Coronavirus in der Ortenau
Dossier: 

Enge Kontaktpersonen: Wer getestet wird und wer nicht

Autor: 
red/ba
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30. Oktober 2020

©Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Steigende Corona-Infektionszahlen bringen Testlabore landesweit an ihre Kapazitätsgrenze. Deshalb werden auch in der Ortenau künftig nur noch bestimmte enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten getestet. Der Überblick.

Da aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen immer mehr Testlabore an ihre Kapazitätsgrenze stoßen, ändert auch der Ortenaukreis auf Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) seine Teststrategie. Zukünftig soll nur noch ein bestimmter Kreis an engen Kontaktpersonen auf das Virus getestet werden, wie das Landratsamt am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekanntgab.

Wer Corona-Symptome zeigt und ein enger Kontakt einer positiv getesteten Person ist, soll weiterhin getestet werden. Neu ist eine Eingrenzung bei Menschen, die enge Kontaktperson sind aber keine Symptome haben.

Von diesen Personen sollen künftig nur noch Haushaltsmitglieder von positiven Fällen getesten werden, außerdem Mitarbeiter folgender Einrichtungen:

  • Krankenhäuser, Rettungsdienst, Rehakliniken
  • Altenpflege oder Behindertenhilfe (ambulant/stationär), ambulante Tagespflege und Nachbarschaftshilfe
  • Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Dialysepraxen, Heilpraktikerpraxen; physio-/ergotherapeutischen und logopädische Praxen
  • Kindertagesstätten/Kindergärten, Grundschulen (Grund: keine Maskenpflicht)
  • Feuerwehr, Polizei, THW und ähnliche Einrichtungen

Die Entscheidung, ob ein Corona-Test gemacht wird, liegt weiterhin beim behandelnden Arzt. Er sollte sich an die RKI-Empfehlung halten, kann aber für Kontaktpersonen außerhalb der genannten Gruppen einen Abstrich anordnen, sofern erforderlich. 

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Quarantäne auch bei negativem Test

Bei engen Kontaktpersonen ohne Symptome soll der Test laut Landratsamt bevorzugt an Tag 5 bis 7 nach dem Kontakt zur infizierten Person erfolgen. Auch ein Test nach Tag 7 sei noch sinnvoll.

Grund ist, dass eine erkrankte Person für bis zu 14 Tage lang ansteckend gilt, erklärte Kai Hockenjos, Sprecher des Landratsamt, auf Nachfrage. Ein Haushaltsmitglied könne sich also erst Tage später noch infizieren. Darum verkürze ein negativer Test auch nicht die Dauer der Quarantäne. Eine enge Kontaktperson, die nicht getestet wird, erhält zudem ebenfalls weiterhin eine Quarantäne-Verfügung.

Gesundheitsamt regelt größere Ausbrüche

Sofern es zu einem größeren Ausbruch kommt, ist weiterhin das Gesundheitsamt für die Anordnung von Corona-Tests zuständig. Dazu zählen Ausbrüche nach privaten Feiern sowie in Alten- oder Pflegeheimen und Massenunterkünften. Die Festlegung der abzustreichenden Kontaktpersonen erfolge dann grundsätzlich in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und erfasse gegebenenfalls auch nicht enge Kontaktpersonen.

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