Ortenau

Die DRK-Jugend soll einen Kleinbus bekommen

03. November 2016
&copy Ulrich Marx

Die »Leser helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse bittet um Spenden für das Jugendrotkreuz in Offenburg. Hier geht es um einen mehrsitzigen Kleinbus im Wert von 25 000 Euro. »Wir brauchen eine sehr hohe Mobilität«, sagt Sascha Koffer, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Offenburg. Denn hier werden spätere Rettungskräfte ausgebildet.

Wenn man Sascha Koffer (37) nach den Aufgaben des Jugendrotkreuzes fragt, fällt ihm eine lange Liste ein: »Wir sind bei Einsätzen dabei, bei denen Kinder und Jugendliche zu betreuen sind, helfen bei Blutspenden und vielen Veranstaltungen, etwa Kinderfasent und der Oberrheinmesse.«

Großes Einzugsgebiet
Unter »Wir« versteht er rund 20 Jugendliche aus den Offenburger Ortschaften, dazu noch die Gemeinden Durbach, Hohberg und Ortenberg. So groß ist das Einzugsgebiet des Offenburger Jugendrotkreuzes. Jeden Mittwochabend trifft sich die Gruppe für eineinhalb Schulstunden, um miteinander »Notfallsituationen« – vom Pflaster im Kindergarten über verstauchte Knöchel und Schnittwunden bis hin zum simulierten Herzinfarkt – zu üben, aber auch um zu spielen und die Kameradschaft zu pflegen.
Dazu kommt noch die Teilnahme an externen Ausbildungsgängen und Leistungswettbewerben. »Die finden nicht immer in Offenburg statt, sondern an verschiedenen Orten bis Bad Peterstal und Freiburg«, berichtet Sascha Koffer. Und damit ist er bereits beim großen Wunsch nach einem mehrsitzigen Kleinbus.

Kein eigenes Fahrzeug
Bislang hat das Offenburger Jugendrotkreuz kein eigenes Fahrzeug. »Der Offenburger Ortsverein hat zwar insgesamt sechs eigene Fahrzeuge, doch hat der Bereitschaftsdienst, den die Erwachsenen leisten, Vorrang«, erläutert der 37-Jährige. Diese Bereitschaft leistet bei Festen, Feiern und Veranstaltungen insgesamt rund 350 Dienste pro Jahr, manchmal mehrere gleichzeitig pro Tag. Wenn dann noch Veranstaltungen des Jugendrotkreuzes anstehen, hat es mangelbedingt das Nachsehen. Dann müssen deren Fahrdienste extrem aufwendig organisiert werden, etwa über Eltern, Freunde und Bekannte. Doch das gestaltet sich oft sehr schwierig.

Spendenfinanziert
Eigentlich, könnte man meinen, müsste doch für die DRK-Ortsvereine genügend Geld da sein,  schließlich wird der Rettungsdienst ja vom Land mitfinanziert. Doch das sei ein weit verbreiteter Irrtum, unterstreicht Koffer. »Wir Ortsvereine haben nichts mit dem vom Staat finanzierten hauptamtlichen Dienst zu tun. Wir sind, wie jeder gemeinnützige Verein, ausschließlich spendenfinanziert. Außer ein paar Materialzuschüssen bekommen wir nichts«, sagt der Vizevorsitzende. 
Die Mittelbadische Presse möchte deshalb mit ihrer »Leser helfen«-Aktion dem Jugendrotkreuz Offenburg ein eigenes Fahrzeug finanzieren. Den Wert veranschlagt Sascha Koffer mit 25 000 Euro. »Es muss ja nicht neu sein, ein gutes gebrauchtes, das noch viele Jahre problemlos fährt, würde uns schon reichen«, betont er. Am liebsten wäre ihm ein Acht- oder Neunsitzer.

Autor:
Thomas Reizel

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