Veranstaltung des Vereins Leben mit Behinderung

Bei einem Kind mit Behinderung: Das muss im Testament stehen

Autor: 
red/mz
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20. September 2018

Konrad Ritter (links) und Carmen Basler (rechts), dankten der Fachanwältin Liliana Brett für ihre komplexen und fachlich versierten Ausführungen zum Thema »Vererben zu- gunsten eines Kindes mit Behinderung«. ©Leben mit Behinderung

Der Verein "Leben mit Behinderung" startet eine neue Veranstaltungsreihe. Thema des ersten Veranstaltungsabends war "Vererben zugunsten eines Kinds mit Behinderung". 

Der Verein »Leben mit Behinderung« hatte betroffene Eltern und Interessierte zu einem Vortrag zum Thema »Vererben zugunsten eines Kindes mit Behinderung«, ins Beratungsforum in die Geschäftsstelle des Vereins in Offenburg eingeladen. Mit diesem Vortragsabend beginnt eine komplette Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Vorträgen und Infoveranstaltungen, die sich an Menschen mit Behinderung, an deren Angehörige und Betreuer richtet, schreibt »Leben mit Behinderung« in einer Pressemitteilung. 

Vielfältiger Bedarf

Carmen Basler, Ansprechpartnerin im Beratungsforum, betonte bei ihrer Begrüßung, wie vielfältig der Bedarf an Information und Austausch von Eltern, Angehörigen und Betroffenen ist und wie groß der Unterstützungsbedarf von Familien. Oft fehle es nicht nur an der Zeit, sondern auch an der Kraft um sich im Dickicht der verschiedenen Pflege- und Unterstützungsleistungen zurecht zu finden. 

»Deshalb sind solche Veranstaltung ein wichtiger Baustein im umfangreichen Angebot des Beratungsforums. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, wir möchten uns an Interessierte und Betroffene in der gesamten Ortenau wenden.« 

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Referentin des Abends, Liliana Brett, Fachanwältin für Sozialrecht aus Kehl, selbst Mutter eines Sohnes mit Behinderung, erläuterte den interessierten Gästen anhand eines Schaubilds, dass bis zu neun verschiedene Institutionen und Behörden direkten Zugriff auf das Erbe haben. 

Eindeutige Anordnungen

Sie verdeutlichte, wie wichtig deshalb eindeutige testamentarische Anordnungen für die Erblasser sind, damit sie ihr Kind gut versorgt wissen. Denn alles, was den gesetzlich geregelten Freibetrag von 5000 Euro überschreitet, wird von Sozial-, Pflege- und sonstigen Behörden beansprucht. 

Schnell wurde den über fünfzig Zuhörern im vollbesetzten Beratungsforum klar, dass aufgrund der Komplexität des Themas, ein Testament nie ohne rechtliche Wartung erstellt und schriftlich niedergelegt werden sollte. 
Verbindliche Regelungen

»Sie können durchaus festlegen, dass Ihr Kind jeden Tag mit dem Porsche zur Betreuung gefahren wird, aber dazu müssen Sie in Ihrem Testament ganz klare, rechtlich verbindliche Regelungen treffen«, brachte Brett das Thema mit einem Augenzwinkern auf den Punkt.

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