Fehlende Zugstrecke

Bürgermeister beidseits des Rheins machen Druck bei Bahnausbau

dpa/lsw
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20. Januar 2023
Zur Unterzeichnung des Élysée-Freundschaftsvertrags vor 60 Jahren organisiert die Stadt Straßburg eine Debatte zum Thema „Der Oberrhein, der Schlüssel zu einem europäischen Eisenbahnnetz, das der klimatischen und sozialen Herausforderung gewachsen ist“.

Zur Unterzeichnung des Élysée-Freundschaftsvertrags vor 60 Jahren organisiert die Stadt Straßburg eine Debatte zum Thema „Der Oberrhein, der Schlüssel zu einem europäischen Eisenbahnnetz, das der klimatischen und sozialen Herausforderung gewachsen ist“. ©Philipp von Ditfurth

Im deutsch-französischen Grenzgebiet hapert es weiter. Nun haben Bürgermeister am Oberrhein Druck auf die Politik ausgeübt.

Rathauschefs der Oberrheinregion haben am Donnerstag in Straßburg mehr Tempo beim grenzüberschreitenden Bahnausbau eingefordert. Die Bahn solle zum bedeutendsten Verkehrsmittel für kurze, mittlere und lange Strecken im Dreiländereck von Deutschland, der Schweiz und Frankreich werden, teilte Straßburgs Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian mit. Erwartet wurden aus Deutschland unter anderen der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) und sein Karlsruher Amtskollege Frank Mentrup (SPD). Verkehrsminister Winfried Hermann unterstützt die Initiative.

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Anlass für das Treffen ist das 60-jährige Jubiläum des Élysée-Freundschaftsvertrags zwischen Frankreich und Deutschland am Sonntag. Der Colmarer Bürgermeister Éric Straumann hatte im Oktober den Ausbau der Bahnstrecke von Colmar nach Freiburg mit geschätzten Kosten von rund 300 Millionen Euro gefordert. "Es ist erstaunlich, dass Städte dieser Größe nicht mit dem Zug verbunden sind", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Vorrangiges Vorhaben

Die Debatte zu der Vorzeige-Zugverbindung läuft schon seit Jahren. Die Bahnstrecke Freiburg-Colmar mit dem Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Rheinbrücke bei Breisach wurde beim Abschluss des Aachener Freundschaftsvertrags 2019 explizit als ein vorrangiges Vorhaben genannt. Der französische Staatschef Emmanuel Macron und die damalige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unterschrieben damals den Vertrag.

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