Offenburg

168 Junghandwerker freigesprochen

Herbert Gabriel
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27. April 2016
Im Auditorium der Offenburger Reithalle saßen die Besucher dicht an dicht. Sie feierten zusammen mit den Junghandwerkern den Abschluss.

(Bild 1/2) Im Auditorium der Offenburger Reithalle saßen die Besucher dicht an dicht. Sie feierten zusammen mit den Junghandwerkern den Abschluss. ©Ulrich Marx

Die Kreishandwerkerschaft Ortenau hat in der Offenburger Reithalle 168 junge Frauen und Männer aus verschiedenen Ausbildungsberufen in den Gesellenstand erhoben und damit von den Verpflichtungen ihrer Ausbildungsverträge freigesprochen. 
 

Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – wiederholt sich die feierliche Zeremonie der Freisprechung, zu der neben den »Junggesellen« auch Prominenz aus dem Handwerk, der Politik und der Wirtschaft begrüßt wird. 
Das Ritual übernahm erstmals Udo Hitzke, stellvertretender Kreishandwerksmeister. Die jungen Handwerker seien für ihn die wahren Ehrengäste, unterstrich er.

»Fest verdient« 

Die angehenden Gesellen hätten dreieinhalb Jahre durchgehalten und sich weiterentwickelt. »Sie verdienen es, im festlichen Rahmen aus den Verpflichtungen der Ausbildung entlassen und in den Gesellenstand erhoben zu werden.« Die 168 jungen Leute müssten nun ihr Berufsleben in die eigene Hand nehmen, sich zu ihrer Leistungsfähigkeit bekennen und Verantwortung übernehmen.

Jonny Dick, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Freiburg, hatte den Freizusprechenden zuvor in seinem Grußwort zugerufen: »Es geht jetzt erst richtig los!« Denn die Freisprechung bedeute auch Verantwortung im Beruf.
Für Kreishandwerksmeister Andreas Drotleff ist das Ritual der Freisprechung immer wieder ein besonderes Erlebnis – das betonte er beim Festakt. Ihm und seinen Kollegen in den Meisterpositionen sei um die Zukunft des Handwerks nicht bange – auch dieser Jahrgang habe zahlreiche hervorragende Ergebnisse erzielt.

Beredter Beweis dafür waren die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die an diesem Abend vergeben wurden. Doch nun gelte es, das anzunehmen, was ein Beruf erfordert.

Die Redner definierten den Begriff »Freisprechung«. Die scheidenden Auszubildenden hätten nun die Freiheit, eigene Geschicke zu bestimmen, müssten aber beweisen, dass sie besser als andere sein wollen. Sie würden Verantwortung übernehmen – nicht nur sich und den Beruf, sondern auch jungen Menschen gegenüber. Diese kämen als neue Auszubildende in die Betriebe und müssten sich im Berufsfeld orientieren. »Das heißt aber auch, sich im Handwerk zu engagieren«, legte Hitzke den angehenden Gesellen ans Herz.

»Made in Germany«

Der Einsatz könne vielfältig sein, denn nicht nur in den Betrieben, auch in den Gremien, Ausschüssen oder Kommissionen werde an der Zukunft des Handwerks gearbeitet. »Sie sind Teil dessen, um das Deutschland weltweit beneidet wird«, freuten sich die Redner: »Handwerk made in Germany.«

Die Showtanzgruppe »X-Pression« aus Ortenberg steuerte zwei schmissige Tänze zur Freisprechungsfeier bei, die mit der Ausgabe der Gesellenbriefe endete. Die anschließenden Gespräche stimmten schon auf das nächste Handwerks-Ereignis ein – den »Tag des Handwerks« am Samstag, 17. September, auf dem Offenburger Marktplatz. 

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Die Geehrten: 

Innungspreise

Informationstechnik

  • Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik: Domenic Schwendemann, Biberach; Christian Schacher, Oberwolfach; Alexander Walz, Friesenheim (alle ausgebildet von: Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG, Lahr); Jan Bürg, Rheinmünster (Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Lahr); Lukas Brüderle, Berghaupten (Elektro Bohnert GmbH, Biberach); Christoph Zetting, Kappel-Grafenhausen; Tim Langenbach Schwanau (beide Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG, Lahr); Marco Frei, Ortenberg (Elektroservice Manfred Dietz, Offenburg) und Thomas Himmelsbach Schuttertal (Faisst & Heuberger GmbH, Seelbach).

