Konzerte mit Nordracher Stubenmusik und Wandererchor

Zwei Gruppen ergänzen sich ideal

Autor: 
Karl Joggerst
Lesezeit 2 Minuten
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06. Dezember 2018

Die Stubenmusik spielte und sang adventliche Weisen. ©Karl Joggerst

Zweimal hatten die Nordracher Stubenmusik und der Windschläger Wandererchor am Wochenende zu einem besinnlichen Stubenmusikabend mit einem vorweihnachtlichen Konzert eingeladen.

Am Freitagabend traten die Nordracher Stubenmusik und der Windschläger Wandererchor im Nordracher Pfarrheim auf, am Samstagabend in der Windschläger Festhalle. Beide Konzerte waren ausverkauft.

Ideale Ergänzung

Die beiden Formationen ergänzen sich ideal: Die Ins­trumentierung der Nordracher Stubenmusik mit Zither/Akkordeon (Susanne Hansmann), Hackbrett (Luitgard Bieser), Gitarre (Georg Wimmer) und Kontrabass/Steirische Harmonika (Antonia Haas), gaben dem Abend ein alpenländisches Gepräge. Neben Instrumentalstücken ließen Antonia Haas, Susanne Hansmann und Luitgard Bieser auch in abwechselnden Gesangs-Duetten mit alten Volksweisen und gefühlsbetonten Texten eine heimelige Stimmung aufkommen.
Die Zuhörer bekamen ein vielseitiges Programm geboten. Der erste Teil war typischen Stubenstückchen, Landlern, Wander- und Bergliedern vorbehalten. Der Wanderer­chor, unter der Leitung von Thomas Trappe, hatte ein umfangreiches Repertoire an Berg- und Wanderliedern einstudiert, wobei vor allem »Das Ave Maria der Berge« mit seinen von den Tenorstimmen geprägten Schlussakkorden die Zuhörer zu langanhaltendem rhythmischem Applaus animierte. Die durchweg eingängigen Melodien ihrer Lieder wurden von den 13 Sängern ­nuanciert und präsent vorgetragen.
Im zweiten Teil wurden die Besucher mit adventlichen Weisen auf das nahende Weihnachtsfest eingestimmt. Dabei hatte auch ein Viergesang aus Sängern des Wandererchores einen beeindruckenden Auftritt. Xaver Glatt (Tenor 1), Hubert Joggerst (Tenor 2), Martin Blos (Bass 1) und Klaus Bruder (Bass 2) sangen »Der Engel des Herrn« und »Hochpreiset den Herren meine Seele«.
Passend war auch der äußere Rahmen. Obwohl die Festhalle rund 180 Personen Platz bot, war es durch Platzierung von Auftrittsbühne und geschickte Anordnung der Tische gelungen, ein Ambiente von Stube zu erzeugen. Maßgeblichen Anteil hatte daran auch die aufwendige Dekoration, ausschließlich mit Naturmaterialien, mit denen die Sänger des Wandererchores, allen voran Xaver Glatt, die Halle dekoriert hatten. Den Stubenmusikabend hatte Rupert Glatt moderiert, der zu den Volksweisen entsprechende Hintergrundinformationen zusammengetragen hatte.
»Ein Lied darf an einem solchen Abend nicht fehlen«, so Dirigent Trappe als er das letzte Stück ankündigte: Als dann der Andachtsjodler erklang war es mucksmäuschenstill. Mit einigen Zugaben endete die adventliche Einstimmung, die vom sichtlich ergriffenen Publikum mit langanhaltenden Applaus belohnt wurde. 

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