Benefiz-Rallye in der Region

10 000 Euro für Albert-Schweitzer-Förderschule

Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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16. September 2013

(Bild 1/3)

205 Kilometer durch den Schwarzwald und das Elsass: 47 Fahrerteams starteten bei der 5. Drehmoment Rallye von Durbach aus durch die Region. 10 000 Euro kamen für die Metallwerkstatt der Albert-Schweitzer-Förderschule in Kehl zusammen. 
 
»Nein, nur Mitfahren ist nicht drin, du bist als aktiver Beifahrer mit am Start«, erklärte der Chef des Durbacher Hotels Ritters und Initiator der Benefiz-Rallye, Dominic Müller, bei der Presse-Anmeldung zur 5. Ausgabe eines ganz besonderen Rallye-Fahrerlebnisses.
Als solcher muss man den Streckenplan lesen, Quizfragen lösen und drei Sonderprüfungen bestehen. Rund ein Dutzend Fahrzeuge, darunter mehrere Youngster-Fahrzeuge und Oldtimer mit ihren Fahrerteams warteten in Durbach auf das Briefing, die Bekanntgabe der Spielregeln.
 
Über dem Festplatz schwebten zwei Kameradrohnen. Die Mittelbadische Presse begleitete Frank Krüger aus Hamburg in seinem Mercedes Cabrio aus den frühen 1960er-Jahren. Die BMW-
Erben Stefan Quandt mit Ehefrau Katharina warteten bei leichtem Nieselregen genau so wie Rock-’n’-Roll-
Legende Peter Kraus mit seiner Ingrid und der ehemalige Burda-Manager Jürgen Siegloch.
 
Jedes Fahrerteam hatte zu Beginn ein Guthaben von 1000 Punkten. Für jeden Fehler beim Quiz sowie in den Sonderprüfungen gab es Strafpunkte. Jeder schlug am Ende mit einem Euro zugunsten der Metallwerkstatt der Albert-Schweitzer Schule in Kehl zu Buche.
Doch schon vor dem Start galt es, Fragen zu beantworten. Nur rund 80 Prozent der 30 Fragen kann das Team von Frank Krüger und unserer Zeitung innerhalb des Limits beantworten. »Das gibt schon mal die ersten Strafpunkte«, erklärte der Hamburger.
Zum Nachdenken kam man nicht, denn 100 Meter direkt am Sportplatz musste die Seriennummer eines Zigarettenautomaten notiert werden. Den Streckenplan und Bilderrätselbogen vor Augen blieb für kaum Zeit, die Rallye zu genießen. »Wann wurde die Brand­stetter Kapelle renoviert?«, wurde beispielsweise gefragt. Das Team der Mittelbadischen Presse brauchte gar nicht erst anzuhalten. Vor ein paar Monaten, war die Lösung.
 
In Oberkirch suchten die Teams eine Lackiererei, in Ringelbach galt es, das Sterbejahr eines Karl Schmidt zu erfahren. Während Peter Kraus erst einmal um die Kirche lief und suchte, fand Teamkollege Frank Krüger die Antwort am Kriegerdenkmal.
Auf einem Parkplatz in Kappelrodeck stand bei strömendem Regen die erste Sonderprüfung an. Mit verdecktem Tacho musste man rund 50 Meter mit exakt 20 Stundenkilometer zurücklegen. Auch die nächste Sonderprüfung, bei der der Beifahrer aus dem fahrenden Fahrzeug einen Dartspfeil auf eine Scheibe werfen sollte, brachte dem Hamburger sieben Strafpunkte ein.
 
Durch das Hanauerland wurden später die Teams nach Kehl gelotst. In der Metallwerkstatt der Albert-Schweitzer-Förderschule mussten 15 Schrauben in 40 Sekunden reingedreht werden. Frank Krüger schaffte zehn, gutes Mittelfeld. Nach dem Mittagessen ging es ins Elsass Richtung Molsheim zu einer Besichtigung des Bugatti-Werkes.
 
Fragen als Test
 
Bevor die Teams losfahren konnten, musste ein weiterer Fragebogen beantwortet werden. Danach ging es wieder über Schwanau-Allmansweier, Hofweier und Ortenberg zurück nach Durbach. Als weitere Sonderaufgabe mussten die Teams einen großen Apfel besorgen. Kurz nach 17 Uhr haben wir es endlich geschafft.
 
Das Ergebnis wurde bei der abendlichen Gala im Durbacher »Ritter« bekanntgeben. Team Nr. 36 ist unter 47 Teilnehmern mit Rang 9 vorne dabei. Am Ende konnte Dominic Müller glatte 10 000 Euro für die Albert-Schweitzer-Förderschule einsammeln. 1300 Euro brachte allein ein auf weltweit fünf Exemplare aufgelegter Druck eines Werkes von Jimmy Hendrix. Das Original war übrigens im Besitz von Michael Jackson. 

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