 
Kraftfahrzeug-Innung

  • Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik: Florian Schäfer, Willstätt-Legelshurst (S & G Automobil Aktiengesellschaft, Offenburg); Alexander Schmidt, Willstätt (BHG-Autohandelsgesellschaft mbH, Kehl); Artur Janoschka, Offenburg (S & G Automobil Aktiengesellschaft, Kehl); Benjamin Stotz, Offenburg (Autohaus Frank Bär, Achern).

 
Metall-Innung

  • Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik: Jonathan Alexander Lienhard, Oberkirch (Schlosserei Lienhard GmbH, Oberkirch); Jonas Baier, Renchen-Ulm (Baier GmbH, Renchen-Ulm).
  • Feinwerkmechaniker, Schwerpunkt: Maschinenbau: Maximilian Maurath, Sasbach (Weisser GmbH & Co. KG, Obersasbach); Vasili Huber, Oppenau (Franz H. Bruder GmbH, Oppenau); Matthias Baumann, Nordrach (Ladog-Fahrzeugbau- und Vertriebs GmbH, Zell a. H.).
     

Blechnerei-, Sanitär- und Heizungstechnik, Kehl-Hanauerland-Lahr

  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wärmetechnik: Robin Anselm,  Mahlberg (Anselm Haustechnik, Mahlberg); Dominik Stock, Kehl (Egg GmbH, Kehl-Kittersburg); Andreas Glotz,  Rheinau (Poprat Heinz-Lüftung-Sanitär GmbH, Neuried).
  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wassertechnik: Jan Reichel, Kippenheim (Sanitärtechnik Helmut Zähringer, Kippenheim).

Sanitär- /Heizungstechnik (AOW)

  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wassertechnik: Niklas Huber ,Berghaupten (Fritz GmbH & Co. KG, Offenburg).
  • Bezirk Achern, Sparkasse Offenburg/Ortenau: Dominic Krebs, Achern, Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (Panther Elektrotechnik GmbH & Co. KG Kappelrodeck).

Förderpreise:

  • E-Werk  Mittelbaden AG & Co. KG: Maximilian Maurath, Sasbach, Feinwerkmechaniker Schwerpunkt Maschinenbau (Weisser GmbH & Co. KG, Obersasbach).
  • Bezirk Kehl, Sparkasse Hanauerland: Alexander Schmidt, Willstätt, Kraftfahrzeugmechatroniker, Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik (BHG Autogesellschaft mbH, Kehl).
  • Bezirk Lahr, Sparkasse Offenburg-Ortenau: Christian Schacher, Oberwolfach Elektroniker, Fachrichtung Energie-  und Gebäudetechnik (Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG, Lahr).
  • E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG: Alexander Walz, Friesenheim, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG, Lahr); Jan Bürg, Rheinmünster, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Lahr, jetzt: Rud. Otto Meyer Technik Ltd. & Co. KG, Freiburg)
  • Bezirk Offenburg, Sparkasse Offenburg-Ortenau: Jonathan Alexander Lienhard, Oberkirch, Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik. (Ausbildungsbetrieb: Schlosserei Lienhard GmbH, Oberkirch). 
  • IKK classic: Florian Schäfer, Willstätt-Legelshurst Kraftfahrzeugmechatroniker,  Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik (S & G Automobil AG, Offenburg).
  • Badenova AG & Co. KG: Daniel Müller, Bad Peterstal,  Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wärmetechnik (Bernhard Müller, Bad Peterstal).
  • Bezirk Wolfach, Sparkasse Haslach-Zell: Felix Hengstler, Gutach, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wärmetechnik (Fleig Versorgungstechnik GmbH, Hausach).

Beste Betriebe: 

  • Weisser GmbH & Co. KG Obersasbach; BHG Autogesellschaft mbH Kehl; Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG Lahr; Fritz GmbH & Co. KG Offenburg; Schlosserei Lienhard GmbH Oberkirch; Elektro-Bohnert GmbH Biberach. 
  • Drei Monate VW-UP fahren dürfen: Dominic Schwendemann, Biberach, Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (Netze Mittelbaden GmbH & Co. KG, Lahr) und Niklas Huber, Berghaupten, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Handlungsfeld Wassertechnik (Fritz GmbH & Co. KG, Offenburg). 

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