Sicherheitstraining

Feuerwehrkreisverband informierte über Sicherheit mit Lkw

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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08. November 2018

Sicherheit war das große Thema des Fahrtests. ©Christoph Breithaupt

Künftig soll es sicherer gehen: Rund 200 Maschinisten der Feuerwehr wurden in diesem Jahr darin geschult, wie sie mit ihrem Lkw gefahrlos an den Einsatzort kommen. Der Kreisverband hatte das Fahrtraining organisiert.

Vollbremsung, Stoppen, rückwärts einparken: Das übten am Wochenende Feuerwehren aus dem Ortenaukreis auf dem Gelände der Spedition Dittrich in Offenburg. Nach 15 Jahren hat der Feuerwehrkreisverband wieder ein solches Training organisiert. Michael Wegel, Verbandsvorsitzender des Feuerwehrkreisverbands Ortenaukreis, hofft, dass die Schulung künftig alle zwei bis drei Jahre angeboten werden kann. Denn es gehe nicht nur darum, möglichst schnell am Einsatzort Hilfe zu leisten, sondern auch darum, die Helfer der freiwilligen Feuerwehren sicher dorthin zu bringen.

»Außer Blechschäden gab es bei uns im Kreis zum Glück in den letzten Jahrzehnten keine schwereren Zwischenfälle«, klopfte Kreisbrandmeister Bernhard Frei auf Holz. Damit das so bleibt, haben die Maschinisten zunächst einen theoretischen Unterrichtsblock erhalten. Die Praxis absolvierten sie dann mit den vereinseigenen Fahrzeugen. »Ziel ist es, dieses in außergewöhnlichen Situationen besser kennenzulernen«, so Wegel. Schließlich sei der Fahrer im Einsatz dann nicht nur für sich verantwortlich, sondern auch für »acht weitere Personen im Fahrzeuge, die nachts um 3 Uhr ihre Familien zuhause zurücklassen«.

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Volker Kern, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Kreisfeuerwehrverband Ortenaukreis, machte darauf aufmerksam, dass die Fahrt zum Einsatz immer anspruchsvoller würde: In Zeiten, in denen Rettungsgassen nur schwer gebildet und Sonderzeichen immer weniger beachtet werden, sei das Training »ein Minimum, was den Fahrern zuteilwerden sollte«.

Michael Knaus, Erster Landesbeamte in Villingen-Schwenningen, war einer der ehrenamtlichen Helfer. Er überwachte die Bremsvorgänge, gab Tipps und rüttelte die Teilnehmer mit Psychologie wach: Die Fahrer sollten zunächst den Einsatz ausblenden und sich auf den Fahrtweg konzentrieren. Das ist nicht einfach, weil in der Stresssituation natürlich Adrenalin im Blut rauscht – da wäre man geneigt, aufs Tempo zu drücken. Doch Knaus machte den Kameraden klar, dass Tempo 40 oft reiche – der Vorsprung von 80 km/h sei in der nächsten engeren Kurve schon wieder flöten. Beim Bremsen jedoch verdopple sich der Weg je zehn km/h um zehn Meter. Es gelte als »Eile mit Weile«. Dazu gab es noch einen Test: Die Feuerwehrler machten die Gefahrenbremsung mit Blaulicht und Martinshorn. Den Unterschied wollte Knaus dann wissen. Die Antwort: Keiner, der Bremsweg bleibt der gleiche.

Das Training am Wochenende war der letzte Termin von drei Blöcken in diesem Jahr, zu denen jeweils etwa 70 Maschinisten angemeldet waren. 15 000 Euro kostete die Schulung. Die Fahrer mussten dafür bezahlen, allerdings gaben auch Kommunen, Landrats­amt sowie der Feuerwehrkreisverband Zuschüsse für jeden Teilnehmer. Da man eine zertifizierte Fahrschule für das Vorhaben gewinnen konnte, förderte auch die Unfallkasse das Training.

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