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15 Jahre Senior-Service: Rentner begleiten Studierende

02. Januar 2018
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Seit 15 Jahren begleiten die Ehrenamtlichen des Senior-Service der Hochschule Offenburg Studierende aus dem Ausland: Beide Seiten profitieren.

Der Senior-Service der Hochschule Offenburg begleitet seit 15 Jahren Studierende aus aller Welt, die in Offenburg oder Gengenbach studieren. Zur Zeit gibt es Studierende aus rund 80 verschiedenen Ländern. Die meisten ausländischen Studierenden kommen aus Indien, Aserbaidschan, Russland, Ägypten, Süd-Amerika und Afrika.

Kern ist die persönliche Begegnung

Die Senioren, die vom Seniorenbüro Offenburg organisiert werden, begleiten und unterstützen die Studierenden im Alltag. Außerdem helfen sie mit ihrer Erfahrung den Studenten, Problemen zu lösen. Kern der Begegnungen ist laut Franz Roser, Vorsitzender des Senior-Service, aber die persönliche Begegnung: »Wir laden die Studierenden dazu ein, die deutsche Kultur und Sprache näher kennenzulernen.« 

Das bedeutet, dass die aktiven Senioren oft etwas zusammen mit ihren Schützlingen unternehmen. »Natürlich besuchten wir kürzlich gemeinsam den Weihnachtsmarkt«, sagt Roser. Zudem fanden dieses Jahr einige Gruppenveranstaltungen wie eine Weinbergwanderung, Stadtführungen und einige Fahrradtouren statt.

70 Senioren engagieren sich

Aber auch privat in den Familien unternahm man viel zusammen. In der Weihnachtszeit wurde zum Beispiel gemeinsam gebacken oder gekocht. »Die Studenten sind in den letzten Jahren viel selbstständiger geworden als sie es noch vor ein paar Jahren gewesen sind«, sagt Roser. Das liegt daran, dass die meisten der ausländischen Studenten in ihrer Heimat bereits ein Studium absolviert und mitunter sogar schon Berufserfahrung gesammelt haben. »Den Senioren des Senior-Service geht es um eine Begleitung der Studierenden und nicht um eine Betreuung« stellt der Vorsitzende klar.

Momentan engagieren sich 70 Senioren ehrenamtlich für die internationalen Studenten. Da die Zahl der Studenten in den letzten fünfzehn Jahren um das doppelte gestiegen ist, sucht der Senior-Service ständig weitere Helfer.

Seit Beginn dabei

Viele der Senioren sind schon seit Beginn dabei und unterstützen die Organisation weiterhin. Auch Roser. Er sagt: »Es macht mir sehr viel Spaß, die Studierenden auf ihrem Weg zu begleiten.« Nachdem er in Rente ging, suchte er ein Ehrenamt und stieß dabei auf den Senior Service.

Kontakte halten: Die internationalen Studierenden verlassen Offenburg meist nach ein paar Jahren wieder. Aber die Kontakte bestehen auch nach Studienzeit weiter; meist entstehen sogar Freundschaften zwischen den Studenten und Senioren. »Die ehemaligen Studenten halten uns weiter über ihr Leben, beruflich wie privat, auf dem laufenden«, freut sich Roser.

Autor:
Larissa Timm

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