Offenburg

Baustart für Osypka-Institut: Hochschul-Erweiterung hat begonnen

Autor: 
Christine Marklewitz
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02. September 2015
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Teamarbeit mit reichlich Mörtel (von links): Theresia Bauer, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Bündnis 90/Die Grünen), Offenburgs Hochschulrektor Winfried Lieber und Stifter Peter Osypka legten den Grundstein für das Peter-Osypka- Institut im künftigen Foyer. Stehend: der Leitende Baudirektor vom Amt »Vermögen und Bau« Michael Borrmann und Offenburgs OB Edith Schreiner. Bereits im März soll die Einweihung des neuen Instituts sein.

Teamarbeit mit reichlich Mörtel (von links): Theresia Bauer, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Bündnis 90/Die Grünen), Offenburgs Hochschulrektor Winfried Lieber und Stifter Peter Osypka legten den Grundstein für das Peter-Osypka- Institut im künftigen Foyer. Stehend: der Leitende Baudirektor vom Amt »Vermögen und Bau« Michael Borrmann und Offenburgs OB Edith Schreiner. Bereits im März soll die Einweihung des neuen Instituts sein. ©Peter Heck

Der Campus der Hoch-schule Offenburg wächst: Gestern ist der Grundstein für das neue Peter-Osypka-Institut gelegt worden. Den Bau macht der Rheinfeldener Medizintechnik-Unternehmer mit einer Zwei-Millionen-Euro-Stiftung möglich.

Pionier, Visionär, Stifter, Koryphäe, Unternehmer, Wissenschaftler Grundsteinleger – die Festredner fanden gestern viele treffende Bezeichnungen für den Mann, der an diesem Tag alle zusammengebracht hatte. Seit 2009 treibt Osypka die Medizintechnik am Standort Offenburg voran, richtete eine Stiftungsprofessur ein und will Offenburg mit dem neuen Institut nun zum internationalen Kompetenzzentrum ausbauen. Auf 480 Quadratmetern Nutzfläche soll in den vier Laboratorien die Forschung im Mittelpunkt stehen. Bereits am 4. März soll die Einweihung sein. 

»Nach 50 Jahren erfüllt sich endlich mein Traum«, war Peter Osypka selig. Auf den Tag genau vor fünf Jahrzehnten sei er nach Studium und Forschung an der Mayo-Klinik in Rochester (Minnesota) wieder nach Deutschland zurückgekehrt. In ein Land, in dem die Medizintechnik noch in den Kinderschuhen steckte. Osypka engagierte sich, baute eine Firma mit Weltruf auf. 460 Patente im Bereich der Kardiologie sind auf ihn angemeldet. »Und ich sehe das große Potenzial, das uns die neue Technik gibt«, schwelgte der 81-Jährige in weiteren Visionen.

Hochschulrektor Winfried Lieber freute sich über den glücklichen Umstand, der ihn und Osypka vor acht Jahren zufällig zusammengebracht hatte. Seither sei gemeinsam Erfolgsgeschichte geschrieben worden. Auch für Lieber war es ein doppelter Freudentag: Vor der Grundsteinlegung hatte ihn die Nachricht erreicht, dass die Hochschule in den Zirkel der European Universities – einen internationalen Zusammenschluss besonders forschungsstarker Unis – aufgenommen worden ist.

Erweiterung möglich

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Einblick in das Entstehende gab der Leitende Baudirektor Michael Borrmann  vom Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Er freute sich, dass das Projekt nach einem Jahr Verspätung endlich auf die Startrampe geschoben werden konnte. Grund der Verzögerungen waren hakelnde Abstimmungen mit dem Finanzministerium, für das das neue Institut als 100-prozentig finanzierter Stiftungsbau unerwartetes Neuland war. Für das flexibel einteilbare Gebäude werden 1,8 Millionen Euro verwendet, 200 000 fließen in die Ausstattung. Durch den flächensparenden, zweistöckigen Bau könne das Institut noch wachsen, verriet Borrmann am Rand des Festakts.

Der Neubau und der Weg dorthin spiegle nicht nur die Philosophie, die in der Hochschule gelebt werde, wider, »sondern zeigte auch, dass sie in der Region verankert ist«, freute sich Theresia Bauer, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Bündnis 90/Die Grünen), in ihrer Rede. Osypka, die Mediclin Lahr und das Ortenau-Klinikum seien starke Partner.

»Wahrlich ein guter Tag für die Hochschule«, beschied auch Offenburgs OB Edith Schreiner. Am Standort des Instituts hätten sich die Geister geschieden: Wäre es nach der Stadt gegangen, sei gleich der Sprung über den Südring gemacht worden. Osypka wollte das Institut aber auf dem Campus haben. »Er überzeugte«, zollte Schreiner Respekt. Und: Der Mix aus Lehre und Forschung, wie er im Institut angeboten werde, »ist das, was die Bildungslandschaft braucht«.

Das untermauerte der Hochschulratsvorsitzende Wolfgang Bruder mit Zahlen: 4600 junge Leute studieren zum Wintersemester in 40 Studiengängen an der Hochschule. In nur zehn Jahren habe sich die Zahl verdoppelt und man hinke dem realen Raumbedarf mit 13 000 Quadratmetern hinterher. Gerade Menschen wie Osypka sorgten dafür, dass die Hochschule zu den forschungsstärksten im Land zähle.

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In drei Wochen hat sich auf der Baustelle des Peter-Osypka-Instituts viel getan. Die Bodenplatte wird bald gegossen. Heute wird in einem Festakt der Grundstein gelegt. Das Institut soll im Juni 2016 einzugsbereit sein.
02.09.2015
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