Aus welchen Gründen Ortenauer zu Hause bleiben

DAK-Gesundheitsreport: Mehr Fehlzeiten wegen Rückenschmerzen

Autor: 
red/ah
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02. September 2018

©Shutterstock / Albina Glisic

Welche Erkrankungen sind gestiegen und bei welchen Beschwerden lassen sich Ortenauer öfter krank schreiben? Eine Sonderanalyse der DAK klärt auf.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Ortenaukreis zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen: Die Fehltage bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenleiden landeten auf dem ersten Platz. Das teilt die DAK in ihrem Gesundheitsreport in einer Pressemitteilung mit. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 21 Prozent an und liegen nun weit über dem Landesdurchschnitt, heißt es. Ihr Anteil am gesamten Krankenstand beträgt exakt ein Viertel.

Einen Anstieg um 15 Prozent gab es auch bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Sie liegen nun auf Landesniveau. Den stärksten Anstieg aller Diagnosen um 23 Prozent gab es laut DAK bei den Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Sie landen nun auf dem dritten Rang der häufigsten Diagnosen im Ortenaukreis, liegen aber noch unter dem Landesdurchschnitt.

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport, wie verbreitet Rückenleiden bei den Arbeitnehmern im Südwesten sind. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg aus. 
Das Fazit: Trotz Prävention und zahlreicher Gesundheitskurse leiden in Baden-Württemberg rund 4,2 Millionen Erwerbstätige unter Rückenschmerzen. Auf 100 Erwerbstätige in Baden-Württemberg entfielen rund 71 Fehltage wegen Rückenschmerzen.

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Mehr Ausfalltage

Im Ortenaukreis war die Zahl der Ausfalltage mit 81 sogar noch höher. Auch die durchschnittliche Dauer je Krankschreibung liege mit knapp 13 Tagen leicht über dem Landesdurchschnitt (zwölf Tage). 
Die große Mehrheit in Baden-Württemberg melde sich mit Rückenschmerzen allerdings nicht krank.

Die Wahrscheinlichkeit, sich wegen der Rückenschmerzen krankzumelden, steige jedoch mit der Stärke der Schmerzen und dem Chronifizierungsgrad. Entscheidend sei auch, ob Beschäftigte häufig in unbequemer Körperhaltung arbeiten müssen, einem hohen Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt sind oder ihren Job mit wenig Freude erledigen. All diese Faktoren machen eine Krankmeldung wahrscheinlicher. 

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