Zell am Harmersbach

Zell hat jetzt ein Goldenes Buch

Autor: 
Dietmar Ruh
Lesezeit 3 Minuten
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30. Dezember 2015

Stolz präsentiert Bürgermeister Günter Pfundstein das erste Goldene Buch der Stadt Zell. Rechts die nicht minder repräsentative Einlegekassette. ©Dietmar Ruh

Beim traditionellen Silvesterempfang der Stadt Zell wird es heute eine Premiere geben: Bürgermeister Günter Pfundstein präsentiert das neue Goldene Buch der Stadt. Übrigens das erste, das Zell jemals hatte.

So ziemlich alle Kommunen haben eins, die Stadt Zell a. H. nun auch: Im Goldenen Buch einer Gemeinde verewigen sich in der Regel prominente Besucher, der entsprechende Eintrag krönt so manche Stippvisite. Die Stadt Zell hatte bislang kein solches Buch, das schon durch seine Aufmachung etwas Besonderes darstellt.

Warum in Zell noch nie Bedarf für solch ein Repräsentationsobjekt bestand, weiß im Rathaus niemand so genau. »Es war nie ein Thema«, so Hauptamtsleiter Ludwig Börsig und auch Bürgermeister Günter Pfundstein, seit Juni im Amt, zuckt ratlos mit den Schultern. Es gab eben keins und genau diese Tatsache ist Pfundstein schon bald nach seinem Amtsantritt aufgefallen. Und der neue Bürgermeister wollte dies ändern.
Rechtzeitig zum Silvesterempfang ist das allererste Goldene Buch der Stadt Zell nun fertig geworden. Und das 30 mal 30 Zentimeter große Ergebnis klassischer Buchkunst kann sich sehen lassen: Ein schwarzer Ledereinband umgibt rund 800 Seiten aus Büttenpapier mit Goldschnitt, auf dem Einband prangen golden die Wappen von Zell und seinen Ortsteilen.

Ist das Buch nicht im Einsatz, schützt eine mit Samt ausgeschlagene Einlegekassette das Unikat, das laut Bürgermeister Pfundstein sicher im Archiv der Stadt verwahrt werden soll. Rund 1500 Euro hat Zell für sein Goldenes Buch ausgegeben, den Zuschlag erhielt die örtliche Druckerei Fuchs, die bei der mehrmonatigen Herstellung mit weiteren spezialisierten Firmen zusammenarbeitete.
»Demnächst wird der Gemeinderat einen Leitfaden aufstellen, wer sich im Goldenen Buch verewigen kann«, kündigte Günter Pfundstein am Mittwoch im Rathaus an. Namentlich erwähnt werden sollen prominente Gäste der Stadt, vor allem  aber auch Zeller, die sich besondere Verdienste erworben haben.

Erste Seiten sind gefüllt

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Im Buch sind die ersten Seiten bereits gefüllt: So ist eine kurze, chronologische Abhandlung der Stadtgeschichte enthalten. Danach folgt eine Auflistung der Ehrenbürger der Stadt, der Träger des Ehrenrings sowie der Zeller, die mit der Bürgermedaille geehrt wurden. Nach allen Namen ist noch seitenweise Platz, denn die Liste der Geehrten soll ja weitergeführt werden. Der Hauptteil der Seiten ist Einträgen hochkarätiger Gäste vorbehalten.

Stichtag aller Eintragungen ist Silvester 2015, das heißt, die Namen aller bisher bereits Geehrten sind gedruckt, später hinzukommende Namen werden handschriftlich in Schönschrift eingetragen. Monika Schätzle vom Bauamt hat wohl die schönste Handschrift innerhalb der Verwaltung und wird zunächst diese Aufgabe übernehmen. »Es darf aber auch jeder selbst seinen Namen reinschreiben«, kündigt Bürgermeister Pfundstein an.
Seine Premiere erlebt das Goldene Buch der Stadt beim heutigen Silvesterempfang im Kulturzentrum. Günter Pfundstein wird das Buch vorstellen und der erste neue Eintrag gebührt danach Bianca Zimmermann, die dieses Jahr Weltmeisterin im Sportkegeln geworden ist. Im Anschluss dürfen auch alle Würdenträger der Stadt, deren Namen im Buch gedruckt sind, ihre Unterschriften hinter ihre Namen setzen. Beim anschließenden Stehempfang liegt das Buch zur Einsicht aus.

Die Feiern an Silvester in Zell werden so ablaufen, wie es schon seit Jahren Brauch ist: Um 14.30 Uhr werden Bürgerwehr, Trachtenfrauen und Stadtkapelle vor dem Rathaus aufmarschieren. Nach einer Rede von Bürgermeister Günter Pfundstein folgt mit einem Salutschuss der Bürgerwehr der erste Silvesterkracher.

Um 15 Uhr findet der Em­pfang im Kulturzentrum statt. Bürgermeister Günter Pfundstein wird die Rede zum neuen Jahr halten, bevor er Bürger ehrt, die sich in Gesellschaft, Sport und Kultur besondere Verdienste erworben haben.

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