Reform der Gemeindestrukturen

Zahl der Ortenauer Pfarreien soll bis 2025 sinken

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red/js
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12. Juni 2019

Die Zahl der Pfarreien in der Ortenau soll sinken. ©Endrik Baublies

Katholiken aus der ganzen Ortenau haben über die künftige Struktur ihrer Gemeinden diskutiert. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor. Demnach soll die Zahl der Pfarreien bis 2025 sinken. Ohne Verständnis könne das aber nicht funktionieren.

Im Mai haben Vertreter der katholischen Kirche aus der Region Ortenau über den Zuschnitt der künftigen Pfarreien beraten. Das geht aus einer Pressemitteilung der Erzdiözese Freiburg hervor. Nun liegen die ersten Vorschläge vor, die in den Dekanaten und den Kirchengemeinden weiter diskutiert werden. Ab 2025 soll es demnach in der Erzdiözese Freiburg nur noch etwa 40 Pfarreien geben.

Verantwortliche aus den Dekanaten Acher-Renchtal, Offenburg-Kinzigtal und Lahr kamen am 24. Mai auf Einladung des Erzbischöflichen Ordinariats in Offenburg zusammen. Sie hatten den Auftrag, erste Vorschläge für ihre Region zu erarbeiten, heißt es weiter.

Nicht auseinanderreißen

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Ordinariatsrat Wolfgang Müller, Projektleiter von Pastoral 2030, habe die Konferenz geleitet. »Bei der Planung der pastoralen Räume sind wir nach dem Grundsatz verfahren, bewährte Einheiten nicht auseinanderzureißen«, erläutert er das Vorgehen: »Neben reinen Strukturzahlen, etwa die Anzahl der Katholiken, haben auch politische Grenzen eine Rolle gespielt. Vor allem für die Caritas sind die Landkreise ein wichtiger Ansprechpartner.« Den Vorschlägen für die neuen Pfarreien liegen demzufolge in den meisten Fällen die alten oder die bestehenden Dekanatsgrenzen zugrunde. Für die Detailplanung seien auch die Lebensräume der Menschen in den Blick genommen worden, etwa die Pendlerbewegungen, das Einzugsgebiet von Schulen oder die Einkaufsmöglichkeiten.  

Müller betont, dass ein neues Verständnis von Pfarrei Voraussetzung sei für die Planung in größeren Räumen: »Die neue Pfarrei kann man nicht vergleichen mit einer jetzigen Pfarrei. Sie orientiert sich nicht an dem Bild der »Pfarrfamilie«, sondern ist konzipiert als ein Raum, für den Seelsorge und Verwaltung einheitlich gesteuert und organisiert werden.« Zwar werden der leitende Pfarrer und die Verwaltung zentral ihren Sitz haben, die Mehrzahl der pastoralen Mitarbeiter werde aber weiterhin in den Gemeinden vor Ort präsent sein.

Weiter vor Ort

Die Ergebnisse der Beratungen werden mitsamt den Alternativ-Vorschlägen nun bis Ende des Jahres in den Dekanaten und den Kirchengemeinden und deren Gremien weiter diskutiert. Aus den Rückmeldungen erstellt das Erzbischöfliche Ordinariat einen Entwurf für die Raumplanung, der dann wiederum in den Dekanaten und Kirchengemeinden vor Ort beraten wird. Ende 2020 soll das Konzept stehen, das dann in den Folgejahren umgesetzt wird, teilt die Erdiözese mit.

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