Leser helfen

12.500-Euro-Spende dank dem Kolumnisten „Hämme“

Wolfgang Kollmer
Lesezeit 4 Minuten
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27. November 2023
Wolgang Kollmer (rechts) nutzte die Spendenübergabe und hat sich mit Kolumnist Helmut Dold alias "de Hämme" unterhalten.

Wolgang Kollmer (rechts) nutzte die Spendenübergabe und hat sich mit Kolumnist Helmut Dold alias "de Hämme" unterhalten. ©Christoph Breithaupt

Der bisherige Verkaufserlös des Kolumnenbuchs kommt der Spendenaktion „Leser helfen“ für den Verein „Aufschrei“ zugute. Und weitere Buchvorstellungen sind in Planung – außerdem ein zweiter Band.

Als „Hämme“ bringt Helmut Dold jeden Samstag die Leser der Mittelbadischen Presse zum Lachen und zum Schmunzeln. Seit der landauf, landab bekannte Trompeter, Entertainer und Witzeerzähler seine ersten 100 Kolumnen als Buch veröffentlicht hat, können sich alle Ortenauer amüsieren. Und das Beste daran: Der Verkaufserlös kommt vollständig „Leser helfen“, der Weihnachtsaktion“ unserer Zeitung zugute. 12.500 Euro sind das bisher, die dem Verein „Aufschrei“ gegen sexuellen Missbrauch zugutekommen.

Vergangene Woche überreichte der „Hämme“ die stattliche Summe an Wolfgang Kollmer, Vorsitzender des Fördervereins „Leser helfen“ und Herausgeber der Mittelbadischen Presse

Lieber „Hämme“, erstmal ein riesiges Dankeschön für deine großzügige Geste. Einfach toll. Hand aufs Herz: Hast du mit diesem Verkaufserfolg gerechnet?

Ehrlich gesagt, nein. Na ja, vielleicht ein bisschen. Ich hab' schon bei der Buchvorstellung im April gemerkt, dass die gesammelten Kolumnen einen eigenen Reiz ausüben, das Publikum war fantastisch. Die ersten 100 Bücher waren im Nu weg.

Wie erklärst du dir diesen Erfolg?

Wer sich das Büchlein anschaut, blättert quasi durch das pralle Alltagsleben mit all seinen kleinen Fallstricken und Gefühlswelten. Das liegt dann geballt auf dem Nachttisch, und jeden Abend kann man sich eine Kolumne aussuchen, nach der einem der Sinn steht. Das ist wie Medizin.

Eine Art Alltagshilfe.

Genau. Dass das Kolumnenbuch überfällig war, hat mir eine ältere Dame aus Fischerbach gezeigt. Sie hat mir erzählt, dass sie jede Samstagskolumne fein säuberlich ausschneidet, alle zu einem Heft zusammengeklebt und als Weihnachtsgeschenk ihrer Tochter nach Frankfurt geschickt hat. Herrlich.

Apropos Weihnachtsgeschenk. Gibt’s überhaupt noch Buchexemplare?

Na klar, ich habe vorgesorgt. Kleiner Tipp: In vier Wochen ist Weihnachten. Im Ortenauer Buchhandel und in den Geschäftsstellen der Mittel-
badischen Presse sind die Kolumnen erhältlich. Das Buch ist wie bisher für 12,12 Euro zu haben. Ich verkaufe das Büchle ja auch bei meinen Auftritten als „Hämme“, in die ich die Kolumnen auch eingebaut habe. Da geben viele einfach 15 oder gar 20 Euro. Ein feiner Zug, finde ich.

Zumal es ja für einen guten Zweck ist. Wie kam’s dazu?

Das ist eine Ehrensache für mich. Ich will damit nichts verdienen. Die Produktion des Buches wurde zu 100 Prozent von Sponsoren bezahlt, darunter viele Firmen. Und der Verkaufserlös geht zu 100 Prozent an „Leser helfen“.

Der Hilfsverein „Aufschrei“ profitiert davon.

Ja, das ist wirklich toll, was die machen. Ist ja kein einfaches Thema. Und die sind wirklich jeden Euro, der gespendet wird, wert. Ich würde mich viehmäßig freuen, wenn's noch mehr als die 12.500 Euro werden würde.

Hast du weitere Signierstunden oder Ähnliches geplant?

Ja. Nach Fasent habe ich weitere Buchvorstellungen vor. Überall dort, wo Vereine oder andere Gruppierungen das mit mir veranstalten wollen. Interessenten sollen sich einfach melden unter
redaktionssekretariat@reiff.de, weil „Ziddung“ ja auch wieder mit im Boot ist und darüber berichtet. Wäre toll, wenn das klappt.

Bei so viel Erfolg: Wann gibt’s Band zwei?

Wenn die nächsten 100 Kolumnen veröffentlicht sind. Das wird Mitte nächsten Jahres sein. Wieder mit Sponsoren und wieder für einen guten Zweck.

Das klingt nach einem Dauerbrenner, da dir die Themen ja nicht auszugehen scheinen.

Die Themen nicht, aber die Witze. Weil es für mich tatsächlich immer schwieriger wird, gute neue Witze zu finden, habe ich beschlossen, nach der 200. Kolumne „De Hämme meint“ mit diesem Format aufzuhören. Die gute Nachricht ist aber: Den „Hämme“ wird’s in der Mittelbadischen
Presse weitergeben, mit einem anderen Auftritt. Wie genau das Format aussehen wird, verrate ich noch nicht. Aber es wird wieder was zum Schmunzeln und Sinnieren sein. Das bin ich – und natürlich Frau Dold – den Lesern schuldig.

Der Spendenstand (Stand 24.11.) über 28.672 Euro, beinhaltet den Erlös aus dem "Hämme"-Buchverkauf.

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