Erhöhte Staugefahr

A5-Sanierung zwischen Offenburg und Ettenheim ab Montag

Autor: 
red/maj/js
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18. Februar 2019
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Symbolbild ©Christoph Breithaupt

Wegen Sanierungsarbeiten zwischen Offenburg und Ettenheim wird es auf der A5 ab dem 19. Februar wohl zu vermehrten Staus und Verkehrsbehinderungen kommen. Die Arbeiten dauern laut Regierungspräsidium Freiburg voraussichtlich bis Ende November ab.

Auf der A5 zwischen Offenburg und Ettenheim herrscht ab Ende Februar eine erhöhte Staugefahr. Das teilte das Regierungspräsidium Freiburg mit. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten auf und an der Fahrbahn. Los gehen die Sanierungsarbeiten am 4,1 Kilometer langen Teilstück am 18. Februar. Sie werden vom Regierungspräsidium Freiburg geleitet und dauern voraussichtlich bis Ende November. Mit diesem letzten Teilstück werde die Sanierung der A5 zwischen den beiden Anschlussstellen Offenburg und Ettenheim abgeschlossen.

Nur eine Fahrspur

Besonders problematisch wird es, wenn Montag, 25. Februar bis Freitag,1. März, zunächst die Verkehrssicherung aufgebaut wird und dann die Bauarbeiten am Mittelstreifen beginnen. Dadurch steht dem Verkehrsteilnehmer für wenige Tage, Ende Februar bis Anfang März nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung zur Verfügung. Das Regierungspräsidium Freiburg rechnet mit Stauungen von bis zu zehn Kilometern Länge. Um diese Bauphase so kurz wie möglich zu halten, werde von der ausführenden Baufirma ein Zwei-Schichtbetrieb ausgeführt.

Ab dem 15. März werden die gesamten vier Fahrspuren auf den östlichen Teil der Autobahn verlegt, somit ist das Baufeld für die eigentlichen Fahrbahnsanierungsarbeiten auf der westlichen Seite der Autobahn frei, heißt es weiter. Diese Bauphase soll Mitte Juli abgeschlossen sein.

Anschlussstelle gesperrt

Weiteres Ungemach droht den Autofahrern, wenn zwischen dem 6. und 19. Juni dieses Jahres, wegen Erd- und Asphaltarbeiten auf Höhe der Anschlussstelle Lahr, die Westrampen gesperrt werden. Das bedeutet, dass von Karlsruhe kommend die Ausfahrt nach Lahr und von Lahr beziehungsweise Schwanau kommend die Auffahrt auf die Autobahn in Richtung Basel gesperrt ist, erläutert das RP.

Ab Mitte Juli werde der östliche Teil der Autobahn saniert. Hier müssen dann vom 7. Oktober (9 Uhr) bis 18. Oktober die Ostrampen der Anschlussstelle Lahr gesperrt werden, teilt das RP mit. Das bedeute, dass von Basel kommend die Ausfahrt nach Lahr und von Lahr beziehungsweise Schwanau kommend die Auffahrt auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe gesperrt ist. Die Bauarbeiten sollen bis Ende November abgeschlossen sein.

 

 

 

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Wieso muss die Fahrbahn saniert werden?

Bereits 1996/97 ist die Fahrbahndecke in diesem Bereich saniert worden, schreibt das Regierungspräsidium Freiburg. Damals sei die bestehende Betonfahrbahn mit einer 20 Zentimeter starken Asphaltkonstruktion überbaut worden. Diese Sanierung sei als Provisorium der vorhandenen Fahrbahn gedacht gewesen, da mit einem sechsstreifigen Ausbau der Autobahn zu rechnen war. Den massiv gestiegenen Lkw-Verkehr nennt das RP als einen der Gründe für die Sanierung. Im nun gültigen Bundesverkehrswegeplan ist der Autobahnabschnitt zwischen Offenburg und Riegel im sogenannten »weiteren Bedarf mit Planungsrecht« eingestuft, heißt es weiter. Das bedeute, dass das RP zwar den sechsstreifigen Ausbau planen darf, aber die Baumaßnahme erst ab dem Jahr 2030 realisieren kann. Um einen Sanierungsstau zu vermeiden, habe sich deshalb das RP entschlossen, die nun 22 Jahre alte Fahrbahn abschnittsweise von Offenburg bis Riegel schon jetzt zu sanieren.

Was wird außer der Fahrbahnsanierung sonst noch gemacht?

In dem Streckenabschnitt befinden sich vier Brücken, die teilweise mitsaniert werden, schreibt das RP. Nördlich der Anschlussstelle Lahr befinden sich zudem die beiden Parkplätze Gerstenmatt und Kürzell. Diese werden laut RP ebenfalls komplett neu hergestellt. So werden die Besucher auf neuen Sitzgarnituren Platz nehmen.

Die Schutzplanken im Mittelstreifen und am Außenrand werden  auf den neusten Stand der Technik gebracht, heißt es weiter. Sie sollen jetzt auch einem Lkw standhalten können. Dafür wird im Mittelstreifen die vorhandene einfache Schutzplanke durch eine zweifache Gleitwand aus Beton ersetzt

Um die Wildkatzen besser zu schützen, wird parallel zu den Sanierungsarbeiten ein Wildkatzenschutzzaun auf einem Betonfundament neu gebaut, den die Tiere auch nicht überklettern können, schreibt das RP. 2017 waren auf der A5 zwei Wildkatzen überfahren worden.

Parallel zu den Arbeiten an dem Abschnitt bei Lahrwird außerdem die Anschlussstelle Rust vierspurig ausgebaut.

Wie wird die A5 schon jetzt auf den sechsspurigen Ausbau vorbereitet?

Damit die Gelder für die Fahrbahnsanierung sinnvoll eingesetzt werden können, wurden vom RP nach eigenen Angaben bereits grundlegende Entscheidung für den sechsstreifigen Ausbau getroffen: Die komplette Fahrbahn werde ausgebaut, recycelt und im Vollausbau an die zukünftige Höhenlage wiederhergestellt. Somit müssen beim späteren Ausbau laut RP jeweils nur noch die zusätzliche Standspur je Fahrtrichtung erweitert werden. Dies bedeutet einen deutlich schnelleren Baufortschritt und die Gelder der jetzigen Fahrbahnsanierung werden bereits in den späteren Ausbau investiert.

Was passiert mit dem Material der alten Fahrbahn?

Die vorhandene Asphaltkonstruktion mit der darunterliegenden Betonfahrbahn wird ausgebaut und zu einem Recyclingmaterial vor Ort aufbereitet, erläutert das RP. Dieses Material wird anschließend wieder als Frostschutzschicht eingebaut. Insgesamt werden in diesem Abschnitt etwa 100.000 Tonnen Betonrecycling aufbereitet und knapp 115.000 Tonnen Asphalt eingebaut.

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