Hochschule für öffentliche Verwaltung

Fast alle Studenten haben schon vor dem Abschluss einen Job

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red/js
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12. Februar 2018

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl soll in den kommenden Jahren erweitert werden. Der Grund: An der Einrichtung sollen künftig 50 zusätzliche Studenten ausgebildet werden. ©Lukas Habura

355 Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl gehören zum diesjährigen Absolventenjahrgang des Bachelor-Studiengangs »Public Management«. Sie haben beste Berufsaussichten. Das hat die Absolventenbefragung der Hochschule ergeben.

Rosige Aussichten: Erst am Freitag haben die Absolventen des Bachelor-Studiengangs »Public Management« der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl ihren Abschluss gefeiert. Um ihre berufliche Zukunft müssen sich die jungen Menschen keine Sorgen machen. Das hat eine Befragung der Hochschule ergeben an der fast 75 Prozent der 355 Studierenden teilgenommen haben.

90 Prozent haben einen Job

Zum Zeitpunkt der Befragung hatten schon 90 Prozent der Studierenden eine Stelle oder zumindest eine Stelle in Aussicht, schreibt die Hochschule. 87 Prozent hätten angegeben, eine Beamtenstelle zu haben. Nur drei Prozent sind demzufolge als tarifbeschäftigte Mitarbeiter angestellt. 

»Spannend ist der Arbeitsbeginn: Zwar haben beinahe alle unserer Absolventinnen und Absolventen eine Arbeitsstelle in der Tasche, jedoch beginnen einige nicht direkt nach ihrem Abschluss, sondern erst später«, sagt der Rektor der Hochschule Kehl, Paul Witt.

Diejenigen AbsolventInnen, die bis dato noch keine Stelle angenommen hatten, gehen laut Hochschulrektor vermehrt ins Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr sei hier eine Steigerung von 12 Prozent zu vernehmen.
Bei Städten beliebt

Bei Städten begehrt

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Hauptarbeitgeber sind nach Angaben der Hochschule die Städte, die beim Städtetag organisiert sind. Hier kommen 35 Prozent der AbsolventInnen unter. Die Landkreise nähmen 31 Prozent auf und in den kleineren Gemeinden unter 20 000 Einwohnern finden 15 Prozent der AbsolventInnen einen Arbeitsplatz. »Im Vergleich zum Vorjahr, können wir hier einen Zuwachs von 6 Prozent erkennen«, erläutert Witt.

Nur zwei Prozent der Absolventinnen und Absolventen hätten außerhalb von Baden-Württemberg eine Anstellung angenommen. Der Rest bleibe im Land. Die Tätigkeitsbereiche Soziales, Personal, Organisation und Finanzen sind am häufigsten besetzt.
»Die Zahlen zeigen deutlich, wie sehr unsere Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt begehrt sind«, sagt Paul Witt. Dies sei zudem ein Hinweis darauf, dass die Hochschule noch zu wenig Fach- und Führungskräfte für den öffentlichen Dienst ausbilde.

Das Land hat bereits darauf reagiert: »Die Hochschule Kehl darf ihre Türen ab Sommersemester 2019 für 50 zusätzliche Studienanfänger öffnen. Zudem werden wir Professorenstellen und zusätzliche Stellen im Verwaltungsbereich erhalten. Außerdem soll es Mittel für das Anmieten von Räumen, Lehraufträge und für Lehrsaalausstattung geben«, sagte Witt.

Alternativen werden geprüft

Zwischenzeitlich haben laut Hochschule zwei Besprechungen mit dem Amt Vermögen und Bau in Freiburg stattgefunden. Bei den Besprechungen sei deutlich zum Ausdruck gekommen, dass ein Erweiterungsbau oder eine Aufstockung der bisherigen Gebäude favorisiert wird. »Das Amt Vermögen und Bau prüft derzeit zwei bauliche Alternativen. Zum einen die Aufstockung des Lehrsaalgebäudes 2. Dadurch könnten circa 600 Quadratmeter realisiert werden. Die zweite Alternative wäre ein Erweiterungsbau auf der Grünfläche zwischen den Wohnheimen und dem Lehrsaalgebäude 2«, erläuterte  der Rektor.

Für eine Übergangszeit von fünf bis sieben Jahren sollen Räume in den Kaufmännischen Schulen in Kehl angemietet werden. Diese Räume, die sich im Eigentum des Ortenaukreises befinden, seien für eine übergangsweise Anmietung geeignet.

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