Vom Sprachkurs bis zur Freizeitgestaltung

Die Wege zum Studium an der Hochschule Offenburg aufzeigen

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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02. Januar 2018
Fabiana Favata, Dekanatsassistentin der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, ist an der Offenburger Hochschule Koordinatorin für die Integration von Geflüchteten ins Studium.

Fabiana Favata, Dekanatsassistentin der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, ist an der Offenburger Hochschule Koordinatorin für die Integration von Geflüchteten ins Studium. ©Iris Rothe

Geflüchtete sind an der Hochschule Offenburg willkommen. Studieninteressenten können mit den Angeboten über mehrere Etappen zu einem Regelstudium gelangen.

Geflüchtete können sich an der Offenburger Hochschule Richtung Zukunft orientieren. Sie sind willkommen, wenn sie sich Wissen aneignen möchten. Dabei gibt es für sie verschiedene Möglichkeiten, sich dem Studium und der Wissenschaft zu nähern.
Doch zunächst: Egal, was die Teilnehmer an der Hochschule Offenburg machen möchten, eines ist die Voraussetzung: die Teilnahme an einem Deutschkurs.

»Sprachkenntnisse sind sehr wichtig«, sagt Fabiana Favata. Die Dekanatsassistentin der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik ist seit einigen Monaten Koordinatorin für die Integration von Geflüchteten ins Studium, um interessierte Geflüchtete besser und engmaschiger betreuen zu können. Unter anderem macht sie ihnen klar, dass mit den Sprachkenntnissen alles steht und fällt. »Von A1 bis C1 bietet die Hochschule Kurse auf allen Niveaus an«, sagt sie. Die stehen sogar Personen offen, für die ein Studium nicht infrage kommen. 
Prinzipiell haben Interessenten, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, zwei Möglichkeiten, an der Hochschule Kenntnisse zu erwerben.

»Sie können als Gasthörer Vorlesungen besuchen«, sagt Favata. Dabei sind sie nicht offiziell als Studierende eingeschrieben. Von diesem Angebot macht laut der Integrations-Koordinatorin gut eine Handvoll Interessenten Gebrauch. Unterschätzen darf man das indes nicht: Man muss schon sicher Deutsch verstehen, um den Ausführungen der Dozenten folgen zu können«, macht sie den Geflüchteten auch immer wieder klar. Die Gasthörer können prinzipiell Vorlesungen aus allen Fachbereichen nutzen. »Ein besonderes Interesse zeigen sie an der Medizintechnik«, beobachtet Favata.

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Orientierung: Ebenfalls offen steht den Geflüchteten, die überwiegend aus Syrien und dem Iran kommen, das Semester KontaktING, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfüllen: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Wer jünger ist, hat vermutlich die entsprechende Qualifikation – also einen Schulabschluss, der zum Studieren berechtigt – noch nicht erworben. 

Der fachliche Einstieg in ein Ingenieursstudium erfordert weniger Zeitaufwand als ein Vollzeitstudium und lässt sich mit persönlichen Belangen – also etwa den zusätzlichen Deutschkursen – gut vereinbaren. Ein Stundenplan bietet den Teilnehmern Orientierung. »Ziel ist es, Gasthörer durch diese Programme als reguläre Studenten an die Hochschule zu integrieren«, sagt Favata. Um sich regulär einschreiben zu können, braucht es ein Sprachzertifikat C1 oder C2 sowie die Übersetzung und Anerkennung des vergleichbaren Schulzeugnisses. Diese werden in Konstanz übersetzt und liegen oftmals schneller vor als die geforderten Sprachzertifikate.

Bei den Treffen im Internationalen Café sind die Geflüchteten auch willkommen. Es soll die Kommunikation fördern – auf Deutsch und in anderen Sprachen. Zunächst unterhalten sich die Tandems in der Sprache des einen, dann in der des anderen Partners.

Freizeitgestaltung: »Die Seminare des Career-Centers stehen Geflüchteten ebenfalls offen«, so Favata. Beim Hochschulsport und weiteren Freizeitangeboten des Asta sind sie ebenfalls gerne gesehen und gut integriert.

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