Pilotregion

Bahn-Strecke im Ortenaukreis soll elektrifiziert werden

Autor: 
red/bek
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14. September 2018

Pilotprojekt: 75 Prozent des Bahnnetzes im Ortenaukreis sollen elektrifiziert werden. ©Ulrich Marx

Die Bahn will 75 Prozent der Strecken in der Ortenau elektrifizieren – das macht die Ortenau zur Pilotregion, wie Sven Hantel, der Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, in Gutach sagte.

Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Baden-Württemberg, informierte am Dienstagvormittag im Rahmen der von der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO) organisierten Veranstaltungsreihe »Informationen aus erster Hand« über die aktuellen Planungen der Deutschen Bahn für die Region. Das Treffen fand im Freiluftmuseum Vogtsbauernhof in Gutach statt.

Hantel berichtete laut WRO, dass die Bahn vorhabe, die Strecken in der Ortenau zu 75 Prozent zu elektrifizieren. Hier sei die Ortenau Pilotregion. Außerdem gebe es das Projekt »1000 Bahnhöfe« mit dem Ziel, die Attraktivität kleinerer Bahnhalte zu steigern sowie die Barrierefreiheit zu fördern. 

Bahn muss Menschen ein Angebot bereiten

Ein wunder Punkt in der Region ist nach wie vor die ICE-Verbindung von Freiburg nach Stuttgart. Dafür sei die Tochtergesellschaft DB Fernverkehr zuständig. »Wir legen immer wieder den Finger in die Wunde, damit diese Strecke umsteigefrei zu fahren ist« sagt Hantel. Die WRO will das Vorhaben laut Pressemitteilung mit einem Schreiben unterstützen.

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Die Deutsche Bahn müsse den Menschen ein Angebot bereiten, damit sie von der Straße auf die Schiene umsteigen, so Hantel. Modernere Fahrzeuge, mehr Komfort und kostenfreies WLAN gebe es bereits. Eine weitere Chance zur Kapazitätserhöhung biete die Digitalisierung. Ein erster Schritt sei jedoch das European Train Control System (ECTS). Ein Zugbeeinflussungssystem, womit der Schienenverkehr sicherer gemacht und die Streckenkapazität durch eine höhere Streckengeschwindigkeit gesteigert werden kann.

»Der gemeinsame Konkurrent ist die Straße«

Einen besseren Zusammenhalt der einzelnen Akteure auf der Schiene wünscht sich Hantel: »Der gemeinsame Konkurrent ist die Straße.« Neben den Bemühungen der Deutschen Bahn sieht Hantel auch die Bundesregierung in der Pflicht: »Auch der Bund muss etwas für das von der Politik formulierte Ziel tun und auch investieren.«

Hantel sagte dem WRO-Aufsichtsratsvorsitzenden Thorsten Erny, er werde im Frühjahr wiederkommen: Dann möchte er sich bei einer »Tour der Bahnhöfe« offene Punkte und Probleme in der Region genauer anschauen.

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