Gesundheitskonferenz

Neues Projekt soll Versorgung chronisch Kranker verbessern

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Von unserer Redaktion
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22. September 2021
Evelyn Bressau (Mitte), Leiterin des Gesundheitsamts und fachliche Leiterin der KGK, begrüßt Projektmitarbeiterin Karin Ruder (links) und Projektkoordinatorin Linda Fuchs (rechts), die aktuell eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchführen.

Evelyn Bressau (Mitte), Leiterin des Gesundheitsamts und fachliche Leiterin der KGK, begrüßt Projektmitarbeiterin Karin Ruder (links) und Projektkoordinatorin Linda Fuchs (rechts), die aktuell eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchführen. ©Landratsamt Ortenaukreis

Die Kommunale Gesundheitskonferenz des Ortenaukreises (KGK) möchte die gesundheitliche Versorgung in der südlichen Ortenau weiterentwickeln. Dabei geht es um chronisch und mehrfach Erkrankte.

Die Kommunale Gesundheitskonferenz Ortenaukreis (KGK) und das Ortenau-Klinikum führen aktuell gemeinsam ein Projekt zur Weiterentwicklung der Versorgung von chronisch und mehrfach erkrankten Personen durch, teilt das Landratsamt Ortenaukreis mit. Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Konzept entwickeln

Ziel des mit 332.443 Euro dotierten Projektes ist es, bis Ende 2022 ein Konzept für ein „Case Management“ zu entwickeln, bei dem chronisch und mehrfach erkrankten Personen eine personalisierte und durchgängige Versorgung ermöglicht wird. Laut Pressemeldung könne ein Gesundheitslotse dabei eine intensive Einzelfallbetreuung ausführen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten individuell steuern und passende Ansprechpartner sowie Angebote finden. Ausschlaggebend für das Projekt waren unter anderem die Ergebnisse der Bürgergespräche zur gesundheitlichen Versorgung, welche von Juli bis September 2019 in der Ortenau durchgeführt wurden.

Nachwuchskräftemangel im Gesundheitswesen

Ländlich geprägte Landkreise wie der Ortenaukreis stehen nicht zuletzt aufgrund eines Anstiegs älterer, chronisch erkrankter Personen bei gleichzeitigem Nachwuchskräftemangel im Gesundheitswesen vor einer großen Herausforderung, heißt es weiter. „Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Ortenaukreis weiterzuentwickeln“, begrüßt Landrat Frank Scherer das Modellprojekt: Die Verfolgung eines sektorenübergreifenden Ansatzes sei ein weiterer wichtiger Bestandteil der zukunftsorientierten Gestaltung der gesundheitlichen Versorgung im Ortenaukreis.

Während im nördlichen Teil des Ortenaukreises der Schwerpunkt durch eine weitere Förderung des Landes konzeptionell auf der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge im ländlichen Raum liegt, soll das Konzept des sektorenübergreifenden „Case Managements“ zunächst passgenau für die südliche Ortenau entwickelt werden. „Dies kann später als Blaupause für den gesamten Ortenaukreis dienen“, wird Scherer zitiert.

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Bestand und Bedarf

Aktuell führen die Projektkoordinatorin Linda Fuchs (Ökonomin/Wirtschaftswissenschaftlerin) und Projektmitarbeiterin Karin Ruder (Gesundheits- und Krankenpflegerin) eine Bestands- und Bedarfsanalyse durch. „Vorhandene Strukturen im ambulanten und stationären Sektor sowie eventuelle Schnittstellenstrukturen werden zunächst systematisch analysiert und fehlende Strukturen sowie Bedarfe identifiziert. Aufbauend auf den Ergebnissen wird dann im zweiten Projektjahr ein gemeinsames, multiprofessionelles Konzept für ein passgenaues sektorenübergreifendes „Case Management“ entwickelt und erprobt“, erläutert Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts und fachliche Leiterin der KGK.

Versorgung gestalten

„In diesem Zusammenhang wurde im Anschluss an eine Kick-Off-Veranstaltung bereits eine Arbeitsgruppe sowie ein Vernetzungsgremium gebildet“, ergänzt Janine Feicke, Leiterin der Geschäftsstelle der KGK. „Es konnten Expertinnen und Experten gewonnen werden, die über lokale Expertise verfügen und die Versorgung von chronisch und mehrfach erkrankten Personen gestalten wollen“, so Feicke.

Im Rahmen der Bestands- und Bedarfsanalyse, so die Pressemitteilung, werden Befragungen von chronisch und mehrfach erkrankten Personen sowie von am gesundheitlichen Versorgungsprozess beteiligten Akteuren, wie beispielsweise Hausärzte und Fachärzte der Region durchgeführt. Um Doppelstrukturen zu vermeiden und von bereits bestehenden Erfahrungen zu profitieren, werden auch Vertreter von berufsverwandten Gruppen befragt, die bereits Angebote bereitstellen, die „Case Management“-Elemente enthalten oder Ähnlichkeiten zur Tätigkeit eines Gesundheitslotsen aufweisen.

Interessierte sind zur Teilnahme aufgerufen

Die KGK ruft in diesem Zusammenhang Interessierte, die sich gerne zum Projekt austauschen möchten und bisher noch nicht durch die KGK kontaktiert wurden, zur Teilnahme und Kontaktaufnahme mit der Projektleiterin Linda Fuchs auf, • 07 81/8 05 63 07, E-Mail: linda.fuchs@ortenaukreis.de.

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