Marodes Reetdach hat ausgedient

Ziegeldach für den Historischen Speicher Oberharmersbach

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 2 Minuten
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23. Juni 2018

Der Historische Speicher neben dem Rathaus Oberharmersbach ist ein Blickfang. ©Gisela Albrecht

Der Historische Speicher in Oberharmersbachs Ortsmitte soll künftig mit Ziegeln eingedeckt werden. Das Gebäude hat bislang ein Reetdach,  das allerdings in die Jahre gekommen ist.

In der Gemeinderatssitzung am Montagabend in Oberharmersbach stand die geplante Neueindeckung des Historischen Speichers auf der Tagesordnung. Mit acht Ja-Stimmen und fünf Nein-Stimmen wurde nach längerer Diskussion für die Eindeckung mit Ziegeln gestimmt.

Für die notwendig gewordene Sanierung des Speicherdachs standen drei Varianten zur Diskussion: Die Neuein­deckung in Reet, die Neuein­deckung zum Teil mit Reet (vorderer Walmbereich) und zum Teil mit Ziegeln oder die komplette Neueindeckung mit Ziegeln. Die voraussichtlichen Kosten und Zuschüsse in einem Zeitraum von 30 Jahren wurden vorgestellt. Das Reetdach ist mit einer bereits eingerechneten turnusgemäßen Erneuerung nach 15 Jahren mit rund 120 000 Euro die teuerste Variante. Die Möglichkeit der Kombination aus Reet- und Ziegeleindeckung kommt auf 42 000 Euro. Variante 3 nur mit Ziegeln ist mit 23 000 Euro am billigsten.

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Die Verwaltung hat den Historischen Verein um eine Stellungnahme gebeten, die am Montagabend verlesen wurde. Der Vorstand des Vereins spricht sich mehrheitlich für eine einheitliche Eindeckung mit Reet aus, da dies die optisch ansprechendste Variante sei. 

Auch eine alternative Teil­eindeckung sei denkbar, führt der Verein weiter aus. Grundsätzlich solle der Gemeinderat eine Entscheidung treffen, die alle in der letzten Sitzung angeführten Aspekte berücksichtigt, wünscht sich der Verein, der die Stellungnahme nicht als Forderung verstanden wissen wollte. Über die Varianten, ihr Erscheinungsbild am Speicher und die Kosten entwickelte sich eine ausführliche Diskussion. Neu in die Diskussion wurde der Vorschlag gebracht, das Dach mit Biberschwänzen einzudecken. Dazu wäre aber eine Ertüchtigung des Dachstuhls erforderlich.

Abschließend forderte Bürgermeister Richard Weith die Gemeinderäte zur Abstimmung auf. Die Variante drei, also die reine Ziegel­eindeckung, erhielt die Mehrheit. 

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