Durbach

Zwei Durbacher Winzer äußern sich zum Vollernter

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 2 Minuten
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17. September 2020
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Archivbild ©Volker Gegg

„Der Einsatz wird noch weiter zunehmen“: Der WG-Chef und ein Weingut-Betreiber  aus Durbach äußern sich über den Vollernter.

Unter dem Titel „Mit dem Vollernter in die Steillage“ hatten wir über die maschinelle Weinlese im Durbacher Weingut Freiherr von Neveu berichtet. In diesem Zuge haben sich auch zwei weitere Weinfachleute aus Durbach zum Vollernter-Einsatz geäußert.

„Auch bei uns werden mittlerweile bis zu zwei Prozent der Rebfläche mit einem Vollernter gelesen“, sagt Stephan Danner, Geschäftsführer der Durbacher Winzergenossenschaft. Die Technik sei mittlerweile sehr gut und werde wohl noch besser. In Jahren ohne großen Bodritis-Befall wie in diesem Jahr sehe er auch keine größeren Qualitätisprobleme. „Ich denke, auch bei uns wird der Einsatz mit den Jahren langsam aber sicher zunehmen – auch aus wirtschaftichen Überlegungen“, so Danner. 
Es werde immer schwieriger, für freigewordene Rebflächen neue Bewirtschafter zu finden. „Bei Neuananlagen beraten wir unsere Mitgliedswinzer dahingehend, ihre Rebfächen für den Einsatz von Vollerntern vorzubereiten.“ 

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Erfolgreicher Probelauf

Thomas Männle vom Schwarzwald-Weingut Andreas Männle äußert sich zum Thema Vollernter wie folgt: „Wir hatten im vergangenen Jahr einen Probelauf mit einem Vollernter auf einem 30-Ar-Rebgrundstück – mit Erfolg.“ Auch für sein Weingut wird es immer schwerer, „jedes Jahr geeignete und ausreichend Erntehelfer nach Durbach zu bekommen“. Darüber hinaus kämen die langjährigen und treuen Helfer aus der Region „langsam in die Jahre“. 

Die Lesequalität eines modernen Vollernters sei gut. Nur wenn in einem Jahr viel Fäule auftauche, sehe er es als schwierig an, „da die meisten Schadstellen mittendrin sind und sonst nur mit gezielter Handlese qualitativ gelesen werden könne“. Hier müsste also dem Vollernter-Einsatz eine sehr gute Vorlese vorangehen. 

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