Urteil

Ein Jahr auf Bewährung für Landwirt

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 2 Minuten
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04. Dezember 2013
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Rehkitz in einem Feld: Ein Hausacher Landwirt hat zwei Rehkitze überfahren und wurde dafür jetzt verurteilt. ©Deutsche Wildtier Stiftung

Das Wolfacher Amtsgericht verurteilte gestern den Landwirt, der im Juni zwei Rehkitze »vermäht« hatte, zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und 4000 Euro Strafe. Der Landwirt hatte zuvor einen Strafbefehl über 3000 Euro nicht akzeptiert.

Ein Hausacher Landwirt, der im Juni bei einem Mäheinsatz zwei Rehkitze wissentlich tödlich verletzt hatte, ist am Mittwoch vor dem Wolfacher Amtsgericht zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und 4000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht attestierte dem Mann eine »rohe innere Haltung«. Richter Patrick Lehmann sagte, die Gefahr für die beiden wehrlosen Geschöpfe habe den Angeklagten »nicht die Bohne gekümmert«. Vor seinen Mäharbeiten war der Bauer von zwei Frauen auf die Rehkitze aufmerksam gemacht worden.

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Zudem hatte der Bauer bereits Tage zuvor Kenntnis von den Kitzen auf der Wiese gehabt. Der zuständige Jäger, der von einer Nachbarin über die  Mähaktion informiert wurde und sofort herbeigeeilt war, bestätigte im Zeugenstand, dass der Landwirt etwa eine Woche vorher bei ihm angerufen hatte – seiner Bitte, ihm einen Tag vorher noch einmal Bescheid zu geben, habe er aber nicht entsprochen. »Nur dann kann man durch entsprechende Maßnahmen eine Störung herbeiführen, damit die Rehgeiß ihre Kitze aus der Wiese führt. Wenn man das eine Woche vorher macht, gewöhnen sie sich daran«, erläuterte er.

Der Landwirt hatte einen über 3000 Euro lautenden Strafbefehl nicht akzeptiert. Deswegen war es überhaupt zur Gerichtsverhandlung gekommen. Der Angeklagte hat nun noch die Möglichkeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

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