Ortenau

Den Klinik-Alltag vergessen

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 2 Minuten
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28. Dezember 2014

Glückliche Tage in Bonlanden (Allgäu): Nierenkranke Kinder und Jugendliche durften eine Woche Urlaub machen. Dank der Spenden für »Leser helfen« ist die nächste »Nephrofreizeit« finanziert. Sie führt an den Schluchsee. ©Förderverein "Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche"

Die »Leser-helfen«-Aktion für nierenkranke Kinder und Jugendliche ist erfolgreich wie selten,  das Ultraschallgerät finanziert. Dank Ihrer Spenden ist jetzt auch Geld da für weitere Projekte. Die Mittelbadische Presse stellt sie in drei Teilen vor. Heute: die Ferienfreizeit.

Ortenau. Einmal im Jahr sollen die kleinen Patienten Urlaub machen. Das bezeichnet Elke Grösser-Litterst aus Neuried-Altenheim, Vorsitzende des Freiburger Fördervereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche«, als das jährliche Highlight für die noch jungen Patienten. Sie sollen abschalten, mit Geschwistern oder Freunden tun und lassen können, was sie möchten.

Gesunde Kinder können das in Zeltlagern oder auf Klassenfahrten. Doch von wildem Toben ist bei nierenkranken Kindern keine Rede. Viele müssen peinlich genau ihre Medikamente einnehmen. Täglich sind Blut-  und Zuckerwerte zu kontrollieren, ein Nierenzentrum muss bei Notfällen in 30 Minuten erreichbar sein.

Diesen Hintergrund kennen natürlich auch die Eltern. Ihnen fällt es deshalb schwer, ihre Kinder in den Reisebus zu setzen und eine Woche nicht zu wissen, ob sie das bekommen, was sie brauchen.

»Von Personal begleitet«

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Das ist auch Elke Grösser-Litterst bewusst, aber sie sagt auch: »Wir werden von medizinischem Personal begleitet.« Außerdem reisen bis zu zehn Betreuer und Sozialpädagogen mit. Das sind Menschen, die die Kinder aus ihrem klinischen Alltag kennen, denen sie vertrauen.

Das aber hat seinen Preis.  Bis zu 30 000 Euro kostet es, wenn 25 bis 30 Kinder rund eine Woche verreisen. Sie fliegen nicht um die Welt, nächtigen nicht in Sterne-Hotels, sondern fahren beispielsweise nach Bonlanden im Allgäu.

Die Uni-Klinik Freiburg stellt das Personal zwar frei, doch den Lohnausfall muss der Verein tragen.
Die Spenden sorgen dafür, dass 2015 eine Ferienfreizeit möglich ist und sich das Team keine Gedanken mehr machen muss, wie sie finanziert wird. Die nächste Reise soll an den Schluchsee führen.

Auch wenn insgesamt vier Projekte finanziert sind, ist jede Euro darüber hinaus nicht unnötig ausgegeben. »Das Geld fließt in die Rücklage«, erklärt Elke Grösser-Litterst. Sie ist froh, ein Polster zu haben, wenn die Uni-Kinderklinik in den nächsten Jahren umziehen wird. Möglicherweise muss der Verein dann eine teurere Wohnung mieten, weil die bisherige unter Umständen zu weit von der neuen Klinik entfernt ist.
Nächste Folge: Sozialpädagoginnen

Stichwort

Noch zwei Termine

Im Kalender von »Leser helfen« stehen noch zwei schöne Termine.

Mittwoch, 31. Dezember: Silvesterwalking in Durbach-Ebersweier, Start 11 Uhr, Halle am Durbach. Das Startgeld geht an »Leser helfen«. Anmeldungen bei Helmut Rößler, • 07 81 / 4 26 23.

 Sonntag, 11. Januar: Neujahrsschwimmen World of Living, Rheinau-Linx, seit 2005 Abschluss von »Leser helfen«. Weberhaus spendet pro Schwimmer zehn Euro plus die Tageseinnahmen der Eintrittsgelder für Zuschauer (www.world-of-living.de)

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