Prozession auf dem Pferd

106 Reiter machen beim Wendelinusritt in Oberkirch-Nußbach mit

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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20. Oktober 2019

106 Reiter nahmen am Wendelinusritt teil. ©Peter Meier

Zum Höhepunkt der traditionellen Wendelinusoktav, in der die Gläubigen hinauf zur spätbarocken Wendelinuskapelle pilgern, wurde am Sonntagnachmittag erneut die traditionelle Reiterprozession. Bei trockenem und sonnigem Herbstwetter waren es diesmal lediglich 106 Pferde, die sich mit Reiterinnen und Reitern oder auch als Kutschgespann an der Prozession und an der Pferdesegnung auf St. Wendel beteiligten.

Am Sonntagvormittag standen zunächst die Festgottesdienste im Mittelpunkt. Das Hochamt in der Wallfahrtskirche St. Wendel zelebrierte Pfarrer Lukas Wehrle, der Kirchenchor Bottenau sang die "Missa Pax in Terra" von Herbert Blum. In der Pfarrkirche St. Sebastian Nußbach wurde der Festgottesdienst von den Kirchenchören Nußbach und Oberkirch mit der Kleinen Orgelsolomesse in B-Dur von Josef Haydn umrahmt.

Hunderte Gläubige

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Nachmittags setzte sich die Prozession in Bewegung, einige Hundert Gläubige säumten im Ortskern den Weg der Prozession. Die Spitze bildete nach dem Musikverein Nußbach unter Vizedirigent Reinhard Lebfromm eine Abordnung des Reit- und Fahrvereins Nußbach mit Standarte. Zu Pferd dabei war auch Pater Florian Maria Lim, der als Wendelinusreiter eine Reliquie des Heiligen Sankt Wendelin mit sich führte.

Unter den Teilnehmern des St.Wendels-Ritts über den Neuberg hinauf zur Wendelinuskapelle waren auch diesmal wieder Abordnungen zahlreicher Reitervereine aus ganz Mittelbaden, auch vom Reit- und Fahrverein Nußbach. Mit dabei war auch eine kleine Gruppe der Bürgergarde Gengenbach, die sich zum 57. Mal seit 1960 an der Prozession beteiligte. Neben 106 Pferden, 8 davon im Gespann vor insgesamt drei Kutschen, wurde diesmal auch ein Esel mitgeführt.

Musikalische Akzente setzte auch der Fanfarenzug der Feuerwehr Appenweier-Urloffen unter Stabführer Dieter Langenecker. Durch die Rebberge zog die Prozession hinauf zur Kapelle, wo die Pferdesegnung und die Familienwallahrtsfeier den Abschluss bildete. In der Gemeindehalle Nußbach bestand dann abschließend Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein.

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