Ortenau

Das war »Leser helfen« 2016/17

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 2 Minuten
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27. Januar 2017

(Bild 1/6) ©Ulrich Marx

Die »Leser helfen«-Aktion hat 164 000 Euro für das Offenburger Jugendrotkreuz, den DRK-Kreisverband Kehl und den Förderverein der Offenburger Pflasterstube ergeben. Damit werden mehr Wünsche als drei Fahrzeuge wahr.
 

Die »Leser helfen«-Aktion blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Nicht nur, dass mit rund 164 000 Euro das viertbeste Ergebnis seit der Gründung 1996 erzielt worden ist, sondern dass zwei von drei Fahrzeugen bereits vor Weihnachten finanziert waren. Den Anfang machte die Renchener Firma Joro Türen GmbH, die sich spontan dazu entschieden hat, dem Offenburger Jugendrotkreuz direkt den lange ersehnten neunsitzigen Mannschaftsbus im Wert von 26 000 Euro zu spenden.

Zwei Fahrzeuge auf einen Schlag

Am Tag der Fahrzeugübergabe, es war der 19. Dezember, fand zudem ein Treffen mit Christa Sutterer aus Achern statt. »Ich möchte, dass das Pflastermobil finanziert wird«, sagte die Frau, die mit ihrer Tochter Danielle die »Stephanie-Stiftung« betreibt. Diese erinnert an die Tochter und Schwester, die am 29. Februar 2000 an einem Tumor gestorben ist. Für das Fahrzeug fehlten zu diesem Zeitpunkt noch 22 000 Euro, die die »Stephanie-Stiftung« übernommen hat.

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Von den Fahrzeugspenden im Wert von 48 000 Euro hat indirekt auch der DRK-Kreisverband Kehl profitiert, denn jetzt war das Ziel, einen Bus im Wert von 55 000 Euro, mit dem vier demenziell erkrankte Rollstuhlfahrer gleichzeitig zum Besuch der Tagesstätte »Café Vergiss-mein-nicht« von zu Hause abgeholt und zurückgebracht werden, fast erreicht.

34 000 Euro mehr

Am Ende ist das ursprüngliche Ziel, rund 130 000 Euro für diese drei Fahrzeuge zu erzielen, übertroffen worden. Das Jugendrotkreuz investiert zudem in ein Zelt, Feldbetten und Decken, für die demenziell erkrankten Menschen werden Besuchshundegruppen ausgebildet, und der Förderverein Pflasterstube legt das Geld für Medikamente zurück, die kostenlos an nicht versicherte Obdachlose abgegeben werden.

Sascha Koffer, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Offenburg, Alfred Armbruster, Geschäftsführer der DRK-Kreisverbände Kehl und Offenburg, sowie Axel Richter, Vorsitzender des Fördervereins Pflasterstube, bedankten sich bei allen Spendern. »Mit diesem Ergebnis haben wir alle nicht gerechnet«, sagte Armbruster. Er kündigte an, dass der Bus für die Rollstuhlfahrer bestellt  und umgebaut wird. Im Einsatz soll er im Mai/Juni sein. Axel Richter indes hofft, dass das Pflastermobil bereits im Februar auf Tour geht.

Hintergrund

Bewerbungen

Die »Leser helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse hat mit dem viertbesten Ergebnis seit der Gründung im Jahr 1996 abgeschlossen. Wer auch einmal in den Genuss einer »Leser helfen«-Aktion kommen möchte, kann sich ab sofort um die Aufnahme 2017/18 bewerben.

Wichtig ist, das Projekt kurz zu beschreiben und zu erläutern, weshalb es dafür keine Mittel gibt. Kommunale Einrichtungen werden nicht berücksichtigt. Die
E-Mail-Adresse lautet leser-helfen@reiff.de.

Die Mitgliederversammlung entscheidet, welches Projekt umgesetzt werden soll. Dem Verein gehören ausschließlich Mitarbeiter von reiff medien an. Weitere Infos gibt es unter Tel. 07 81 / 504-4311 und im Internet (www.leser-helfen.de)

Info

Spendensplitter

Jede »Leser helfen«-Aktion ist anders als die vorangegangene. Die Mittelbadische Presse beschreibt einige interessante Aspekte.

  • 1205 Spenden sind eingegangen, davon 33 online über die Homepage www.leser-helfen.de. Der Durchschnitt aus 116 000 Euro beträgt 96,27 Euro. Die Anzahl der Spenden ist nicht identisch mit Personen. Oft stehen hinter einer Aktion viele Menschen, etwa 307 Schwimmer und Hunderte Zuschauer in Rheinau-Linx oder beim Silvesterwalking in Durbach-Ebersweier, das mit 280 Teilnehmern einen Rekord verzeichnet hat.
  • Redaktionssekretärin Stefanie Zimmer hatte viel Arbeit. Sie erfasst nicht nur die Namen für die Spendenzähler, sondern erstellt auch die Spendenbescheinigungen.
  • »Leser helfen« hat eine Reihe neuer Freunde auf Facebook gefunden. Die Zahl ist von 475 auf 584 gestiegen. Das zeigt zweierlei: Die Mehrzahl der Spender informiert sich noch über die Printausgaben der Mittelbadischen Presse, doch wird Facebook immer bedeutender.
  • Die jetzt abgeschlossene Aktion hatte schon vor dem Start Ende Oktober 1275 Euro auf dem Konto. Am 6. Juni 2016 hatten die Offenburg-Griesheimer Faustballer diesen Betrag überwiesen und damit den Grundstock für 2016/17 gelegt. Das Geld war der Erlös vom Christbaumsammeln, der nach der Mitgliederversammlung gespendet wurde.tom

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