Würdigung verdienter Sänger

Zukunft der Chöre war Thema in Feierstunde des Chorverbands

Autor: 
Thorsten Mühl
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21. März 2018

Besondere Ehrung (von links): die Bezirksvorsitzende Gudrun Voss, die geehrten Max Grundrich und Wolfgang Fischer und OCV-Präsident Johannes Hasenohr-Fey. ©Thorsten Mühl

Zur Würdigung verdienter Sängerinnen und Sänger des Bezirks richtete die Offenburger Bezirksgruppe im Ortenauer Chorverband (OCV) am Sonntagmorgen in Rammersweier eine Feierstunde aus. 42 Ehrungen standen dabei im Mittelpunkt. Dabei sprach der OCV-Präsident auch die Zukunft der Chöre an.

Singen im Chor – eine überholte, gar verstaubte Angelegenheit? Ein klares Nein auf das heutzutage immer wieder kursierende Vorurteil hat Johannes Hasenohr-Fey am Sonntagvormittag in Rammersweier zum Ausdruck gebracht. Der Präsident des Ortenauer Chorverbands äußerte sich in seiner Ansprache zur Feierstunde für verdiente Sängerinnen und Sänger der Bezirksgruppe Offenburg im OCV. 

»Widersprechen wir all den Bedenkenträgern, die uns den bevorstehenden Niedergang des Singens im Chor einreden wollen. Reden wir davon, dass uns das Singen im Chor Freude macht, und wie sehr wir alle davon profitieren können«, sagte Hasenohr-Fey. (Chor-)Gesang erfordere einerseits im Vergleich zu anderen Musikern keinen zu großen Aufwand. Die Stimme sei des Musikers einziges Instrument, »wir sprechen mit unserer Stimme unsere Zuhörer unmittelbar und direkt an«, führte Hasenohr-Fey aus. 

Auch Anforderungen

Was aber zum einen »Freude und ein Stück Lebensqualität« vermittle sowie jedem Einzelnen die Möglichkeit biete, Musik nach seinem Geschmack zu finden, stelle andererseits auch Anforderungen. »Im Chor zu singen, ist nicht nur eine Frage der Freude, sondern setzt persönliches Bemühen und damit auch Training voraus«, erinnerte der OCV-Präsident – zumal es beim Chorgesang außerdem nicht um den Einzelnen, sondern das Miteinander, die Gemeinschaft gehe. Hier entstehe Kameradschaft, unterstrich Hasenohr-Fey. »In dieser singenden Gemeinschaft sind die Mitsänger auf uns angewiesen, genauso, wie wir auf unsere Mitsänger angewiesen sind«.

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Damit Chorgesang auch zukünftig erhalten bleibe, und erfolgreich betrieben werden könne, müsse das Ziel darin bestehen, »unsere Chöre am Leben zu erhalten«. Das könne durch die stete Unterstützung engagierter Chorleiter bestehen, ebenso darin, Lieder mit anderen Texten und Rhythmen ins Repertoire aufzunehmen. Allerdings nicht zum Preis, dass sich Sängerinnen und Sänger verbiegen sollten. Die markante stimmliche Handschrift eines Chors sollte erkennbar bleiben, »es gibt gute Beispiele für attraktive Chöre, die sowohl mit traditionellem als auch neuem Liedgut einen erfolgreichen Weg eingeschlagen haben«, erinnerte Hasenohr-Fey. 

Dank an die Jubilare

Den Jubilaren, die dem Chorgesang über viele Jahrzehnte treu blieben, sprach er im Namen des Verbands »tief empfundenen Dank für die viele Zeit und das Engagement, welches Sie uns geschenkt haben« aus. Die durch Hasenohr-Fey und die Bezirksvorsitzende Gudrun Voss vorgenommenen Ehrungen (wir werden noch gesondert berichten) wurden durch den Rammersweierer Gesangverein »Eintracht« unter Leitung von Dirigentin Alexandra Lauer und Klavierbegleitung von Adrian Sieferle begleitet. 

Zwei besondere Auszeichnungen stellten jeweils 25 Jahre, von Wolfgang Fischer (Sängervereinigung Zunsweier) als Vorstandsvorsitzender, und von Max Grundrich (MGV Eintracht Weier/SB »Liederkranz« Niederschopfheim) als Chorleiter dar.

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