Rheintalbahn

Bei der Autobahnparallele geht es mit der Planung voran

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red/sb
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15. Mai 2018

Die ersten Landesbeamten Nikolas Stoermer (Ortenaukreis) und Hinrich Ohlenroth (Landkreis Emmendingen, von links). ©Landratsamt

Die sechste Sitzung des regionalen Projektbegleitgremiums »Autobahnparallele« ergab nach Angabe des Landratsamts Ortenaukreis, dass die Planung der Bahntrasse wie geplant voranschreite. Die Kartierung habe begonnen, es gebe aber weiter Unklarheit bei den Zugzahlprognosen.

Das regionale Projektbegleitgremium »Autobahnparallele« für den Neu- und Ausbau der Rheintalbahn (siehe Hintergrund) traf sich im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg zu seiner sechsten Sitzung. »Hinsichtlich der Grundlagenermittlung und der Vorplanung befinden sich die Deutsche Bahn sowie deren Planer voll im Zeitplan«, lobte der Erste Landesbeamte Nikolas Stoermer, der die Sitzung leitete. Voraussichtlich im vierten Quartal 2020 sollen demnach die Vorplanungen im Abschnitt Hohberg bis Kenzingen abgeschlossen sein.

Wie die Deutsche Bahn informierte, ist das Bohrprogramm auf einer Länge von 31 Kilometern abgeschlossen. Das geotechnische Gutachten soll bis Ende Juni vorliegen. An den neu errichteten Grundwassermessstellen werde im Laufe des Jahres das Langzeit-Monitoring des Grundwasserspiegels beginnen. Daneben ermittle und kartiere die Bahn im Zeitraum eines Jahres die unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten entlang der Trasse. Dabei sollen umwelttechnische Aspekte erfasst und dokumentiert werden.

Konfliktpunkte erfasst

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Auch die konkreten Planungen an der Trasse kommen laut Landratsamt voran: Entlang der autobahnparallelen Güterzugtrasse wurden 57 Stellen erfasst, wo Gewässer oder Straßen die künftige Bahntrasse tangieren, berühren oder queren. Auch Autobahnparkplätze sowie Industrie- oder Gewerbebetriebe können sich auf die Trassenlage oder auf das Höhen-Niveau der Trasse auswirken. Alle 57 Stellen sollen näher untersucht werden. 

Stoermer und Hinrich Ohlenroth, Erster Landesbeamter im Emmendinger Landratsamt, waren sich einig, dass die unklare Situation hinsichtlich der für den Projektabschnitt zugrunde zu legenden Verkehrsprognose unbefriedigend sei. Ohlenroth verwies auf die Beschlüsse des Projektbeirats und des Deutschen Bundestags, wonach für den Abschnitt von Hohberg bis Riegel die Zugzahlen-Prognose 2025 gelten solle. Dieter Karlin, Verbandsdirektor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein (RVSO), nahm Bezug auf den Planungsausschuss. Dieser hatte am 26. April beschlossen, das zuständige Bundesverkehrsministerium dazu aufzufordern, die Anwendung der Verkehrsprognose 2025 für das Projekt festzustellen. 

Wie Karlin betonte, sei dies eine Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums und nicht – wie oft fälschlich berichtet – der Deutschen Bahn (DB) als Vorhabensträgerin. Darüber hinaus solle die DB Netz AG die Unterschiede der baulichen Realisierung bei Anwendung der Verkehrsprognose 2025 sowie der Verkehrsprognose 2030 darstellen.

Die Vertreter der Bahn stellten hierzu fest, dass die Parameter des Projektbeiratsbeschlusses zum Abschnitt von Hohberg bis Riegel weiterhin Planungsgrundlage seien. Hinsichtlich der Zugzahlen stehe aber immer noch eine abschließende Positionierung des Bundesverkehrsministeriums aus.

Hintergrund

Das Projektbegleitgremium

Das regionale Projektbegleitgremium »Autobahnparallele« besteht nach eigenen Angaben aus Vertretern der DB Netz AG, des Landesverkehrsministeriums, des Regierungspräsidiums Freiburg, des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, der Landkreise Emmendingen und Ortenaukreis, der Städte und Gemeinden zwischen Offenburg und Riegel und der Bürgerinitiativen. Es wird von den Ersten Landesbeamten des Ortenaukreises und des Landkreises Emmendingen, Nikolas Stoermer und Hinrich Ohlenroth, geleitet. Die Planungen der DB Netz AG zum viergleisigen Neu- und Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Riegel werden durch das Gremium begleitet. Die Sitzungen erfolgen in der Regel halbjährlich. red/sb

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