28 Kinder bei Wind und Wetter unterwegs

Zells Sternsinger sammelten über 10 000 Euro

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 3 Minuten
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09. Januar 2018

Vier der 28 Sternsinger aus Zell a. H.: Felix Riehle (von links), Max Börsig, Niklas Stubert und Lukas Nike machte das Sternsingen offensichtlich Spaß. ©Gisela Albrecht

Erschwerte Bedingungen hatten die Sternsinger im diesem Jahr auch in Zell: Der lang anhaltende Regen machte die Aktion zu einer Herausforderung. Das neue Leitungsteam aus Bruder Markus Thuer, Bruder Berthold Oehler vom Kapuzinerkloster und Peter Albrecht vom Gemeindeteam zog dennoch eine positive Bilanz: 28 Kinder waren mit acht Begleitern unterwegs und sammelten 10 500 Euro für die gute Sache.
 

Die Klosterhalle wurde zur Zentrale der Sternsingeraktion: Hier trafen sich die Kinder zum Umziehen und an improvisierten Kleiderstangen hatten alle 50 Gewänder Platz zum Aufhängen und Trocknen. Es gab genügend Gewänder, so dass kein Kind das nasse Kleid vom Vortag anziehen musste. In der Klosterhalle hatte jede Gruppe ihren eigenen Tisch. Das Essen wurde dort eingenommen, sich ausgeruht und die Routen der einzelnen Gruppen geplant. 

Diese Planung war eine logistische Herausforderung und die Aufgabe von Peter Albrecht. Da man nicht genau einschätzen kann, welche Strecke die Kinder schaffen können, musste die Routenplanung laufend neu angepasst werden. 

Ein Fahrdienst war in Rufbereitschaft, um entfernt laufende Sternsinger abzuholen. Am ersten Tag gab es einen Defekt am Pfarrbus, der aber gleich repariert werden konnte. Ein Vater übernahm die Fahrten im Ortsteil Kirnbach, Roth und Grün, zwei Gruppenbegleiter mit Führerschein konnten die entfernt liegenden Ortsteile und Höfe in Oberentersbach, Hinterhambach, Schottenhöfen bis Mühlstein anfahren. Weitere Helferinnen waren Gisela und Friederike Albrecht sowie Cäcilia Schnaiter, die beim Ankleiden der Sternsinger halfen, bei der Essensausgabe und Geschirr spülen, Kakao kochen am Nachmittag und einfach als Ansprechpartner für die Kinder und Eltern da waren.

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Die für die Kinder sehr wichtige Aufgabe der Verteilung der Süßigkeiten übernahmen Gisela und Friederike Albrecht. Besorgte Fragen der Mädchen und Jungen, ob jedes Kind auch wirklich gleich viel bekommt, machte die Verteilung in 36 gleiche Tüten zu einer schwierigen Angelegenheit. Aber am Ende waren alle Kinder und Begleiter zufrieden – alle Tüten waren übervoll und gleich schwer.

Spendenhöhe stieg

Bei Bruder Markus gaben die Kinder ihren gefüllten Spendenbüchsen ab. Das Münzgeld kam in den Geldzählautomat. Die Scheine wurden per Hand gezählt. Die Spendenhöhe wurde den Kindern sofort mitgeteilt und so konnten sie mitverfolgen, wie der Betrag mit jedem ihrer Einsätze immer höher wurde. Eine spannende Erfahrung für die Kinder, die auch zur Motivation beitrug, sich nach der Mittagspause wieder  nach draußen in den Regen zur nächsten Tour zu begeben.
Bruder Berthold kümmerte sich überwiegend um die Versorgung der Sternsingergewänder und half überall mit, wo er gebraucht wurde.

Das Kindermissionshilfswerk hat das Dreikönigssingen unter das Motto gestellt: Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit. Am Feiertag Dreikönig hielt Bruder Markus in der Pfarrkirche die Predigt zum Evangelium, das von den Sterndeutern handelt, die auf dem Weg zur Krippe in Bethlehem waren. Die Legende hat den Sterndeutern Namen gegeben und aus ihnen Könige gemacht: Caspar, Melchior und Balthasar. 

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