4a der Schutterwälder Mörburgschule
Dossier: 

Bei Grundschülern: Wie Verkehrserziehung trotz Corona funktioniert - prev

Autor: 
Amelie Baum
Lesezeit 4 Minuten
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15. Mai 2021
Polizist Hans Peter Huber erklärt den Mädchen und Jungen der 4a der Schutterwälder Mörburgschule ein Stop-Schild. 

Polizist Hans Peter Huber erklärt den Mädchen und Jungen der 4a der Schutterwälder Mörburgschule ein Stop-Schild.  ©ULRICH MARX

„Wusstet ihr, dass das Stopschild acht Ecken hat, so sticht es den Verkehrsteilnehmern sofort ins Auge. Und im Kreisverkehr habt ihr immer Vorfahrt“, wies Hans Peter Huber, Polizeihauptkommissar vom Polizeipräsidium Offenburg die Klasse 4a der Mörburgschule aus Schutterwald am Mittwoch ein.

„Richtig viel Energie“

Mit großer Begeisterung traten die Schulkinder am bundesweiten Aktionstag „Sicher mobil leben“, bei ihrer ersten Verkehrseinweisung auf dem Platz der Jungendverkehrsschule in Offenburg in die Pedale. „In den Kindern steckt richtig viel Energie. Doch das rasante Fahren auf dem Verkehrsparcours gehört nicht dazu“, erklärt Polizeibeamtin Susanne Steudtner, Referatsleiterin der Verkehrsunfallprävention Offenburg.

Die Jugendverkehrserziehung, ein Bestandteil im Bildungsplan, sei nach Angabe Steudtners für alle Viertklässler im Land äußerst wichtig: „Im Ortenaukreis besuchen jährlich um die 4000 Kinder aus zirka 180 Grundschulen die Jugendverkehrsschule. Die Grundschüler absolvieren, neben der theoretischen Grundausbildung in den Schulen, verschiedenste Übungseinheiten auf dem Offenburger Verkehrsplatz. Die praktische Prüfung mit erhaltener Auszeichnung schließt dann den Kurs ab.

Aufgrund von Corona wurden die vier Übungseinheiten jedoch in diesem Jahr auf zwei Einheiten reduziert, bedauert Grundschullehrerin Linda Pauli von der Mörburgschule. Auch auf die abschließende praktische Prüfung, wie sie erklärt, müsse man in diesem Jahr erneut verzichten.„ Ich bin heute mit zwölf Kindern meiner Klasse hier. Der Kurs findet derzeit im Wechselunterricht statt. Letzte Woche zeigten die Klassenkameraden ihr Können.“

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Neben den praktischen Fahreinheiten auf dem Platz und der anschließenden Prüfung, seien vor allem die Inhalte, wie das Tragen eines Fahrradhelms, das Links- und Rechtsabbiegen und das Verhalten in komplexen Situationen entscheidend, betont Steudtner, denn das „Erlernte soll ja nicht verloren gehen“.

Aktuell befinde man sich schon in der Planung der Jugendverkehrsschule für das kommende Jahr. „Schon jetzt wird besprochen wie es 2021 aussehen wird. Danach kommt es zur Absprache mit den teilnehmenden Schulen.“

Alternatives Radtraining

Was Steudtner immer noch bedauert ist, dass viele Klassen im letzten Jahr, durch die Pandemie die Jugendverkehrsschule nicht besuchen konnten. Die Referatsleiterin sei aber glücklich darüber, dass ein alternatives zweistündiges Radfahrtraining, an dem Eltern mit ihren Kindern teilnehmen konnten, von den Verkehrswachten, Träger der Verkehrsschulplätze, 2020 noch rechtzeitig eingerichtet werden konnte.
Auch kam es zu Neuerungen auf dem Parcours. „Wir haben uns sehr über den Kreisverkehr gefreut. Verständlich, da diese nun sehr oft im Straßenverkehr vorkommen. So sieht es mittlerweile auch in der Vorschriftenlage aus, der Musterplatz ist generell mit einem Kreisverkehr ausgestattet“, sagt Steudtner. Den Kindern somit möglichst reale Straßenverkehrsbedingungen zu schaffen, sei von großer Bedeutung.
Im Großen und Ganzen war der Parcour für die Viertklässler kein Problem. Polizeihauptkommissar Huber verriet am Ende der Übungseinheit, dass er selten eine so motivierte Klasse erlebt habe, die mit solch einer Sicherheit die Fahrstunde gemeistert hat.

„Die Kinder sind einfach super und lernen enorm schnell“, betonte er zum Schluss. Einer der Viertklässler meldete sich ebenfalls zu Wort: „Das, was wir heute gelernt haben, ist wirklich cool. Wir können die Schilder im Straßenverkehr nun viel besser verstehen und ich fühle mich jetzt noch sicherer auf meinem Fahrrad im Straßenverkehr“, lobte der zehnjährige Levin Matt die Polizeibeamten.

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages gingen die Viertklässler der Mörburgschule zudem nicht mit leeren Händen nach Hause. Zum Abschluss des Trainings gab es Geschenke für die Kinder, die von den Polizeibeamten, wie einen Schal mit verschiedenen Symbolen und Präventionsbotschaften darauf, mit Freude überreicht wurden.

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