100.000-Euro-Marke ist in Sichtweite

Deshalb werden Spenden für "Leser helfen" dringend benötigt

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Unsere Redaktion
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13. Dezember 2018
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Die Hornbläser der Offenburger Musikschule haben unter Leitung von Heiko Mazurek am Dienstagabend auf dem Weihnachtsmarkt in Offenburg gespielt. Verdienter Lohn waren 131,20 Euro, die viele Zuhörer in den Spendenwürfel für die Benefizaktion »Leser helfen« gesteckt haben. Natürlich gab es neben großem Applaus für die jungen Musiker auch zwei Zugaben. ©Christoph Breithaupt

Der Spendenzug rollt. Und wie! Derzeit kommen täglich rund 50 neue Spender hinzu, darunter viele Vereine, Firmen und Initiativen, die teilweise seit vielen Jahren bei »Leser helfen« mitmachen. Mit aktuell 90 622 Euro ist die sechsstellige Schallmauer in Sicht. Nutznießer ist das Ortenauer Frauenhaus, das dringend erweitert werden muss.

Es ist diese breite Basis, welche die Benefizaktion unserer Zeitung seit vielen Jahren trägt. So haben wir bis dato über 800 Spender registriert – zwischen 5 und 10 000 Euro. Und die Benefizaktion der Mittelbadischen Presse läuft ja noch bis Dreikönig. Traditioneller Schlusspunkt ist bekanntlich das Neujahrsschwimmen in der World of Living von Weber Haus in Linx.

Auch die mittlerweile 22. »Leser helfen«-Aktion kann sich auf viele treue Spender, deren Namen seit vielen Jahren auftauchen, verlassen. Dazu gehören auch immer wieder Initiativen von Vereinen und Gruppierungen oder Firmen. Ob das die Kolpingfamilie in Achern ist oder die Strohschuhgruppe von Elgersweier, Naturkost Schneider in Appenweier oder der Raupenbetrieb Hermann Neumaier in Mühlenbach.

Noch dreieinhalb Wochen

Noch dreieinhalb Wochen bleiben Zeit, um das ehrgeizige Ziel der diesjährigen Aktion zu erreichen: 150 000 Euro, die dem Verein »Frauen helfen Frauen Ortenau e.V.« zugute kommen. Als Träger will der Verein, in dem die Verantwortlichen so gut wie alle ehrenamtlich tätig sind, mit dem Geld die Einrichtung für ein dringend benötigtes zweites Frauenhaus finanzieren. Es wird so dringend benötigt, weil der Verein mittlerweile 150 (!) Frauen, die vor häuslicher Gewalt fließen, nicht aufnehmen kann. Betroffen sind in den meisten Fällen auch Kinder. »Da erleben wir oft herzzerreißende Szenen«, berichtet Monika Strauch, Geschäftsführerin Vorstand des Trägervereins.

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Benötigt wird das Geld für die Einrichtung von 20 Zimmern, für Küchen, Spielgeräte, Aufenthaltszimmer und Büros. Ganz wichtig sind auch zwei Fahrzeuge, darunter ein Neunsitzerbus. 

Hohe Investition

Den Betrieb auch des neuen Frauenhauses wird der Ortenaukreis zum größten Teil finanziell stemmen, der dafür auch bereits eine Zusage gegeben hat.

Die Anfangsinvestition aber muss der Verein »Frauen helfen Frauen« zu 100 Prozent selbst stemmen. Und dafür werden die 150 000 Euro gebraucht. Wobei diese Summe nicht ausreichen würde, um alle benötigten Einrichtungsgegenstände zu finanzieren. Immerhin geht es um 20 Zimmer plus Küchen und Büros.

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