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Ortenau

Die Kooperation am Ortenau-Klinikum wird ausgebaut

Ortenau-Klinikum: Neurochirurgen aus Lahr sollen Patientenversorgung in Offenburg verbessern
19. Juni 2017
&copy Ortenau-Klinikum

Die Zusammenarbeit innerhalb des Ortenau-Klinikums wird ausgebaut. Neurochirurgen aus Lahr werden künftig rund um die Uhr in Offenburg tätig sein. 

Das Ortenau-Klinikum in Offenburg wird ab dem 1. Juli die neurochirurgische Versorgung ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Unfallchirurgie am Ortenau-Klinikum in Offenburg und der neurochirurgischen Praxis in Lahr weiter intensivieren. Das geht aus einer Pressemitteilung des Klinikums hervor. 

Vereinbarung zwischen den Chefärzten

Ermöglicht werde die engere Kooperation durch eine Vereinbarung der von den Chefärzten Eike Mrosek und Christian Smely geleiteten Einrichtungen. Demnach wird werktags ein Neurochirurg der neurochirurgischen Praxis in Lahr permanent am Standort Ebertplatz in Offenburg präsent sein, um als Ansprechpartner für neurochirurgische Patienten und für beratende Aufgaben sowie operative Eingriffe inklusive neurochirurgischer Notfalleingriffe sofort zur Verfügung zu stehen, schreibt Klinikum-Sprecher Christian Eggersglüß. 

Rund um die Uhr

Zudem sei eine 24-stündige neurochirurgische Rufbereitschaft gewährleistet zur Versorgung von Schädel-Hirn-Traumen, Schwerverletzten und auch akuten Hirnblutungen. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfallchirurgie werden weiterhin Verletzungen der gesamten Wirbelsäule jeglichen Schweregrades durchgehend Tag und Nacht an sieben Tagen in der Woche versorgt, heißt es weiter.

Für die Klinik für Unfallchirurgie  in Offenburg wird dadurch die notfallmäßige Versorgung von Schädel-Hirn-Verletzten Patienten und Schwerverletzten entscheidend verbessert, zeigt sich das Klinikum überzeugt. Die Klinik könne dadurch die Aufgaben eines überregionalen Traumazentrums sicherstellen. 

Schneller zur Verfügung

Ebenso stehen die Neurochirurgen bei Fragestellungen in ihrem Fachgebiet auch für die Patienten der anderen Fachbereiche des Offenburger Klinikums schneller zu Verfügung. Dies betreffe sowohl Patienten mit degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle, Stenosen des Wirbelkanals, Instabilitäten) als auch Patienten mit Tumorerkrankungen des Gehirns oder der Wirbelsäule sowie Patienten mit sogenannter Hydrozephalus-Erkrankung, teilt das Klinikum mit. 

Gemeinsam durchführen

»Wir erwarten durch diese neue Stufe der Kooperation eine weitere Verbesserung der flächendeckenden, medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Ortenaukreis«, so Mrosek und Smely. Beide Fachbereiche wollen die notwendigen Operationen im Bedarfsfall gemeinsam durchführen, um für die anvertrauten Patienten durch die Zusammenführung der jeweiligen Kompetenzen ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen.

Die neurochirurgische Praxis in Lahr führt seit dem Jahr 2000 jährlich rund 1000 elektive und Notfall-Operationen an den beiden Ortenau Kliniken in Lahr und in Offenburg durch. Rund 4000 Patienten werden jährlich ambulant in der Lahrer Praxis und beratend im Klinikverbund betreut. 

Autor:
red/js

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