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Damit Solarstrom günstiger wird

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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07. April 2015
Daniel Kray (von links) durchleuchtet mit Andreas Jankowski und Samuel Meier Solar-Module.

Daniel Kray (von links) durchleuchtet mit Andreas Jankowski und Samuel Meier Solar-Module. ©Ulrich Marx

Bis 2050 soll die Solarenergie die weltgrößte Energiequelle sein. Damit das die Verbraucher günstig kommt, erforscht Daniel Kray in einem Labor, wie die Module preiswerter produziert werden könnten.

Zwei Geräte stehen bereits im Labor bei Daniel Kray: ein Strömungskanal, bei dem Silicium durch Fließprozesse statt durch Mechanik transportiert werden soll, und eine Photoluminiszenz-Anlage. »Durch sie leuchtet das Solar-Modul von innen heraus und wir können sehen, was schief läuft.« Weitere Apparate werden im Laufe des Jahres geliefert, und dann wird er im Labor mit seinen Studierenden ausgiebig forschen.

»Man kann immer etwas verbessern« ist Kray überzeugt. Beim Auto sei es ja seit mehr als 100 Jahren auch nicht anders – warum also sollte die Entwicklung in der Produktion von Photovoltaikanlagen abgeschlossen sein? Eben: »Es geht darum, die Produktionstechnik für Solarzellen weiter zu optimieren.« Die Maschinenbauer sollen von der Hochschule Offenburg aus mit Ideen für neue Produkte versorgt werden.

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Denn: »Die Firmen in Baden-Württemberg sind Weltmarktführer in der Herstellung von Produktionsstraßen für Solarmodule. In der Produktion selbst mag China Deutschland den Rang abgelaufen haben – aber die schlüsselfertigen Linien stammen immer noch von hier.
Der Siegeszug der Solarenergie ist unaufhaltsam, prognostiziert der Professor. Bereits jetzt sei sie in Deutschland günstiger als der Haushaltsstrom aus der Steckdose. Bereits in zwei Jahren, also 2017, soll das sogar weltweit gelten. »Die Solarenergie wird damit unabhängiger von Förderprogrammen «, sagt Kray. Selbst dass man ihr seiner Meinung nach in Deutschland gerade eher Steine in den Weg legt, wird sie nicht aufhalten. Allerdings ist es eine Frage der Zeit. »Es geht um die Beschleunigung des Prozesses.« Je schneller die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden, umso schneller gehen die Anschaffungskosten für die Privathaushalte runter.

Damit es möglichst bald günstiger und effizienter wird, untersucht er drei Bereiche: die Nass-Chemie, die Galvanik und den Modulbau. »Hier können die Studierenden dann im Bereich der Verfahrenstechnik forschen«, freut er sich.
Neuauflage: Weltweit geht es im großen Umfang weiter, beobachtet Kray. Was ihn besonders überzeugt: Man bräuchte nur einen 800 mal 800 Quadratkilometer großen Solarpark und könnte damit die gesamte Welt mit Energie versorgen. »Das ist gerade mal die Fläche von Frankreich.«

Und mit einem in die Jahre gekommenen Vorurteil räumt er gleich noch auf: »Nach nur zwei Jahren ist die Energie, die zur Herstellung eines Moduls benötigt wurde, amortisiert.« Dann arbeitet es noch viele Jahrzehnte. Und danach kann es wiederverwertet werden. »Das wurde bereits vor einiger Zeit exemplarisch bei einer Anlage in Pelworm durchgespielt: Sie wurde komplett demontiert, recycelt und wieder aufgebaut.« Genügend Fläche: Und selbst wenn in der Wüste häufiger die Sonne scheint, kann man sich auch in Deutschland bestens mit Strom vom Dach versorgen: »Flächen sind auch in Deutschland zur Genüge vorhanden – dann hat man die benötigte Leistung.«

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