstand der Personen zum Thema an den Tischen ermittelt. Zur Beantwortung der Frage „Wo wird Mobilität benötigt“?, waren große Bögen mit Namen von fiktiven Personen vorbereitet, die in völlig unterschiedlichen Verhältnissen leben. 

Damit sollten vor allen Dingen der sehr unterschiedliche Bedarf an Mobilität und entsprechende Schwerpunkte als Voraussetzung für die Beantwortung der zweiten Frage – wo und wie kann eine App helfen?, ermittelt werden.

Das nach vier Stunden anstrengender, aber auch spannender Arbeit ermittelte Ergebnis dürfte aufschlussreich für die weitere Arbeit des Netzwerks sein. 
Außerdem wurde nochmals die Aussage des Büros, „Das Handy liegt näher als der Autoschlüssel“, damit unterstrichen.

Hintergrund

Zehn beteiligte Gemeinden

Die zehn Gemeinden des Netzwerks: Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstätt. Weitere haben Interesse angemeldet. Endura kommunal ist das Netzwerkmanagement und unterstützt Kommunen im Mobilnetzwerk in Zusammenarbeit mit verschiedenen Mobilitätsexperten und Fachbüros. Dabei werden gemeinsame Maßnahmen konzipiert. Darüber hinaus sammelt das Netzwerk beispielhaft Lösungen und Informationen aus den einzelnen Kommunen und stellt sie dem gesamten Netzwerk zur Verfügung.

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