Offenburg

Baden-württembergischer Kletter-Jugendcup

Autor: 
Matthias Jundt
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juli 2014
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»Und, wie ist die Luft dort oben?« Während die Teilnehmer des DAV-Jugendcups in bis zu 15 Metern Höhe alles aus sich herausholten, machten es sich die Zuschauer auf dem Boden der Kletterhalle bequem.

(Bild 1/2) »Und, wie ist die Luft dort oben?« Während die Teilnehmer des DAV-Jugendcups in bis zu 15 Metern Höhe alles aus sich herausholten, machten es sich die Zuschauer auf dem Boden der Kletterhalle bequem. ©»Und, wie ist die Luft dort oben?« Während die Teilnehmer des DAV-Jugendcups in bis zu 15 Metern Höhe alles aus sich herausholten, machten es sich die Zuschauer auf dem Boden der Kletterhalle bequem.

Bereits zum dritten Mal war Offenburg am Samstag Austragungsort des baden-württembergischen Jugendcups des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Klettern. Mit dem dritten  Platz von Yannick Windelberg konnte die wachsende Leistungsfähigkeit der Offenburger Sektion unterstrichen werden.

Zentimeter um Zentimeter werden hochkonzentriert zurückgelegt. Jeder Griff muss sitzen. Ein Fehler, und der Absturz ist einem sicher. Und immer wieder der Griff in das kleine Täschchen, das mit Magnesia gefüllt ist, um nicht abzurutschen. Das Ziel: Die 15 Meter hohe Wand zu überwinden und ganz oben ankommen. So sah das aus, als die 12- bis 19-Jährigen am vergangenen Samstag in der Offenburger Kletterhalle im baden-württembergischen Jugendcup den Siegerthron besteigen wollten.

Fünf Routen
In fünf Klassen, nach Alter gestaffelt, wurde geklettert. Dabei hatte jede Klasse ihre eigene Route. Wer von den 75 gemeldeten Startern die beiden Qualifikationsrunden schaffte, der kam ins Finale. Während in der Qualifikation die vorgegebene Route vorgeklettert wurde, mussten die Finalisten den Parcours ohne vorherige Besichtigung bewältigen. Im Kletterjargon heißt das dann »on sight«. Die ersten sechs Teilnehmer kamen ins Finale. Bester Offenburger war Yannick Windelberg, der den dritten Platz erreichen konnte.
Sieben Starter aus Offenburg nahmen am Jugendcup teil: »Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Jahren«, erzählt Malte Bokelmann, Trainer der Leistungsgruppe Offenburg, Organisator des Jugendcups und Sportlicher Leiter des Kletterzentrums.

Klettern immer beliebter
Seit dem Bau der Kletterhalle im Oktober 2010 erlebe die Offenburger Sektion des Deutschen Alpenvereins einen enormen Zulauf, die Mitgliederzahl steht derzeit bei etwa 5000 und die Tendenz bei den Jugendlichen ist wachsend. Mittlerweile gibt es drei Leistungsgruppen, in welchen einmal pro Woche intensiv geübt wird. Die sieben ehrenamtlichen Trainer leiten diese Gruppen mit dem Ziel, an Meisterschaften teilzunehmen, Spaß zu haben und sich persönlich weiterzuentwickeln.

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Denn gerade letzteres, so berichtet Bokelmann, sei es, was das Klettern so faszinierend mache: »Unser Sport ist eine Mischung aus Kraft, Konzentration und Ehrgeiz.« Man stärke seinen Körper, sein Selbstbewusstsein und man lerne auch, anderen zu vertrauen. Gerade, wenn es um das Sichern an der Wand geht. Voraussetzungen, die in einer immer wettkampforientierteren Welt enorm wichtig sind. Geld verdienen werden die jungen Athleten aber mit ihrem Sport kaum können: »Klettern ist einfach nicht wie Fußball«, sagt Bokelmann.

Da fast alle Posten innerhalb der Offenburger Sektion des DAV ehrenamtlich ausgefüllt werden, bedurfte es auch bei der dritten Ausrichtung des Jugendcups durch die Sektion Offenburg der Hilfe und des Einsatzes vieler ehrenamtlicher Helfer. Der Landesverband, der die Schiedsrichter und die Routenbauer stellt, gilt zwar als Ausrichter. Die Sektion kümmert sich aber um das Sponsoring, die Organisation und die Sicherheit während der Veranstaltung: »Zum Glück haben wir in Offenburg eine tolle ehrenamtliche Leistungsbereitschaft«, sagt Bokelmann, »daher kann es auch gut sein, dass wir das im nächsten Jahr wieder machen.«

Wer sich den Cup dann vor Ort in der Kletterhalle anschauen will, hat im dritten Stockwerk eine hervorragende Sicht auf die Leistung der Athleten. Nur schwindelfrei, das sollte man bei luftigen 15 Metern auf jeden Fall sein.

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