Zell am Harmersbach

"Zell 2030": Bürger gestalten ihre Stadt mit

Autor: 
Dietmar Ruh
Lesezeit 2 Minuten
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13. Februar 2016

Wo steht Zell a. H. im Jahr 2030? Ein Forschungsprojekt mit Bürgerbeteiligung soll dazu in den nächsten zwei Jahren Anworten liefern. ©Mario Demuth

Die Stadt Zell möchte ein Stadtentwicklungskonzept »Zell 2030« in Angriff nehmen. Hilfreich bei dieser Aufgabe ist die Tatsache, dass Zell im Juni 2015 vom Bundesbauministerium als Modellkommune für ein Forschungsprojekt ausgewählt wurde und der Stadt dadurch kompetente Hilfe zur Seite steht. Auch die Bürger sollen ihre Ideen einbringen.

 »Es war eine meiner ersten Dienstreisen«, erinnert sich Zells Bürgermeister Günter Pfundstein an den Termin in Berlin im vergangenen Jahr, als ihm Bundesbauministerin Barbara Hendricks zur Auswahl als Modellkommune gratulierte. »Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen« nennt sich das Projekt des Ministeriums und in Zell sollen wie in sieben weiteren Modellgemeinden diese Potenziale entdeckt und gefördert werden. Das Ministerium möchte neue Erkenntnisse gewinnen, die acht Gemeinden dürften am Ende von einem Stadtentwicklungskonzept profitieren. Für professionelle Begleitung, Reisen und Veranstaltungen stehen jeder Gemeinde 70 000 Euro  Fördergelder zur Verfügung.
Der Projektstart mit einem Auftaktgespräch Mitte März ist in Sicht und Günter Pfundstein nahm dies gestern zum Anlass, um nochmals bei den Zellern um tatkräftige Mitarbeit zu werben. An insgesamt sechs Wochenenden im Laufe von zwei Jahren sollen nämlich in sogenannten »Fachwerkstätten« nicht nur die Experten über Problemen, Lösungen und Visionen für Zell brüten, sondern auch ein »bunt gemischter Personenkreis« (Pfundstein) aus Einwohnern und Stadträten Zells. 
Mitdenker willkommen
Fünf Rückmeldungen von Zellern hierzu erreichten nach der ersten Vorstellung des Projekts bereits das Rathaus, der Arbeitskreis darf aber rund 20 Personen umfassen. Interessenten können sich daher beim Bürgermeister oder Hauptamtsleiter Ludwig Börsig noch melden.
Doch was bedeutet das Projekt konkret? »Wir wollen Zell nicht neu erfinden, aber optimieren«, beschreibt Günter Pfundstein. Und so werden in der Fachwerkstatt unter anderem die Themen Verkehrsproblematik, Einzelhandel, Tourismus, Ärzteversorgung und das Erscheinungsbild unter die Lupe genommen und diskutiert. Zudem sollen mögliche Szenarien für die Zukunft Zells entwickelt werden. 
Zuvor sollen in einer Bürgerversammlung im Mai Schwächen und Stärken Zells sowie Ideen gesammelt werden.  
»Am Ende des Projekts wird dann geprüft, was möglich und realistisch ist, danach entscheidet der Gemeinderat«, so Pfundstein, der betont, dass  ein so gewonnenes Stadtentwicklungskonzept nicht in der Schublade verstauben soll. »Die Umsetzung ist mein fester Wille«, bekräftigt er.
Der Start des Projekts hat sich etwas verzögert, da vom Bundesministerium die zunächst vorgesehenen Experten ausgetauscht wurden. Die Zeller werden nun von hochrangigen Vertretern der Hochschule Neubrandenburg unterstützt.

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