Ortenau

Der Lahrer Wolf war ein Schweizer

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dpa/red
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16. August 2015
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(Bild 1/2) Der Wolf hat den Weg wieder zurück nach Baden-Württemberg gefunden. Allerdings ist das erste gesichtete Exemplar .... ©Archiv

Ein Wolf hat es zurück  nach Baden-Württemberg geschafft - ist aber an der A5  bei Lahr überfahren worden. Jetzt steht fest, woher der Rüde kam. Er war ein Schweizer, der sich in den Norden verirrt hatte.

Der in der Nähe von Lahr  überfahrene Wolf ist aus der Schweiz nach Baden-Württemberg eingewandert. Das hätten Analysen des Laboratoriums für Naturschutzbiologie der Universität Lausanne anhand von Referenzproben eindeutig ergeben, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde (Grüne) am Sonntag auf Anfrage in Stuttgart. Das Land sieht sich für die Rückkehr der Raubtiere nach rund 150 Jahren vorbereitet.

Der Wolfsrüde sei im Schweizer Laboratorium gut bekannt, sagte Bonde. Er stamme aus einem Rudel im Calandagebiet bei Chur. Seine Heimat liege etwa 200 Kilometer Luftlinie vom Fundort des Kadavers entfernt. Das tote Tier war im Juni neben der Autobahn 5 gefunden worden.

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Wölfe sind streng geschützt, es gelten internationale Artenschutzbestimmungen und Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes. In Ost- und Norddeutschland, in Italien und in der Schweiz haben sich die Tiere mittlerweile wieder etabliert. Auch für die Vogesen in Frankreich konnten Wölfe den Angaben zufolge nachgewiesen werden.

»Der Fund bei Lahr zeigt, dass der Wolf auch in Baden-Württemberg wieder auftauchen kann«, sagte Minister Bonde. Das Land hat einen Handlungsleitfaden etwa zum Umgang mit auffälligen Wölfen erarbeitet und eine Koordinationsgruppe mit Vertretern der Naturschutzbehörden sowie von Naturschutz-, Jagd- und Landnutzerverbänden einberufen.

Zudem hat das Land einen Ausgleichsfonds für vom Wolf verursachte Schäden an Nutztieren eingerichtet. Dieser enthalte 10 000 Euro, um geschädigten Schäfern zu helfen, sagte Bonde. »Die Rückkehr des Wolfs ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft, die nicht zulasten von Nutztierhaltenden gehen darf.« Grün-Rot habe im Doppelhaushalt 2015/2016 rund 200 000 Euro für Projekte zum Herdenschutz für Schäfer eingestellt.

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