1000 Wege zu Job-Chancen

14. Berufsinfo­messe in Offenburg

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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08. Mai 2014
Für Schüler wie Erwachsene ist die Berufsinfomesse in Offenburg seit 14 Jahren eine Anlaufstelle, wenn es um Aus- und Weiterbildung geht. In diesem Jahr ist wieder ein Ausstellerrekord erreicht.

Für Schüler wie Erwachsene ist die Berufsinfomesse in Offenburg seit 14 Jahren eine Anlaufstelle, wenn es um Aus- und Weiterbildung geht. In diesem Jahr ist wieder ein Ausstellerrekord erreicht. ©Archivfoto Peter Heck

Bei der 14. Berufsinfo­messe gibt es erneut einen Rekord: 352 Aussteller präsentieren sich auf dem Offenburger Messegelände. Am 16./17. Mai können Schüler Berufe erkunden und Erwachsene sich über Weiterbildungsangebote informieren.

Als »Plattform für Bewerber aus dem regionalen Umfeld« bezeichnete Horst Sahrbacher die 14. Ausgabe der Berufsinfomesse (BIM) am Dienstag in einer Pressekonferenz: Am Freitag, 16., und Samstag, 17. Mai, jeweils 9 bis 17 Uhr, kommen 352 Aussteller zur Offenburger Messe, um sich vorzustellen und über verschiedene Berufe zu informieren. Dabei kündigte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenburg 72 Neu- oder Wiedereinsteiger an.
Dass sie der Markt längst zu einem Bewerbermarkt gewandelt hat, ist kein Geheimnis. Entsprechende Zahlen lieferte Sahrbacher auch für die Ausbildungssituation: »2500 Suchenden stehen 2784 offene Lehrstellen im Kreis gegenüber.« Während die Anzahl der jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 347 (12,3 Prozent) gesunken war, stieg die Zahl der unbesetzten Plätze um 113 (4,2 Prozent).

Frankreich im Blick
Um neue Interessenten zu gewinnen, wird die BIM am französischen Markt etabliert. Man habe Kontakt mit elsässischen Schulen und Gymnasien aufgenommen, erklärte Sahrbacher: »Jetzt erwarten wir zwischen 100 und 200 Schüler aus Frankreich.« Sie sollen über die duale Ausbildung informiert werden – ebenso wie rund 50 Multiplikatoren wie Lehrer oder Berufsberater. Da in Frankreich eine hohe Jugendarbeitslosigkeit herrscht, sieht man in dieser Begegnung Vorteile für beide Seiten. Dies betonte auch Susanne Stuckmann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein.

Auch das Handwerk sucht noch händeringend Nachwuchs. »300 Verträge sind gemacht, aber wir brauchen noch rund 900, um die Zahl zu halten«, erklärte Achim Leonhard, zuständig für die berufliche Bildung. Auf der BIM stellt sich die Kreishandwerkerschaft auch mit einem Gemeinschaftsstand vor, an dem elf Gewerke gezeigt werden. »Vielfalt und Karrierechancen« werden laut Leonhard hier eine Rolle spielen.

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Zudem heißt es »Achtung live«: In Kooperation mit der Hochschule bietet die Arbeitsagentur Live-Schaltungen direkt in die Betriebe an. Dadurch erleben die Besucher die ganz reale Seite der Berufe – überraschende Momente und Anforderungen inklusive. Und: Das ganze ist interaktiv, die Besucher dürfen auch Fragen stellen.

Übrigens wendet sich die BIM nicht nur an Berufseinsteiger. Auch auf sehr viele Fort- und Weiterbildungsangebote wird aufmerksam gemacht. »Es ist eine wertvolle Veranstaltung mit der Möglichkeit, sich zu informieren«, Alexandra Herrmann, Leiterin der Bildungsregion Ortenau. Messechefin Sandra Kirchner verdeutlichte die Bedeutung der BIM: »Mit über 1000 Angeboten spricht sie alle Altersschichten an.« Vergangenes Jahr kamen 26 430 Besucher, die die Messe bei kostenfreiem Eintritt nutzten. Das parken und der Busschuttle von und zum Bahnhof sind ebenfalls kostenlos.

Die Aussteller wurden nicht nur mehr, sondern sie belegen auch größere Flächen, beobachtet BIM-Koordinator Elmar Breithaupt. Wichtig auch: »Es gibt Angebote für alle Schularten.« (www.bim-finder.de)

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