Ortenau

Europäischer Wettbewerb: 498 Preise an Kinder und Jugendliche

Autor: 
Leoni Schmidt-Enke
Lesezeit 3 Minuten
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06. Juni 2019

©Benedikt Spether

Beim Europäischen Wettbewerb waren zahlreiche Ortenauer Kinder und Jugendliche mit ihren Kunstwerken erfolgreich. Im Dome des Europa-Parks nahmen sie ihre Preise in Empfang.

»Willkommen im Parlament« steht auf einem großen Banner, daneben ist klein der europäische Sternenkranz zu erkennen. Auf den roten Sesseln sitzen allerdings keine Menschen, sondern Tiere: Giraffe, Schlange, Elefant und Gorilla.

Sogar ein Goldfisch im Glas ist dabei. Diese Szene stammt aus dem detailreich gezeichneten Comic »Parlament der Tiere«, mit dem Adrian Hurle vom Acherner Gymnasium einen Bundespreis beim Europäischen Wettbewerb (siehe »Informiert«) gewonnen hat. Ihm und Hunderten anderen Kindern und Jugendlichen aus dem Ortenaukreis verlieh Landrat Frank Scherer am Dienstag im Dome des EuropaParks ihre Preise.

»Europa ist eure Zukunft«, betonte Scherer bei seiner Begrüßung. Damit spielte er auf das Wettbewerbsmotto »Yourope – es geht um dich« an. Auch schon in seiner Jugend habe die europäische Vision Freiheit und Frieden bedeutet. Das habe damals bei den pazifistischen Ostermärschen eine Rolle gespielt. »Heute gibt es wieder etwas Ähnliches. Das freut mich sehr«, sagte Scherer mit Blick auf die »Fridays for Future«-Bewegung. Auch Lukas Scheub, Referent der EuropaPark-Geschäftsführung, war bei der Preisverleihung anwesend und freute sich über die zahlreiche Teilnahme an dem Schulwettbewerb. 

Im gesamten Ortenaukreis haben 2606 Kinder und Jugendliche ein Kunstwerk eingereicht. »Im Europa-Park erleben wir spielerisch eine Welt der offenen Grenzen und der kulturellen Vielfalt«, stellte Scheub die Verbindung zwischen dem politischen Wettbewerb und dem Vergnügungspark her. Was die jungen Geehrten sicherlich freute: Zu ihrem Gewinn gehörte nach der Preisverleihung auch der freie Eintritt in den Park.

17 Bundespreise

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»Es hat viel Spaß gemacht, als Team zu arbeiten und Ideen umzusetzen«, erzählte Lena Armbruster. Sie hatte mit ihren Freundinnen Lara Lehmann und Liliana Morra ein Projekt zum Thema Frauenrechte heute und in der Vergangenheit in Europa umgesetzt und damit einen der 17 Bundespreise gewonnen, den die drei Mädchen auf der Bühne in Empfang nehmen konntne. Auch die 93 Landespreise verlieh Scherer direkt auf der Bühne. Die 388 Ortspreise hätten dagegen wohl den Rahmen gesprengt – diese bekommen die Kinder und Jugendlichen direkt an den Schulen.

Zwei Preisträger durften ihren Gewinnerbeitrag auf der Bühne live vorführen: Jakob Huber und Simon Furtwengler vom Bildungszentrum Ritter von Buss in Zell am Harmersbach hatten gemeinsam mit vier Gleichaltrigen einen Fragenkatalog über Europa  erarbeitet. Damit interviewten sie die Gemeindeoberhäupter von Zell am Harmersbach, Oberharmersbach und Biberach. Bei der Preisverleihung beantworteten Landrat Scherer, der ehemalige Ministerialrat Dieter Elchlepp und Peter Lorenz von der Europa-Union einige der Fragen. 

Vorurteile widerlegen

Auch Moderator Markus Knoll befragte die vier Herren auf der Bühne, zum Beispiel zu den Ergebnissen der Europawahl. »Die Wahlbeteiligung hat sich um mehr als zehn Prozent erhöht. Damit bin ich zufrieden«, erklärte Lorenz. Elchlepp ergänzte: »Auch nach der Wahl muss Europa populär dargestellt und vermittelt werden. Es gibt noch zu viele Vorurteile, die widerlegt werden müssen.«

Zum Thema soziale Medien, für das junge Publikum allgegenwärtig, wussten die Experten auf Nachfrage relativ wenig zu sagen. Landrat Scherers Geständnis spiegelte die zurückhaltende Nutzung dieser Medien in der Runde.  »Ich habe auf Facebook nur einen Freund – meiner Frau.«

Info

Europäischer Wettbewerb

Der Europäische Wettbewerb ist ein europaweiter Schulwettbewerb. Seit 1953 beschäftigen sich Kinder und Jugendliche in diesem Rahmen künstlerisch mit dem Thema Europa.
Beim diesjährigen 66. Wettbewerb gab es pro Altersstufe drei Themenvorschläge, diese reichten von »Kinder an die Macht?« für die erste bis vierte Klasse bis zu »Social Media – ein Demokratiekiller?« für 17- bis 21-Jährige. Diese können die Teilnehmenden frei bearbeiten und zum Beispiel Bilder, Collagen, Texte, eigene Musik, Comics, Reden, Poetry Slams, Skulpturen, Street Art, Videos oder Social Media-Kunst einreichen und damit Ortspreise, Lndespreise oder Bundespreise gewinnen.

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