Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

51 Ortenauer Projekte mit rund 3 Millionen Euro gefördert

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red/sab
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15. Februar 2019
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Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat bekanntgegeben, dass der Ortenaukreis eine Förderung von rund 3 Millionen Euro erhält. Gefördert werden 51 Projekte im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR).

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, hat am Donnerstag die Programmentscheidung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) 2019 in Stuttgart bekanntgegeben. Die Ortenau erhält für 51 Projekte insgesamt rund drei Millionen Euro.

Die Landesregierung hatte das Entwicklungsprogramm noch einmal um acht Millionen Euro aufgestockt, heißt es in einer Mitteilung des Landtagsabgeordneten Thomas Marwein (Grüne). Mit dem ELR fördert das Land Baden-Württemberg Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten demografischen Bedingungen im ländlichen Raum. Das schreibt das Landratsamt Ortenaukreis in eine Pressemitteilung. Die Mittel fließen demnach in strukturschwache Gemeinden, die aufgrund ihrer Lage und Finanzkraft als benachteiligt betrachtet werden. 

Besonders Wert werde auf die Innenentwicklung, das heißt die Reduktion des Flächenverbrauchs und die Stärkung der Ortskerne unter Bewahrung der örtlichen Baukultur, gelegt. Angesichts der immer stärker werdenden Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen sollen Gebäude und Flächen in den Ortskernen erschlossen werden, welche laut Landratsamt bisher noch nicht als zeitgemäßer Wohnraum dienen. Mit dem Förderzuschlag bei der Verwendung von Holz soll mit dem vielseitigen, angenehmen und vor allem CO2-speichernden Baustoff,  die ökologische Seite des Bauens unterstützt werden.

32 private Projekte

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72 Anträge gingen 2018 beim Landratsamt Ortenaukreis ein. Eine Sonderstellung haben nach Angaben des Landrats­amts die Schwerpunktgemeinden Kappelrodeck-Waldulm und Steinach-Welschensteinach. Die gesamten Projekte werden vorranging platziert, soweit sie den Zielen des Entwicklungskonzeptes dienen, heißt es. Den Zuschlag erhielten fünf kommunale, 32 private und 14 gewerbliche Projekte. 

Die ELR-Förderung wird als Kofinanzierung geleistet und setzt eine Eigenbeteiligung von rund 70 bis 90 Prozent der Antragsteller voraus. Das Dezernat Ländlicher Raum im Landrats­amt berät bei der Antragsformulierung und gibt Tipps zu wichtigen Details, schreibt das Landratsamt. In einem Koordinierungsausschuss, dem Vertreter des Ortenaukreises, des Regierungspräsidiums, der Kommunen und der Leader Regionen Ortenau und Mittlerer Schwarzwald angehören, werden die Anträge bewertet, priorisiert und dem Ministerium Ländlicher Raum zur Entscheidung vorgelegt, heißt es weiter.

»Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei«, wird Marwein in einer Mitteilung zitiert. Im Landtagswahlkreis Offenburg erhalten die sieben Gemeinden Berghaupten, Biberach, Gengenbach, Hohberg, Neuried, Oberharmersbach und Zell am Harmersbach ELR-Zuschüsse über rund 1,13 Millionen Euro. Gefördert werden damit 21 Projekte. 

17 Projekte im Raum Lahr

Im Landtagswahlkreis Kehl profitieren die Gemeinden Achern, Appenweier, Kappelrodeck, Lauf, Oberkirch, Rheinau sowie Willstätt von rund 860.000 Euro. Im Wahlkreis Lahr werden laut einer Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Marion Gentges (CDU) 17 Projekte mit einer Gesamtsumme von 915.200 Euro gefördert. Genauso viel fließen in Projekt im Bereich Wohnen, Innenentwicklung und Arbeit in Hofstetten, Gutach, Hornberg, Mühlenach, Steinach, Hausach und Schuttertal, wie Landtagsabgeordnete Sandra Boser (Grüne) in einer weiteren Mitteilung berichtet.

Stichwort

Das ELR

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes. Die Landesregierung will mit dem ELR den Ländlichen Raum nachhaltig stärken und hat das Programm seit 2012 auf die aktuellen Herausforderungen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz ausgerichtet. 

Mit den rund 75 Millionen Euro Förderung für 1251 Projekte in 787 Orten war es die bisher höchsten ELR-Programmentscheidung in der 24-jährigen Geschichte des ELR, wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung informiert.

Info

21 Projekte im Wahlkreis Offenburg

Wie der Offenburger Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Volker Schebesta, in einer Pressemitteilung schreibt, werden dabei alleine 13 Projekte mit dem Schwerpunkt Innenentwicklung und Wohnen sowie sieben Projekte mit dem Schwerpunkt Arbeit gefördert.

Folgende Orte im Offenburger Wahlkreis erhalten nach Angaben des Landtagsabgeordneten eine Unterstützung: Berghaupten für ein Projekt im Bereich Grundversorgung 133 100 Euro. In Biberach werden zwei Projekte zum Thema Innenentwicklung und Wohnen (40 000 Euro) und ein Projekt zum Thema Arbeiten (5100 Euro) gefördert. Zusätzlich erhält Prinzbach für ein weiteres Projekt zum Thema Innenentwicklung und Wohnen 50 000 Euro.
Mit 50 000 Euro wird ein Bergacher und mit 20 000 Euro ein Reichenbacher Projekt im Bereich Innenentwicklung und Wohnen bedacht. Im gleichen Bereich erhält Niederschopfheim für ein weiteres Projekt ebenfalls 20 000 Euro, und mit dem Schwerpunkt Arbeiten wird ein Hofweierer Projekt mit 42 300 Euro gefördert.

In Ichenheim wird im Bereich Innenentwicklung und Wohnen ein Projekt mit 50 000 Euro gefördert, zwei Altenheimer Projekte zum Thema Arbeiten erhalten 96 075 Euro. In Oberharmersbach unterstützt das ELR insgesamt fünf Projekte: Drei im Bereich Innenentwicklung und Wohnen (75 000 Euro) und zwei im Bereich Arbeiten (281 000 Euro). In Zell am Harmersbach erhält ein Projekt im gleichen Bereich 200 000 Euro und für drei weitere zum Thema Innenentwichlung und Wohnen gibt es 70 000 Euro.

»Unsere Orte im ländlichen Raum müssen auch in Zukunft attraktiv sein, damit die Menschen hier Wohnungen und Arbeit finden«, wird Schebesta in der Mitteilung zitiert. 

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