Offenburg

Zwei neue Mitarbeiter in der Seelsorgeeinheit Sankt Ursula

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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08. November 2019

Freuen sich auf ihre Aufgabe in der Seelsorgeeinheit Offenburg Sankt Ursula: Gemeindereferentin Mirjam Feißel und Pastoralassistent Adrian Schledorn. ©Barbara Puppe

Neu in der Seelsorgeeinheit Offenburg Sankt Ursula: Gemeindereferentin Mirjam Feißel und Pastoralassistent  Adrian Schledorn.

Die beiden neuen­ Mitarbeiter übernehmen seit September seelsorgerliche Aufgaben. Mirjam Feißel hat ihr Büro in der Pfarrei Dreifaltigkeit. Sie ist verantwortlich für die Erstkommunionvorbereitungen in den Innenstadtpfarreien, ab Februar wird sie im Beerdigungsdienst tätig sein, sie erteilt Religionsunterricht in der Grundschule Zunsweier, leitet Wort-Gottes-Feiern, ein weiterer Schwerpunkt  ist die Arbeit in der Oststadt, wo sie  Ansprechperson des Gemeindeteams ist.
Die 34-Jährige ist gebürtig aus Offenburg, verheiratet, und hat eine zweieinhalbjährige Tochter. Sie studierte an der Fachakademie Freiburg, Praxisjahre verbrachte sie im  Elztal, war danach sechseinhalb Jahre in Konstanz und nach der Elternzeit für ein Jahr in der Seelsorgeeinheit Appenweier-Durbach.

Ihr Kollege Adrian Schledorn, gebürtig aus Zell am Harmersbach, ist im katholischen Zentrum Sankt Fidelis zu erreichen. Er kommt aus der katholischen Jugendarbeit,  war Ministrant, bei der Katholischen Jugend (KJG) und lange im Dekanatsschulungsteam Offenburg. Der 28-Jährige hat katholische Theologie und Geschichte in Freiburg studiert, zunächst auf Lehramt, dann hat er sich für die Gemeindearbeit entschieden. Er ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. An der Gewerbeschule unterrichtet  er Religion, er ist zuständig für die  Öffentlichkeitsarbeit und die Firmvorbereitung in der Seelsorgeeinheit  und ab Februar für den Beerdigungsdienst. 
Seelsorgerliche Einzelbegleitung gehört zu seinen Aufgaben, wie auch die Unterstützung der Gemeindeteams Bühl und Waltersweier. Aktuell befindet er sich im dritten Jahr seiner praktischen Ausbildung und erhält Ende des Jahres die bischöfliche Beauftragung als Pastoralreferent.

Veränderungen

Beide stehen vor der beruflichen Herausforderung, die Botschaft Jesu weiterzugeben in Zeiten von Priester- und Gläubigenmangel, die auch grundlegende strukturelle Veränderungen mit sich bringen werden. Die Zahl der Kirchengemeinden in der Erzdiözese Freiburg wird reduziert, bis 2030 sollen aus den bisherigen 224 Kirchengemeinden 40 neue Pfarreien gebildet werden. Das bedeutet mehr Verantwortung, aber auch mehr Spielraum  für die Haupt- und Ehrenamtlichen. 

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„Wir arbeiten als Laien mit, dass sich etwas weiterbewegt und vielleicht neu erfindet, in dem Sinne, dass kirchliches Leben an allen Orten stattfindet und nicht nur da, wo Priester sind“, erklärt Adrian Schledorn. Neue Räume müssten erkundet werden. „Wichtig ist, dass wir als Kirche authentisch sind und vorleben, was Glaube sein kann“, sagt Mirjam Feißel. Man müsste sich an dem orientieren, was die Menschen brauchten. 

Besonders einbringen will sie sich im Bereich Kunst und Theologie, wo sie in verschiedenen Projekten Begegnung mit Glaube und Gott ermöglichen will. Ein guter Zugang sei, erst etwas zu hören und das über die Hände auf Papier, Leinwand oder ein anderes Medium zu übertragen. Adrian Schledorns bevorzugtes Medium ist die Musik, damit könne man die Herzen erreichen, meint er. Sehr gern mache er gute Kirchenmusik, hauptsächlich am Schlagzeug, und setze sie im Gottesdienst ein. Wichtig ist ihm, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und beispielsweise mit Jugendlichen nach Assisi zu fahren, wo man eine Woche verbringen  und einen neuen Blick auf den Glauben gewinnen könne.

Türen weit öffnen

Die Kirche müsse nicht nur versuchen modern zu wirken, sondern Menschen, die leiden, auch Trost geben, dafür wolle er einstehen, erklärt Schledorn. So könnte schon jetzt auf Erden erfahrbar werden, was Jesus selber als Reich Gottes bezeichnet habe. 
Mirjam Feißel wünscht sich eine offene Kirche, die Platz hat für die Menschen, die kommen wollen, „dass wir unsere Kirchentüren weit öffnen, auch wenn es manche Menschen nur projektartig zu uns ziehen wird. Auch dafür soll Platz sein.“

Info

Pastoralreferenten in der Erzdiözese

Über 300 Gemeindereferenten und knapp über 300 Pastoralreferenten sind in der Erzdiözese Freiburg im Dienst. Sie werden in allen Bereichen der pastoralen Arbeit sowie im Religionsunterricht eingesetzt.

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