Offenburg

"Black Forest Space": Das bot die Online-Marketing-Konferenz

Autor: 
Leoni Schmidt-Enke
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15. November 2019
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Florian Litterst von der Firma Adsventure stellte dem Publikum neun sofort umsetzbare „Hacks“ vor, also Tricks, mit denen Werbung auf Facebook und Instagram besser funktioniert.

Florian Litterst von der Firma Adsventure stellte dem Publikum neun sofort umsetzbare „Hacks“ vor, also Tricks, mit denen Werbung auf Facebook und Instagram besser funktioniert. ©Ulrich Marx

Digitales Marketing über die sozialen Medien ist unerlässlich für Unternehmen geworden. Die Konferenz „Black Forest Space“ in Offenburg zeigt, wie Firmen das erfolgreich umsetzen können – rund 1000 Gäste sind zur Erstauflage der Veranstaltung gekommen.

Attribution, Channel, Customer Journey: Wer hier nur Bahnhof versteht, macht wohl beruflich kein Online-Marketing – anders als die rund 1000 Gäste der Konferenz „Black Forest Space“, die am Mittwoch und Donnerstag in Offenburg stattfand. Doch auch für Laien lässt sich eine grundlegende Aussage heraushören: Soziale Medien sind wichtig für jedes Unternehmen. Fabian Silberer, Gründungsmitglied der Offenburger Firma Sevdesk, die anderen Unternehmen mit einer Buchhaltungssoftware Arbeit abnimmt, berichtet in seinem Vortrag beispielsweise von den ersten Versuchen seiner Firma bei Facebook. Über Nacht seien durch Werbung auf der Plattform die Nutzerzahlen der Software in die Höhe geschnellt – von ein bis zwei Anmeldungen am Tag auf 20.

Auch Google kann ein gutes Werkzeug sein, um potenzielle Kundschaft zu erreichen und zum Kaufen zu bewegen, das beschreiben Marion Hercher und Leoni Litterst von Burda Direct Interactive. Anhand eines Ticketkaufs für ein Spiel des SC Freiburg zeigen sie eine sogenannte Customer Journey, also die Reise eines Kunden. Die erste Werbung sieht er bei Youtube, später eine ähnliche in den Google Anzeigen, zuletzt gibt er selbst eine Suchanfrage bei Google ein – und kauft. „Das zeigt, dass wir nicht nur einmal mit dem Kunden interagieren müssen, sondern mehrmals“, betont Litterst. 

Auch für Studierende

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„Black Forest Space“ findet dieses Jahr zum ersten Mal statt. „Wir fahren ja selbst auch auf Konferenzen“, erzählt Lukas Hund von der Social-Media-Agentur „Onlinepunk“, die „Black Forest Space“ veranstaltet. Viele davon seien aber mit weiten Fahrten verbunden, wie zum Beispiel das „Online Marketing Rockstars-Festival“ in Hamburg. „Über dem Südwesten war ein schwarzes Loch.“ Vor anderthalb Jahren kam so das erste Mal die Idee auf, eine Konferenz zu Online-Marketing in die Ortenau zu bringen. 
„Wir wollen nicht nur die digitalen Marketer ansprechen, sondern auch Leute, die sich einfach dafür interessieren, wie man ein Unternehmen aufbaut“, sagt Hund. Auch Studierende seien im Publikum – für die allerdings der Ticketpreis von rund 400 Euro für beide Tage eine ordentliche Investition gewesen sein dürfte. 

Im Südwesten wenig Konferenzen

„Ich habe das Gefühl, es ist etwas für den Nachwuchs“, sagt Karen Frohnwieser. Tatsächlich gehören die meisten Gäste eher zur jüngeren Generation – über 35 sind augenscheinlich nur wenige. Frohnwieser leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Muriel Massen eine Werbeagentur in Stuttgart – beide sind für die Konferenz angereist und teilen den Eindruck, dass es im Südwesten sonst nur wenig solche Veranstaltungen gibt. „Wir fanden es spannend, dass jemand versucht, etwas Neues aufzuziehen“, sagt Massen.

Cenk Pala arbeitet für ein Offenburger Unternehmen. „Cool und abwechslungsreich“ findet der junge Mann die Vorträge mit einer Dauer von 30 bis 60 Minuten. „Man nimmt von allem etwas mit“, ergänzt seine Kollegin Sanna Kühne. Die beiden würden nächstes Jahr wiederkommen – und das können sie auch. „Es wird jetzt auf der Konferenz bekanntgegeben, dass es wieder stattfinden soll“, verrät Caroline Grau von Onlinepunk. Am 12. und 13. November 2020 ist die nächste Black Forest Space geplant.

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